Body Integrity Identity Disorder: Die Archive des Selbst
Die Wahrnehmung unseres eigenen Körpers stimmt häufig nicht mit der Realität überein. Das kann zu äußerst bizarren Wünschen führen, zum Beispiel zu dem nach einem Leben ohne bestimmte Gliedmaßen.
Frühprävention: nachhaltig und aussichtsreich - Ergebnisse einer IDeA-Studie
Verwahrlosung, Gewalt und Zunahme von Sucht- und Depressionserkrankungen gehören nicht selten zu den Folgen einer problematischen Kindheit. 70 Prozent der schweren Gewalttäter sind als Kinder selbst misshandelt worden. Deshalb werden Stimmen immer lauter, die eine möglichst frühe Prävention bei Risikokindern fordern. "Psychoanalytische, entwicklungspsychologische und neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse weisen übereinstimmend darauf hin, wie vielversprechend und nachhaltig frühe Förderungen und Interventionen sind", erklärt Prof. Marianne Leuzinger-Bohleber, Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts.
Dr. Bettina Lampert, Empfängerin eines Doktoratsstipendiums der Universität Innsbruck und externe Lehrende, wurde Ende März in Berlin mit einem wissenschaftlichen Nachwuchspreis des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet.
What are the most likely mediators of stereotype threat effects? Dr. Beate Seibt found in her research, how the prevention focus plays a role in many stereotype threat effects.
Normale Humanfaktoren führten zum technischen Versagen in Tschernobyl: "Wir haben doch alles richtig gemacht"
Die Handlungsmuster, die zur Tschernobyl-Katastrophe geführt haben, "folgen den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten menschlichen Denkens und Handelns." Vergleichbare Fehler könnten also jedem Menschen jederzeit in Problemsituationen unterlaufen. Dr. Gesine Hofinger und Kollegen analysieren in der Fachzeitschrift "Umweltpsychologie" Schritt für Schritt die psychologische Normalität der Handlungsabläufe, die die Explosion verursacht haben.
Maut: Straßenbenutzungsgebühren nur bei gesellschaftlichen Vorteilen akzeptabel
Die CSU hat die Einführung neuer Straßenbenutzungsgebühren zur Diskussion gestellt. In Deutschland wird die Maut jedoch - wie in allen anderen Industriestaaten - von der Bevölkerungsmehrheit abgelehnt. Die Gebühr gilt - trotz einiger Vorteile - als ungerecht. Dr. Jens Schade, Verkehrspsychologe an der Technischen Universität Dresden, hat die Ursachen und Konsequenzen empirisch untersucht.
Zwangserkrankung: "Nein, Sie haben nicht Ihren Verstand verloren"
Führt die Zwangserkrankung automatisch zum Verlust der Individualität des Betroffenen? PD Dr. Michael Lasar (Dortmund) tritt diesem häufigen Missverständnis entgegen: "Diese Frage kann eindeutig verneint werden. Nur die besondere Tat des Zwangshandelns und Zwangsdenkens ist betroffen. Demgegenüber bleibt die allgemeine Fähigkeit des Willens in toto erhalten.
Psychotherapeuten in der Kardiologie: teils erfolgreich, teils abgelehnt
"Psychosomatische Konsiliar-Liaisonarbeit in der Kardiologie ist eine besonders lohnende, aber auch mit besonderen Problemen beladene Tätigkeit", bilanzieren Dres. Christina Kleiber und Christoph Herrmann-Lingen ihren Einsatz in der psychosomatischen Kardiologie im Universitätsklinikum Göttingen.
Wie Online-Anbieter neue Marktpotentiale erschließen können: Gestaltungsempfehlungen für die virtuelle Kundenberatung
Der Electronic Commerce entwickelt sich erfolgreich. Allerdings registrieren Online-Anbieter häufig eine Vielzahl vorzeitiger Kaufabbrüche und eine geringe Kundenloyalität. "Offenbar gelingt es bisher nur unzureichend, ein anfängliches Informations- oder Kaufinteresse der Kunden in eine positive Kaufentscheidung, geschweige denn eine dauerhaft stabile Kundenbeziehung zu überführen," diagnostiziert Dr. Marcus Koll (Universität Köln).
Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) setzt sich der Anstieg von psychischen Erkrankungen unverändert fort. So ist 2010 nahezu jeder zehnte Ausfalltag auf eine psychische Erkrankung zurück zu führen. Bei der Untersuchung der Krankmeldungen von mehr als 10 Millionen AOK-versicherten Arbeitnehmern zeigt sich: Die Diagnose Burnout (Ausgebrannt) wird von den Ärzten zunehmend dokumentiert. Um nahezu das 9-fache sind die Krankheitstage zwischen 2004 und 2010 wegen Burnout angestiegen. Insbesondere Frauen und Menschen in erzieherischen und therapeutischen Berufen sind von einem Burnout betroffen. "Zeitdruck und Stress nehmen offenbar zu und die Gefahr besteht, dass die Menschen von zwei Seiten gleichzeitig ausbrennen, vom Beruf her und durch familiäre Belastungen", so Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.