Vermindertes Schmerzempfinden durch mentale Ablenkung: Beteiligung eines Mechanismus im Rückenmark
Ablenkung kann das Schmerzempfinden schwächen - dieses Phänomen ist seit Langem bekannt. Wissenschaftler des Instituts für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE) können jetzt durch eine Studie belegen, dass dies kein rein psychologischer Vorgang ist, sondern auf einem Mechanismus basiert, der bereits auf Rückenmarksniveau einsetzt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit wurden im renommierten Wissenschaftsjournal "Current Biology" veröffentlicht.
Perspektive der Psychologie erweitern: Intentionalität ist mehr als nur absichtsvolles Agieren
Intentionalität bedeutet das Vermögen des Bewusstseins, sich auf etwas zu beziehen. "Die Verwendung des Begriffs ist in weiten Teilen aktueller psychologischer Forschung zu unspezifisch und lässt deshalb Erklärungspotenziale einer intentionalen Analyse ungenutzt. Eine Rückbesinnung auf philosophisch-psychologische Theorien der Intentionalität wäre ein wichtiger Schritt für eine Perspektiverweiterung psychologischer Forschung", postuliert Professor Dr. Armin Stock (Würzburg) in seiner Monografie "Intentionalität und Ideo-Motorik".
Study shows echoes of drug culture in modern music-styles
There is a broad relationship between drug use and different components of music production and musical preferences. It seems evident that there are echoes of drug culture in music, Dr. Alfred Springer (Vienna University) reports. "It is therefore unsurprising that epidemiological research shows up certain patterns of drug use in any group that shares some lifestyle components (including musical preferences).
Forensische Psychiatrie und Psychotherapie: "Salutogenetische Architektur" - ein Beispiel aus dem Maßregelvollzug
Der Bedarf an neuen Einrichtungen im Bereich des Maßregelvollzugs steigt weiterhin und wirft dabei auch die Frage auf, wie diese Neu- bzw. Umbauten hinsichtlich ihres sowohl therapeutischen als auch sichernden Charakters, aber unter Berücksichtigung der Neuordnung der Sicherungsverwahrung, zu konzipieren und auszugestalten sind. Die forensische Psychiatrie unterscheidet sich dabei in vielerlei Hinsicht deutlich von der allgemeinen Psychiatrie: Es geht hier nicht nur um die Behandlung und Resozialisierung der Patienten, sondern auch um die vom Staat legitimierte strafrechtliche Unterbringung. Auch die teils erheblich längere Dauer des stationären Aufenthalts wirkt sich auf die Überlegungen zur Architektur der Gebäude aus.
Depression nach einem Schlaganfall: Die Gabe von Antidepressiva kann Nervenzellen vor dem Absterben schützen
Viele Wochen nach einem leichten Schlaganfall (cerebrale Ischämie) zeigen Mäuse im Tierexperiment vermehrt depressive Verhaltensweisen, wie beispielsweise Ängstlichkeit, Lust- und Freudlosigkeit. Diese depressive Symptomatik nach einem Schlaganfall steht in Zusammenhang mit einem zeitverzögerten Verlust von Nervenzellen im Belohnungssystem des Gehirns. Dies ist das Teilergebnis einer aktuellen Studie, die in der Ausgabe des Fachjournals »Biological Psychiartry« publiziert ist.
Offene Randgruppenszenen in der Stadt: Möglichkeiten und Risiken der Auflösung
Offene Randgruppen-Szenen in Großstädten konzentrieren psychosoziales und ordnungspolitisches Konfliktpotential, häufig verbunden mit Zerstörung und Vermüllung. Der einseitig repressive Ansatz einer "Zerschlagung" derartiger Szenen ist nicht nur inhuman; langfristig verfehlt er auch den gewünschten Erfolg und führt zu einer Verlagerung der Szene, warnt der Drogenspezialist Dr. Horst Bossong. In einer Studie reflektiert er die Problematik u.a. anhand der Erfahrungen in einem Projekt in Essen.
Führungsmotivation: "Es ist viel spannender, wenn ich selbst auf dem heißen Stuhl sitze"
Warum fehlen häufig geeignete Führungskräfte? Eine Arbeitsgruppe der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg hat Expertenperspektiven zum Thema Führungsmotivation untersucht. Ergebnis: "Insbesondere ein ausgeprägtes Machtmotiv sowie ein deutliches Leistungsmotiv werden als basale Motivgrundlagen für die Übernahme von Führungsverantwortung gesehen," berichten Gwen Elprana und KollegInnen in der aktuellen Ausgabe von "Report Psychologie".
Umweltpsychologie: Ökologische Kraftwerke werden auch in unmittelbarer Nachbarschaft akzeptiert
Ein ökologisches Kraftwerk wird von den meisten Bürgern auch dann befürwortet, wenn es in unmittelbarer Nachbarschaft entstehen soll und eventuell Belastungen verursacht. Voraussetzung ist allerdings, dass betroffene Bürger in die Planung einbezogen werden und die eigene Region sowohl ökologisch als auch ökonomisch von dem Projekt profitiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Psychologen Irina Rau, Götz Walter und Jan Zöllner - veröffentlicht in der Fachzeitschrift "Umweltpsychologie".
Wahlprogramme in NRW: SPD lobt sich selbst, CDU pflegt Feindbild, FDP verzichtet auf Sozialpolitik, Piraten schreiben überraschend unverständlich
CDU dogmatisch und angriffslustig, SPD selbstverliebt, FDP ohne Sozialpolitik, Piraten gefährden ihren Transparenzanspruch durch geringe Verständlichkeit: Kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen haben Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim die Wahlprogramme der sechs größten Parteien wissenschaftlich untersucht:
Kinder mit Zwangserkrankung: Tyrannen mit zerstörerischer Kraft
Zwangserkrankte Kinder und Jugendliche tyrannisieren ihre Eltern und Geschwister häufig, indem sie sie zu Zwangshandlungen zwingen. Tätlichkeiten und Körperverletzungen sind keine Ausnahme. Am ehsten ist meist die Mutter betroffen, der Vater bemüht sich oft um Distanz; darunter leiden häufig die Paarbeziehungen, Scheidungen sind häufig. Professor Dr. U. Knölker empfiehlt in diesen Situationen in erster Linie eine Familientherapie.