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Sicherheits- und Vermeidungsverhalten führt oft zu sexuellen Funktionsstörungen

Etwa ein Viertel der Frauen und zehn Prozent der Männer leiden unter sexuellen Funktionsstörungen. Ähnlich wie bei Angststörungen spielen häufig "Sicherheits- und Vermeidungsverhaltensweisen" eine wesentliche Rolle, berichten Diplompsychologin Eva Frank und Kollegen (Frankfurt) in der Fachzeitschrift Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin". Die Therapeuten skizzieren in diesem Kontext erstmals erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten der sexuellen Funktionsstörung.

"Wie andere psychophysiologische Symptome auch können sexuelle Symptome dazu beitragen, die psychische Balance aufrecht zu erhalten. So können Angst vor dem eigenen Versagen, Gewissensängste, verdrängte Wünsche, sexuelle Gewalterfahrungen, religiöse Einstellungen dazu führen, dass die sexuelle Funktion aufgegeben wird und die sexuelle Funktionsstörung somit als Schutz vor einem aversiven, konflikthaften Erleben der Sexualität dient."

"Häufig berichten betroffene Personen von Verhaltensweisen vor oder während dem Sexualakt, mit deren Hilfe sie verhindern wollen, dass bestimmte Befürchtungen eintreten. So berichten beispielsweise Männer, die unter Erektionsstörungen leiden, oftmals, dass sie während der sexuellen Aktivität versuchen, sich stark auf die Erektion zu konzentrieren oder dass sie sich im Vorfeld selbst stimulieren, um eine Erektion zu bekommen." Solche Verhaltensweisen zeigen sehr häufig ein starkes Sicherheitsverhalten, das eine optimale Erektion verhindert.

"Der negative Prozess bestehend aus negativen Erwartungen, erhöhter Selbstaufmerksamkeit, Sicherheitsverhalten führt somit zu einer Zementierung der Problematik..."  Ein wichtiger Teil der Behandlung "besteht darin, das Vermeidungsverhalten des Paares aufzubrechen und ein vorsichtiges Experimentieren mit der eigenen und der partnerschaftlichen Sexualität in Gang zu bringen. Dazu gehört auch, das Sicherheitsverhalten aufzubrechen ...

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