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Diabetes Kongress 2012: Wenn Seele und Stoffwechsel gemeinsam leiden

Jeder achte Mensch mit Diabetes leidet an einer Depression, bei jedem fünften liegt eine erhöhte Depressivität vor. Depressionen sind nicht nur für Patienten belastend.Sie stellen eine wesentliche Barriere für eine gute Diabeteseinstellung dar, erhöhen das Risiko für Folgeerkrankungen und verkürzen die Lebenserwartung. Umgekehrt haben stoffwechselgesunde Menschen mit einer Depression ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2. Beide Erkrankungen werden häufig erst spät erkannt. Über neueste Erkenntnisse zu Diabetes und Depressionen diskutieren Diabetologen und Psychologen im Rahmen des Diabetes Kongresses 2012 vom 16. bis 19. Mai 2012 im Internationalen Congresscenter Stuttgart.

Psychologie der Führung: "Lust, das Feuer zu stehlen und zu beherrschen ..."

"Eine ungeschriebene Regel der Führung müsste darin bestehen, dass sich Führungskräfte selber - so redlich wie man überhaupt mit sich selber sein kann - Rechenschaft darüber ablegen, was ihnen Lust an der Führung bereitet und worauf sie setzen könnten, wenn sie ihre Lust auf Führung weiter steigern wollen." Dr. Felix Frei, Psychologe und Star-Consultant in Zürich, empfiehlt in zwei Taschenbüchern mit je 33 "Führungsbriefen" reichlich Reflexion - zugunsten des Befindens und Erfolgs aller Beteiligten.

Synästhesien bei Kindern: Enrico bringt Zahlen und Noten zum Tanzen - ein Fallbesipiel

Wenn der 10-jährige Enrico Geige übt, tanzen Noten und Zahlen durch das Zimmer. Was nach einer kindlichen Phantasiererei klingen mag, ist ein in den Neurowissenschaften anerkanntes Phänomen - Synästhesie. Bei Menschen mit dieser Sonderbegabung löst ein Sinnesreiz ganz ohne ihr Zutun eine weitere Wahrnehmung aus. In Enricos Fall tanzen Noten, anderer Synästhetiker verknüpfen Zahlen, Buchstaben oder Wochentage mit Farben oder finden, dass die Suppe gepunktet schmeckt.

Wer an sich glaubt, versetzt freiwillig Berge: "Selbstwirksamkeit" erhöht Arbeitsleistungen

Wer an sich glaubt und sicher ist, bestimmte Aufgaben gut bewältigen zu können, ist freiwillig bereit, mehr zu arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Team von Bochumer Sozialpsychologen unter der Leitung von Prof. Dr. Hans-Werner Bierhoff. In der Untersuchung stellt sich heraus, dass Mitarbeiter, die bestärkt werden im Glauben an die eigenen Fähigkeiten, stärker motiviert sind, sich für ihre Arbeit zusätzlich zu engagieren. Die Studie ist soeben in der Zeitschrift "Wirtschaftspsychologie" erschienen.

Alles unter Kontrolle?

Die Überzeugung, alles im Leben im Griff zu haben, ist bei den Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Während die einen sich im Arbeitsleben oder privat oft dem Schicksal ausgeliefert fühlen, haben andere das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben und auch Einfluss nehmen zu können. Wovon das abhängt, hat ein Team aus Psychologen der Universitäten Münster, Mainz und Leipzig erforscht. Ihre wichtigste Erkenntnis: Die sogenannte Kontrollüberzeugung verändert sich im Laufe des Lebens, und sie hängt vielfach vom Bildungshintergrund ab.

Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Migranten werden im Asylverfahren zusätzlich traumatisiert

Migranten, die nach Deutschland fliehen, sind häufig traumatisiert. Eine posttraumatische Belastungsstörung lässt sich bei einer großen Zahl objektivieren. Während der - meist langwierigen - Prüfung des Asylantrags erleben die Migranten einen unsicheren Aufenthaltsstatus, der die Krankheit oft deutlich verstärkt. Zu diesem Befund kommt eine Studie der klinischen Psychologen Christian Gerlach und Prof. Dr. Reinhard Pietrowsky (Universität Düsseldorf). Die Details werden in "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" 1/2012 publiziert.

Wirtschaftspsychologie: Je sinnvoller die Aufgabe, desto höher das Arbeitsengagement

Der affektiv-motivationale Zustand des Arbeitsengagements hängt stark von der kognitiven Bewertung der Tätigkeit ab: Ist die Arbeit sinnvoll? Thomas Höge und Tatjana Schnell (Innsbruck) belegen, "dass es sich bei Sinnerfüllung in der Arbeit und Arbeitsengagement um die kognitiv-evaluative und affektiv-motivationale ´Seite einer einzigen Medaille´handelt." Beide Seiten prägen einander, berichten die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe von "Wirtschaftspsychologie".

Neues Internetportal bietet schnelle und unkomplizierte Hilfe bei Essstörungen

Jugendliche und junge Erwachsene mit Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie finden in einem neuen Internet-Portal frühe und unkomplizierte Hilfe: Unter www.proyouth.eu können sie sich über Essstörungen und ihre Folgen informieren, im Selbsttest herausfinden, ob sie gefährdet sind und anonym Kontakt zu Experten aufnehmen. Wissenschaftler der Forschungsstelle für Psychotherapie am Universitätsklinikum Heidelberg haben das Portal im Rahmen des von der EU geförderten Projektes "ProYouth" entwickelt.

Studie zum Prinzip des "Pay-What-You-Want": Lieber gar nicht als zu billig

Beim Prinzip des "Pay-What-You-Want" ("Zahle, was du willst"), kann der Kunde völlig frei über den Preis für eine Ware oder Dienstleistung entscheiden - auch darüber, nichts zu bezahlen. So bot die Rockband Radiohead 2007 ihr Album "In Rainbows" im Internet zum Download an, bezahlt wurde nach Belieben. Erstaunlicherweise zahlten die Fans, und auch nicht wenig. Zwar schaffen es Anbieter nicht immer, mit dem Bezahlsystem ihre Kosten zu decken, aber in manchen Hotels, Restaurants oder Kinos funktioniert Pay-What-You-Want (kurz: PWYW) seit Jahren erfolgreich, denn die wenigsten Kunden entscheiden sich dafür, die in Anspruch genommene Leistung gar nicht zu entlohnen. Warum aber zahlt jemand für etwas, was er auch umsonst haben könnte?

Research links childhood trauma to schizophrenia

Researchers at the University of Liverpool have found that children who have experienced severe trauma are three times as likely to develop schizophrenia in later life. The findings shed new light on the debate about the importance of genetic and environmental triggers of psychotic disorders. For many years research in mental health has focused on the biological factors behind conditions such as schizophrenia, bipolar disorder and psychotic depression, but there is now increasing evidence to suggest these conditions cannot be fully understood without first looking at the life experiences of individual patients.




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