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Getroffene Auswahl

Die Psychologie der Essattacken

Bis zu drei Prozent der Erwachsenen leiden hierzulande darunter. Offiziell ist sie seit 2013 als psychische Erkrankung anerkannt. Dennoch weiß man bisher nur wenig über ihre neurowissenschaftlichen Grundlagen: Die Binge-Eating-Störung, die häufigste Essstörung überhaupt, bei der die Betroffenen unter regelmäßigen Essanfällen leiden. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben nun herausgefunden, dass Betroffene unter generellen Entscheidungsschwierigkeiten leiden, auch unabhängig vom Essen. Das spiegelt sich auch in ihrer Hirnaktivität wider.

Die Mehrzahl der Sexualstraftäter ist nicht psychisch krank

Sexualstraftaten lösen in der Bevölkerung große Betroffenheit aus. Viele Menschen gehen davon aus, dass die Täter psychisch krank sind. Dabei zeigt die Statistik ein anderes Bild: Die Taten werden in den meisten Fällen von psychisch gesunden Personen begangen. Auf dem DGPPN Kongress 2016 in Berlin beschäftigen sich heute renommierte forensische Psychiater mit den Tätertypologien von Sexualdelikten. Sie rufen zu einem differenzierten Umgang mit dem Thema in der Öffentlichkeit und den Medien auf.

Wirtschaftspsychologie: Langfristvergütung bei deutschen Vorständen könnte nachhaltiger sein

Wirtschaftspsychologie: Die Vorstands-Boni in Deutschland sind bisher nur unzureichend an den langfristigen Unternehmenserfolg geknüpft. Zu diesem Schluss kommt die neue Vergütungsstudie der Beratungsgesellschaft PwC in Kooperation mit der Frankfurter Goethe-Universität. Zwar handelt es sich bei rund 60 Prozent der Gesamtvergütungen für Dax- und MDax-Vorstände um leistungsabhängige Zahlungen - von denen wiederum mehr als die Hälfte langfristig ausgerichtet sind. Allerdings basieren die meisten dieser sogenannten "Long Term Incentives" auf Cash- statt auf Aktienplänen. Das heißt: Mit der Auszahlung entkoppelt sich der Bonus automatisch von der Geschäftsentwicklung.

Wie erfolgreich sind OPs bei Epilepsien?

Medikamente bleiben bei rund einem Drittel der Epilepsiepatienten wirkungslos. Dann ist die chirurgische Entfernung des Anfallsherdes ein möglicher Weg. Allerdings lässt sich schwer vorhersehen, ob eine Operation tatsächlich zu einer Besserung führt. Ein internationales Forscherteam hat mit Hilfe der Diffusions Tensor Bildgebung zwei Gehirnregionen entschlüsselt, anhand derer sich die Erfolgsaussichten einer OP genauer als bisher vorhersagen lässt. Die Wissenschaftler stellen ihre Ergebnisse nun im renommierten Fachjournal "Brain" vor.

Etwa jeder achte Autofahrer ist durch eine Nebentätigkeit abgelenkt: viel telefonieren, wenig trinken

Viele Autofahrer neigen zu Multitasking. In einer Studie beobachteten Psychologen insgesamt fast 12.000 Fahrer und sahen, dass 8,4 Prozent telefonieren. Mark Vollrath und Kollegen (Braunschweig) berichten über ihre Ergebnisse im Abstractband zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie 2016.

Wirtschaftspsychologie: Mit Paranoia an die Spitze

Wirtschaftspsychologie: Paranoia fördert den beruflichen Aufstieg. Das ist das Ergebnis einer Studie von Dr. Niels Van Quaquebeke, Professor an der Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg. Dass hohe Misstrauen anderen gegenüber und die damit einhergehende ständige Aufmerksamkeit auf potentiell unvorteilhafte Situationen helfen paranoiden Menschen, in Unternehmen nach oben zu kommen.

Hirnforschung mit Kino: Was macht das Hirn in Alltagssituationen? Open Minds mit Open Science

Michael Hanke von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Jörg Stadler vom LIN Magdeburg haben sich der Idee von "Open Science" verschrieben. Statt wie viele andere Wissenschaftler ihre aufwändig und teuer erhobenen Forschungsdaten unter Verschluss zu halten und allein auszuwerten, beleben sie mit ihrem weltweit einzigartigen Hirn-Datensatz für Alltagskognition, dem "studyforrest-Projekt", die internationale Hirnforschung.

Wirtschaftspsychologie: In Großraumbüros mehr Stress und weniger Leistung

Großraumbüros verstärken die Zahl psychosozialer Stressoren. Die Schädigung von Gesundheit und Arbeitsleistung ist deutlich wirkungsvoller als Vorteile einer gelegentlich besseren Kommunikation. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von PD Dr. Britta Herbig und Kolleginnen (München) - veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe der unabhängigen Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie.

Seelisch Kranke mit Intelligenzminderung werden selten therapiert

Fast eine Million Menschen mit Intelligenzminderung in Deutschland sind seelisch krank. Sie werden zum großen Teil weder psychiatrisch, noch psychotherapeutisch adäquat diagnostiziert und behandelt, kritisiert Dr. Knut Hoffmann, stellvertretender Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Bochum (RUB). Seine Analyse erschien in dem aktuellen Fachbuch "Ethische Entscheidungssituationen in Psychiatrie und Psychotherapie".

Mathematische Algorithmen berechnen soziales Verhalten

Lange Zeit galt die mathematische Modellierung sozialer Systeme und Dynamiken als Science Fiction. Doch menschliches Verhalten berechnen und damit beeinflussen zu können, ist auf dem besten Weg Realität zu werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) entwickeln gerade die passenden Werkzeuge dafür. Mit ihnen lassen sich Szenarien berechnen, um die Sicherheit bei Großveranstaltungen zu erhöhen oder Evakuierungen effizienter zu gestalten.




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