Schlüssel verlegt? Namen vergessen? Stoppschild übersehen? Wer häufig unter solchen Schusseligkeiten leidet, hat nun eine Erklärung dafür: Psychologen der Universität Bonn haben jetzt einen Zusammenhang zwischen dem Gen "DRD2" und solch alltäglichen Aussetzern nachgewiesen. Wer über eine bestimmte Variante dieses Gens verfügt, lässt sich leichter ablenken und erlebt signifikant häufiger Momente, die mangelnder Aufmerksamkeit geschuldet sind. Die Wissenschaftler berichten voraussichtlich in der Mai-Ausgabe der "Neuroscience Letters" über ihre Ergebnisse, die bereits jetzt online vorab verfügbar sind.
Brain mapping confirms patients with schizophrenia have impaired ability to imitate
According to George Bernard Shaw, "Imitation is not just the sincerest form of flattery - it's the sincerest form of learning." According to psychologists, imitation is something that we all do whenever we learn a new skill, whether it is dancing or how to behave in specific social situations.
Children's preferences for sweeter and saltier tastes are linked to each other
Scientists from the Monell Chemical Senses Center have found that children who most prefer high levels of sweet tastes also most prefer high levels of salt taste and that, in general, children prefer sweeter and saltier tastes than do adults. These preferences relate not only to food intake but also to measures of growth and can have important implications for efforts to change children's diets.
Führen Stresshormone zu verstärktem Mitgefühl? Charité-Wissenschaftler untersuchen Einfluss von Stresshormonen auf das Empathie-Empfinden
In einer aktuellen Studie zeigen Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin, dass die Stimulation eines bestimmten Stresshormon-Rezeptors im Gehirn ein erhöhtes Maß an Mitgefühl erzeugt. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Neuropsychopharmacology* veröffentlicht.
Stress steigert die Leistungsfähigkeit und hilft dem Körper, Höchstleistungen zu erbringen. Schädlich wird Stress allerdings, wenn er zum Dauerzustand wird. Welche Hormone dabei eine entscheidende Rolle spielen, wie sie eigene Kreisläufe in Gang setzen und wie man die Symptome von chronischem Stress behandeln kann, diskutieren Mediziner auf dem 57. Symposium der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) in Dresden.
Neurophysiologische Methoden helfen, wenn Medikamente versagen: Mit Elektrotherapie gegen Suizid-Kopfschmerzen und Migräne
Schmerzen, Übelkeit, Lichtempfindlichkeit - Migräne ist mehr als ein bisschen Kopfweh. Betroffene sprechen von einem "Gewitter im Kopf". Weil bei einem Teil der Patienten herkömmliche Schmerztherapien versagen, suchen Neurophysiologen nach neuen Wegen bei der Behandlung. Einer davon: die Stimulation bestimmter Nerven im Kopf- und Halsbereich mit Strom. Ein chirurgischer Eingriff ist dabei nicht immer notwendig.
Suchttherapie: Versöhnung mit der Sucht kann die Scham lindern
Beschämung und Scham können den Konsum psychoaktiver Substanzen auslösen und damit die Scham vertiefen, also eine sich selbst verstärkende Dynamik in Richtung Sucht vorantreiben. Schamgefühle sind in der Entwicklung der Sucht ein häufiger und häufig verkannter Treiber, berichtet Dr. Kathrin Grechenig in der aktuellen Ausgabe von "Rausch - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie". "Im therapeutischen Prozess geht es vor allem darum, die Scham als solche zu identifizieren und die unterschiedlichen Auslöser und Schamqualitäten zu differenzieren, um dadurch schützende Funktionen der Scham zu würdigen und andererseits auch das Leiden an der Scham zu verringern."
Freiburger Forschungsteam kartiert erstmals Grenze zwischen zwei wichtigen Hirnbereichen
Tief im menschlichen Gehirn liegen zwei kleine, aber wichtige Strukturen dicht zusammen: Die Amygdala spielt eine entscheidende Rolle, wenn es um Gefühle geht, der Hippocampus ist eine Schaltzentrale für das Gedächtnis. Wegen ihrer geringen Größe waren bislang diese Hirnbereiche beim lebenden Menschen schwer auseinanderzuhalten - die Amygdala ist gerade einmal so groß wie ein Mandelkern. Besonders die Grenze zwischen ihnen konnte mit bildgebenden Verfahren nicht dargestellt werden, weil die räumliche Auflösung nicht ausreichte, um die Grenzregion zwischen beiden darzustellen. Dank des Einsatzes eines Hochleistungs-Kernspintomografen konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Freiburg und Magdeburg nun erstmals die Grenze zwischen Amygdala und Hippocampus kartieren. Dies berichtet das Team um Dr. Tonio Ball vom Bernstein Center Freiburg und dem Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools der Universität Freiburg in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Human Brain Mapping"....
Der Körper eines Menschen besteht aus Fleisch und Knochen. Die menschlichen Sinne liefern dem Gehirn ständig Informationen, die diese einfache Tatsache bestätigen. Die Neurowissenschaftlerin Irene Senna vom Exzellenzcluster CITEC der Universität Bielefeld zeigt zusammen mit Kollegen, dass diese Körperwahrnehmung nicht selbstverständlich ist. In der gestern (12.03.2014) erschienenen Ausgabe des internationalen Forschungsmagazins PLOS ONE stellt das Team eine Körperillusion vor, die demonstriert, wie Menschen ihre Annahmen darüber ändern, aus welchem Material ihre Hand besteht.
Erinnerung ist ein dynamischer und zuweilen geradezu kreativer Prozess: Was aus dem Gedächtnis abgerufen wird, kann sich deutlich von dem unterscheiden, was ursprünglich abgespeichert wurde. Wissenschaftler der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Christian Plewnia von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie haben zusammen mit Kollegen der Universität Bielefeld die Rolle eines bestimmten Bereichs der Großhirnrinde bei der Formung von Erinnerungen untersucht. Dabei ließen sie freiwillige Probanden unter dem Einfluss schwacher, über den Schädel angelegter Stromreize in einem ausgeklügelten Test bekannte von erstmals präsentierten Bildern unterscheiden und maßen ihre Leistungsfähigkeit. Während sich die Rate der richtig als bereits bekannt eingeordneten Bilder kaum beeinflussen ließ, modulierte Strom mit unterschiedlicher Richtung (Polarität) die Rate der fälschlich als bekannt eingestuften Bilder deutlich. Diese Ergebnisse geben den Forschern neue Einblicke in die komplexe Funktionsweise der Speicherung und des Abrufs von Erinnerungen. Auch für die potenzielle Anwendung dieses elektrischen Stimulationsverfahrens bei neuropsychiatrischen Störungen liefert die Studie Anhaltspunkte....