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Leadership Letters: Employees have the right to be led by the boss

Dr. Felix Frei, Psychologist, Consultant and Coach in Zürich, published leadership letters - English plus German in one book. They do not offer a collection of modern recipes of how to lead people correctly either. Instead, they are meant to activate reflection on the topic.

Testosteron macht ehrlicher

Testosteron gilt als das Männlichkeitshormon schlechthin - es steht für Aggression und Imponiergehabe. Wissenschaftler um den Ökonomen Prof. Dr. Armin Falk von der Universität Bonn konnten nun zusammen mit Kollegen der Maastricht University überraschend zeigen, dass das Geschlechtshormon auch soziales Verhalten fördert. In Spielsituationen erwies sich, dass Probanden nach Gabe von Testosteron deutlich seltener logen als Personen die nur ein Placebo erhielten. Die Ergebnisse sind nun in der internationalen Online-Fachzeitschrift der Public Library of Science "PLoS ONE" erschienen.

Beginn der Gestaltpsychologie: Max Wertheimer entdeckte vor 100 Jahren die "Scheinbewegung"

Die Enteckung ist hundert Jahre alt, fundierte die Gestaltpsychologie und bewegt die Forschung bis heute: Max Wertheimer publizierte seine Studie über "Scheinbewegung"; das Phänomen ist nur auf den ersten Blick trivial: Sehen wir die schnelle Abfolge miteinander verknüpfter statischer Einzelbilder, glauben wir, einer Bewegung zu folgen - nach dem Prinzip des Kinofilms. Aus diesem Phi-Phänomen folgte der Hauptlehrsatz der Gestaltpsychologie: "Das Ganze ist verschieden von der Summe seiner Teile."

Psychologen wünschen mehr Praxisbezug und frühere Spezialisierung im Studium

Rückblickend beurteilen Psychologinnen und Psychologen in der Berufspraxis ihre Studienbedingungen überwiegend positiv; der Mittelwert entsprechend Schulnoten beträgt 2,56. Lediglich einen stärkeren Praxisbezug und eine frühzeitigere Spezialisierung hätten sich viele im Studium gewünscht. Diese Ergebnisse einer online-Studie berichten Prof. Dr. Uwe Peter Kanning und Kollegen in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie.

Report Psychologie: Professionelle und faire Eignungsbeurteilung auf der Basis der DIN 33430

In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 20 Millionen berufliche Eignungsbeurteilungen vorgenommen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle sind Psychologen beteiligt, berichtet Diplom-Psychologe Dr. Gerd Reimann (Potsdam) in der aktuellen Ausgabe von "Report Psychologie". Etwa 500 Personaler sind nach der DIN 33430 zertifiziert und können damit eine wissenschaftlich fundierte, faire Kompetenz für ihre Eignungsbeurteilung nachweisen.

Schlaganfall: Viele Patienten verlieren Teile ihrer Verhaltenskontrolle

Nach einem Schlaganfall können Schädigungen der vorderen Anteile des Stirnhirns eine exekutive Verhaltenskontrolle behindern. Schweregrad und Symptomatik variieren massiv; doch meist ist nach einem Schlaganfall eine regelrechte und zielführende Verhaltenskontrolle teils oder gänzlich abhanden gekommen. "Die Folge ist, dass soziale Regeln unbeachtet bleiben, vorausschauendes Denken und Handeln verunmöglicht werden und Verhaltensweisen selten intrinsisch motiviert und zielgerichtet sind, sondern häufig von zufälligen Gegebenheiten der momentanen Umweltsituation determiniert werden," fanden Dr. Bruno Kopp und Kollegen (Braunschweig) in einer Studie mit Patienten nach Schlaganfall.

"Rausch" ohne Ende: Relaunch mit Glücksspielsucht

Als der Neuland-Verlag aufgelöst wurde, drohte der Exitus seiner zwei Jahre jungen Zeitschrift "Rausch". Inzwischen erscheint sie relauncht und fusioniert mit der traditionsreichen "Wiener Zeitschrift für Suchttherapie" (Pabst Science Publishers). "Die Paarung - so inkompatibel sie auf den ersten Blick erscheinen mag - ist schlüssig: Beide Journale sind einem biopsychosozialen Fokus verpflichtet - und unabhängig," kommentiert Verleger Wolfgang Pabst.

Erweiterung zum Gesetz nach Murphy: Eine Null kann ein Problem verzehnfachen

"Die Summe der Intelligenz auf der Erde bleibt konstant, nur die Bevölkerungszahl wächst", eruierte David Wechsler. Howard Gardner münzte es in eine Empfehlung um: "Unterstellen Sie keine Verschwörung, wenn Dummheit als Erklärung ausreicht." Daran anknüpfend identifiziert Dr. Dieter Schmelzer (Nürnberg) Murphys Gesetz als Grundprinzip der Psychologie. Er legt seine Studie in der Festschrift für Prof. Dr. Hans Reinecker (Bamberg) vor.

Rituelle Gewalt: Pervertierte Sekten programmieren ihre Opfer zu Tätern

Die Aufklärungsquote bei ritueller Gewalt ist konstant minimal. Angehörige betroffener Pseudosekten programmieren ihre Kinder von Anfang an. Erfolgreich wird die langjährige Manipulation "durch Lernprozesse in der Ideologie der Gruppe, verschiedene Schritte im Aufstieg in der Hierarchie, gezielte soziale Isolation gegenüber der Gesellschaft, Fehlinformationen zur Gesellschaft und gruppeninterne gegenseitige Kontrollen," berichtet Claudia Fliß (Bremen) in ihrem "Handbuch Rituelle Gewalt". Die Diplompsychologin betreut ehemalige Opfer ritueller Gewalt.

Geld in Paarbeziehungen - Finanzen sind ein konfliktträchtiges Thema zwischen Mann und Frau

Wenn sich Männer und Frauen in Paarbeziehungen über Geld streiten, hängt dies meist damit zusammen, dass sie sich unbewusst mit den monetären Konflikten in ihren Herkunftsfamilien auseinandersetzen. "Der Geldstil, den sie in ihrer Beziehung zu realisieren suchen, wird in ihrer lebensgeschichtlichen Vergangenheit vorbereitet. In dieser Zeit kommt es zu Identifikationen und Gegenidentifikationen mit den Geldbotschaften, die ihnen ihre Eltern und andere signifikante Bezugspersonen vermittelt haben", konstatiert der Frankfurter Sozialpsychologe Prof. Dr. Dr. Rolf Haubl in seinem Beitrag in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazin Forschung Frankfurt.




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