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Psychische Erkrankungen machen Betroffene unzufriedener als körperliche Gebrechen

Kaum eine Situation macht Menschen unzufriedener mit dem Leben als eine psychische Erkrankung. Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des renommierten britischen Wohlfahrtsökonomen Richard Layard, der das Wellbeing Programme am Centre for Economic Performance der London School of Economics and Political Science leitet. Demnach tragen in Australien, Deutschland und Großbritannien psychische Erkrankungen weit stärker zum Unglück von Menschen bei als körperliche Gebrechen. Und im Vergleich zu körperlichen Gebrechen beeinflussen Arbeitslosigkeit und Einkommen die Lebenszufriedenheit weniger.

Sicherheits- und Vermeidungsverhalten führt oft zu sexuellen Funktionsstörungen

Etwa ein Viertel der Frauen und zehn Prozent der Männer leiden unter sexuellen Funktionsstörungen. Ähnlich wie bei Angststörungen spielen häufig "Sicherheits- und Vermeidungsverhaltensweisen" eine wesentliche Rolle, berichten Diplompsychologin Eva Frank und Kollegen (Frankfurt) in der Fachzeitschrift Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin". Die Therapeuten skizzieren in diesem Kontext erstmals erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten der sexuellen Funktionsstörung.

Ungehörter Wunsch: Vier von zehn Arbeitnehmern würden für zeitliche Freiräume auf Geld verzichten

43 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland können es sich vorstellen, in Teilzeit zu arbeiten und dafür auf Geld zu verzichten. Unter den Führungskräften wäre fast jeder Dritte dazu bereit, für mehr zeitlichen Freiraum finanzielle Abstriche in Kauf zu nehmen. Bei vielen Unternehmen stoßen diese Wünsche aber noch auf wenig Gehör. Das sind Ergebnisse einer Umfrage der Personalberatung Rochus Mummert. Mehr als 1.000 Arbeitnehmer wurden dafür befragt.

Drogen- und Alkoholexzesse zerstörten Jim Morrisons kreatives Potential

Der exzessive Konsum von Alkohol und Drogen hat bei Musikerlegende und "The Doors"-Frontmann Jim Morrison in relativ kurzer Zeit zu einem Verlust seiner Kreativität geführt, statt diese zu befördern. "Beeinträchtigt war vor allem seine Fähigkeit, kreative Eingebungen auszuarbeiten und umsetzen", sagt der Psychotherapeut und Kreativitätsforscher Prof. Dr. Rainer M. Holm-Hadulla von der Universität Heidelberg. Nach den Worten des Wissenschaftlers muss der Alkohol- und Drogenkonsum unter Musikern als ein "Peer-Group-Phänomen" begriffen werden, das bei den Künstlern selbst, aber mehr noch bei ihren Fans die Illusion bedient, ohne konzentrierte Arbeit schöpferische Leistungen vollbringen zu können. Die Ergebnisse der psychologischen Fallstudie von Prof. Holm-Hadulla wurden in der Fachzeitschrift "Psychopathology" veröffentlicht.

Ständige Erreichbarkeit: Mit Zeit der Beschäftigten wertschätzend umgehen

Anrufe oder Mails vom Chef nach Feierabend oder im Urlaub sind längst kein Problem von Führungskräften mehr. Etwa jeder zweite Beschäftigte erledigt manchmal Berufliches auch außerhalb der regulären Arbeitszeit. Mit dem Bericht "Die Auswirkungen arbeitsbezogener erweiterter Erreichbarkeit auf Life-Domain-Balance und Gesundheit" fasst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den aktuellen arbeitswissenschaftlichen Kenntnisstand zum Thema "ständige Erreichbarkeit" zusammen. Er macht deutlich, dass moderne Kommunikationsmittel Fluch und Segen zugleich sein können.

DGPM: Depressionen bei Männern oft unerkannt

Männer erkranken genauso häufig an Depressionen wie Frauen, jedoch äußern sich bei ihnen andere Symptome. Eine aktuelle Studie widerlegt damit das vorherrschende Bild, dass Frauen anfälliger für die psychische Erkrankung seien. Nicht nur Traurigkeit oder vermehrtes Weinen zeichnen die Depression beim Mann aus. Viel mehr berichten Männer auch über Aggressionen und gesteigerte Risikobereitschaft. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) erhofft sich von der Studie einen Anstoß zum Überdenken traditioneller Diagnosekriterien und einen offeneren Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Männern.

Forscher finden weiteres Puzzlestück der Alzheimer-Erkrankung

Ein deutsch-amerikanisches Forscherteam hat dem Ursachenbild der Alzheimer-Erkrankung einen weiteren Mosaikstein hinzugefügt. Demnach spielt ein Protein mit dem Namen "Spastin" eine bislang ungeahnte Rolle: Spastin kann die Versorgungsleitungen im Inneren von Nervenzellen kappen, infolgedessen sterben sie ab. Daher könnten Wirkstoffe, die dieses Protein gezielt eindämmen, den Krankheitsverlauf möglicherweise günstig beeinflussen.

Stiefeltern sind nicht immer böse

Anders als bisher geglaubt, behandeln Eltern Stiefkinder nicht prinzipiell schlechter als ihre eigenen. Bislang waren viele Forscher vom so genannten "Aschenputtel-Effekt" ausgegangen: Demzufolge sorgen Eltern zwangsläufig schlechter für Stiefkinder, weil sie nicht ihre Gene verbreiten. Forscher des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) in Rostock entdeckten nun eine wichtige Ausnahme: Gibt es Aussicht auf steigenden Wohlstand im Lebensumfeld der Eltern, geht es dem fremden Nachwuchs genau so gut wie dem eigenen. Damit hängt die Fürsorge der Eltern von mehr ab als von der biologischen Verwandtschaft.

Psychologie: No risk, no fun?

Scheuen Sie Risiken oder setzen Sie gerne alles auf eine Karte? PsychologInnen der Universität Wien zeigen, dass die linke Gehirnhälfte die Vor- und Nachteile in riskanten Entscheidungen rational abwägt, während die rechte verführerische oder ängstliche Impulse kontrolliert.

Hirnstimulation beeinflusst Einhaltung von Normen

Neuroökonomen der Universität Zürich haben eine spezifische Hirnregion lokalisiert, die die Einhaltung sozialer Normen steuert. Sie entdeckten, dass die Befolgung sozialer Normen vom Wissen über die Norm unabhängig ist und durch Gehirnstimulation verstärkt werden kann.




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