Wirtschaftspsychologie: "Es ist völlig naiv zu glauben, dass ein so komplexes Wirtschaftssystem aus EU und USA mit TTIP nach Zielkriterien zu steuern sei. Man kann komplexe Systeme überhaupt nicht auf langfristige Ziele hin steuern, weil viele Wechselwirkungen verborgen sind, nicht-lineare Einflussprozesse sich den theoretischen Modellen entziehen und unkalkulierbare Einflüsse von außen auftreten... Mit einer Idee eines umfassenden Partnerschaftsabkommens überfordern Politik und Wirtschaft sich und die betroffenen Bürger," formuliert der Sozialpsychologe Prof. Dr. Erich H. Witte (Hamburg) in seinem aktuellen Beitrag zur unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie". Die unwägbaren Gefahren eines TTIP-Abkommens sind deutlich größer als die potentiellen Vorteile. Witte plädiert für pragmatische Harmonisierungen in kleinen, jeweils reversiblen und korrigierbaren Einzelschritten.