Maschinen können bald moralisches Verhalten von Menschen imitieren - Neue Studie vorgelegt
Autonome selbstfahrende Autos sind die erste Generation von Robotern, die den alltäglichen Lebensraum mit uns teilen. Deshalb ist es unabdingbar, Regeln und Erwartungen an autonome Systeme zu erarbeiten, die definieren, wie sich solche Systeme in kritischen Situationen verhalten sollen. Das Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück hat nun eine Studie in Frontiers in Behavioral Neuroscience (http://journal.frontiersin.org/article/10.3389/fnbeh.2017.00122/full) veröffentlicht, die zeigt, dass menschlich-ethische Entscheidungen in Maschinen implementiert werden können und autonome Fahrzeuge bald moralische Dilemmata im Straßenverkehr bewältigen.
Ob eine Schülerin oder ein Schüler im Unterricht "was zu lachen hat" (oder eben nichts), hängt so, wie man diese Redensart gemeinhin versteht, sicher von jeweils vielen verschiedenen Faktoren ab. Ganz unabhängig davon wird im Unterricht von StR. Ulaṣ Incedal am Hariolf-Gymnasium in Ellwangen an der Jagst immer viel gelacht - allein deshalb schon, weil für den Gemeinschaftskundelehrer der Humor in den Unterricht gehört wie das Salz in die Suppe. Gerne war Incedal deshalb bereit, bei einem Experiment des Augsburger Lehrstuhls für Psychologie mitzumachen. Bei diesem Experiment geht es darum, die in mehreren Vorstudien gewonnene Annahme zu bestätigen, dass Humor, wenn er von der Lehrerin oder vom Lehrer richtig eingesetzt wird, den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler fördert.
"Der erste Suchtmittelkontakt ereignet sich bei jungen Männern häufig in Cliquen mit anderen jungen Männern. Der Konsum dient der Demonstration von Männlichkeit und der Regulierung von Emotionen. Eine Erklärung oder Rechtfertigung des Konsums ist für Männer oft nicht nötig, da es sich bei der Beschreibung des Konsums um ´Heldengeschichten´ handelt. Die häufige Verklärung dieser Erfahrungen liegt oft daran, dass dies die einzigen ´Heldengeschichten´ sind," berichtet der Suchttherapeut Dr. Arnulf Vosshagen (Essen) in seinem Beitrag zum aktuellen Fachbuch "Geschlecht und Sucht".
40 Prozent der Grundschullehrer sind müde und erschöpft: Lärm, fehlende Erholung und schwierige Schüler belasten Lehrkräfte
Stress belastet viele Lehrkräfte in Grundschulen: Vier von zehn Lehrern sind dauermüde und erschöpft. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Zentrum für Prävention und Sportmedizin der Technischen Universität München im Auftrag der DAK-Gesundheit durchgeführt hat. Ein Viertel leidet häufig an Nacken- oder Rückenschmerzen. Außerdem beeinträchtigen Schlafstörungen, Nervosität und Kopfschmerzen viele Lehrkräfte (17, 15 und 13 Prozent). Im Schulalltag belasten vor allem Lärm, fehlende Erholungspausen und Auseinandersetzungen mit schwierigen Schülern die Gesundheit der Lehrer.
Forensische Psychiatrie: Wie die Menschenwürde im Strafvollzug und Maßregelvollzug missachtet wird
Forensische Psychiatrie: "Würde die Beachtung von Würde den Maßregelvollzug verändern (müssen)?" fragt Dr. Heinz Kammeier. In der aktuellen Ausgabe von "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie" stellt er die gesetzlich verbrieften Patienten-Rechte dem realen Maßregelvollzug gegenüber und konstatiert, dass Rechte regelmäßig verweigert werden.
Psychotherapie: Intrinsische Religiosität ist eine heilsame Ressource
Psychotherapie: Religiöse Menschen sind seltener seelisch oder körperlich krank. Sie begehen seltener Suizid. Religiosität kann einen wertvollen Beitrag zur Gesundheit leisten und sollte daher in die Psychotherapie integriert werden, wenn Klienten dafür offen sind. Professor Dr. Andreas Broocks und Dr. Annette Haar erläutern diesen Vorschlag mit einem Zitat von Viktor Frankl: "Ärztliche Seelsorge ist kein Ersatz für Religion, sondern kann diese ergänzen. Sie soll weltanschaulich nicht bevormunden oder die Richtung der Sinnsuche vorgeben."
Sexueller Missbrauch im Sport: häufig und tabuisiert
Am Wochenende hat in Frankfurt am Main die bislang erste Anhörung von Betroffenen sexualisierter Gewalt im Sport stattgefunden. Das Hearing wurde von der Deutschen Sporthochschule Köln im Rahmen des von der EU geförderten Projektes VOICE in Kooperation mit der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) sowie dem Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) Bundesverband e.V. durchgeführt.
Ehrlichkeit spielt im sozialen und wirtschaftlichen Leben eine zentrale Rolle. Ohne sie werden Versprechen nicht eingehalten, Verträge nicht erfüllt oder etwa Steuern nicht bezahlt. Trotz dieser gesellschaftlichen Bedeutung sind die biologischen Grundlagen der Ehrlichkeit kaum bekannt. Nun zeigen Forscher der Universität Zürich gemeinsam mit Kollegen aus Chicago und Boston, dass ehrliches Verhalten durch Hirnstimulation verstärkt werden kann. Sie weisen den Prozess des Abwägens zwischen Ehrlichkeit und materiellem Eigeninteresse im rechten präfrontalen Kortex nach.
Forschende der Universität Zürich und der ETH Zürich zeigen erstmals den kausalen Zusammenhang, weshalb der Tiefschlaf wichtig ist für die Lernfähigkeit des Gehirns. Sie haben eine neue, nicht-invasive Methode entwickelt, um den Tiefschlaf des Menschen gezielt zu beeinflussen.
Wissenschaftler entschlüsseln das "perfekte Selfie"
Selfies sind zu einer alltäglichen Gewohnheit geworden. Stars und Blogger setzen sich mit Selbstportraits gekonnt in Szene. Doch wie muss man ein Selfie aufnehmen, um zum Beispiel attraktiv, schlank oder sympathisch zu wirken? Dies hat eine aktuelle Studie von Psychologen der Universität Bamberg untersucht. Tobias Schneider und Prof. Dr. Claus-Christian Carbon vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie analysierten, welche Kamerapositionen bei einem Selfie die Wahrnehmung von Persönlichkeitseigenschaften beeinflussen. Carbon ist auf das Gebiet der Wahrnehmungspsychologie spezialisiert.