Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung leidet zeitweilig oder langfristig unter somatoformen Störungen: körperliche Beschwerden, für die die Medizin keine Erklärung oder Therapie anbieten kann. Gelegentlich tritt der falsche Verdacht auf, die Krankheit sei "eingebildet". Doch sie hat verschiedenste Ursachen; somatoforme Störungen fordern eine differenzierte biopsychosoziale Diagnostik heraus, berichten Psychologen in der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin", Schwerpunktausgabe "Somatoforme Störungen - Neuentwicklungen bei Klassifikation, Diagnostik und Modellbildung".