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Psychotherapie: Übergriffe psychisch kranker Migranten verhindern

Jede(r) dritte Geflüchtete leidet unter Posttraumatischer Belastungsstörung bzw. schwerer Depression. Doch nur die wenigsten Betroffenen erhalten eine qualifizierte Psychotherapie. Häufig werden sie erst nach einem krankheitsbedingten Übergriff zwangsweise in die Psychiatrie eingewiesen. "Vieles ließe sich verhindern," kritisiert die Psychiatrin Prof. Dr. Meryam Schouler-Ocak (Berlin) im ZEIT-Gespräch. "Wenn Menschen ständig furchtbare Bilder mit sich herumschleppen, damit völlig überflutet und überfordert sind, dann kann es durchaus passieren, dass sie irgendwann ausrasten. Doch darüber wird erst gesprochen, wenn andere verletzt werden. Die Lage ist katastrophal."

Junge PsychotherapeutInnen: Der Weg in den Beruf ist steinig

Der Start für junge PsychotherapeutInnen ins Berufsleben ist häufig deprimierend. Alina Tilner und Gerhard Zarbock berichten in der Fachzeitschrift ´Verhaltenstherapie + Verhaltensmedizin` über eine Onlineumfrage bei BerufsanfängerInnen: Das Stressniveau ist generell hoch, unabhängig vom Therapieverfahren. 22 Prozent der Befragten lassen ein Burnout erkennen. Dieser Befund "korrespondiert mit den Ergebnissen einer qualitativen Studie, in der eine erhebliche und auch gesundheitsgefährdende Beanspruchung durch Finanzknappheit, Ausbildungsanforderungen, Erwerbsarbeit und Familie berichtet wurde."




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