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Standpunkt: Gefahren der digitalen Revolution

Mit der digitalen Revolution, im Rahmen derer alle analogen Vorläufermedien im Großmedium des Cyberspace konvergieren, tritt erstmalig eine Medienabhängigkeit von klinischem Ausmaß in Erscheinung, die sowohl die Psychotherapeutische Medizin als auch die Geisteswissenschaften in zunehmendem Maße beschäftigt. Man geht davon aus, dass mindestens eine halbe Million der Deutschen zwischen 14 und 64 Jahren unter einer Internetabhängigkeit leidet. Der psychosomatischen Forschung kommt die Aufgabe zu, die rasanten Entwicklungen und Einflüsse der digitalen Revolution auf den Menschen und seine physische Existenz im besten Sinne kritisch zu begleiten.

Frühgeborene besonders empfänglich für Umwelteinflüsse - Konkurrierende Entwicklungsmodelle im Test

Frühgeborene sind empfänglicher für Umwelteinflüsse als reif geborene Kinder. Eine einfühlsame Erziehung ermöglicht es ihnen zum Beispiel, Defizite im schulischen Bereich aufzuholen, aber nicht, besser zu werden als reif geborene Kinder. Mit diesem Ergebnis bestätigt ein internationales Psychologenteam das sogenannte Diathesis-Stress-Modell der Entwicklung. Die Forscher berichten im "Journal of Child Psychology and Psychiatry".

Was passiert im Gehirn, wenn wir die Tür aufschließen?

Sie können ihre Jacke nicht zuknöpfen oder haben Schwierigkeiten, den Schlüssel ins Schloss zu stecken: Diese Menschen leiden unter Apraxie. Bei ihnen sind motorische Handlungen gestört - beispielsweise nach einem Schlaganfall. Münchner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben jetzt die Gehirnareale untersucht, die für die Planung und Ausführung komplexer Handlungen verantwortlich sind. Dabei stellten sie fest, dass es im Gehirn ein spezifisches Netzwerk für den Gebrauch von Werkzeugen gibt. Die Arbeit ist im Journal of Neuroscience erschienen.

Experimental study found: Lesbian judged more competent than a heterosexual woman

A new experimental study found that "there are conditions under which lesbians - a group often stereotyped negatively - are less susceptible to invoking negative female stereotypes than heterosexual women are."

Psychologie in der Gynäkologie: Multifaktorielle Ursachen der Unterbauchschmerzen erkennen und vermitteln

Psychologie in der Gynäkologie: Etwa 15 Prozent der Frauen leiden an chronischen Unterbauchschmerzen - besonders häufig in jüngerem Lebensalter. Die Ursachen können in somatischen Erkrankungen oder psychosozialen Faktoren liegen, evtl. auch in einer Kombination aus beidem. Daher ist es wichtig, dass Arzt und Patientin bereits von Beginn der Diagnostik an die verschiedenen Krankheitsmodelle ernsthaft im Auge behalten, empfiehlt Professorin Dr. Mechthild Neises (Aachen) in ihrem Beitrag zum aktuellen Reader "Psychologie in der Gynäkologie".

Private Homepages im Netz: Narzissmus und Eitelkeit sind selten

Private Homepages werden meist von jungen Männern ins Netz gestellt. Der Bildungslevel liegt über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Nur in Ausnahmefällen ist eine ausgeprägt narzisstische Eitelkeit erkennbar. Meist gibt sich die Person eher zurückhaltend introvertiert, beobachten Professorin Dr. Astrid Schütz und Kollegen in einer Studie.

Bundesweit erste Beratungsplattform für Senioren und Seniorinnen geht am 1. Oktober online

Die bundesweit erste regionale Online-Beratungsplattform für Seniorinnen und Senioren wird am 1. Oktober in Hildesheim freigeschaltet. Dabei handelt es sich um ein durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt, das jetzt modellhaft in der Region Hildesheim getestet wird.

Die Persönlichkeit ändert sich im hohen Alter stärker als bisher angenommen

Im hohen Alter verändert sich nach den Erkenntnissen einer deutsch-amerikanischen Untersuchung die Persönlichkeit der Menschen noch einmal ähnlich stark wie im jungen Erwachsenenalter. Das ist eines der zentralen Ergebnisse einer Studie auf Basis der Langzeitstudien "Sozio-oekonomisches Panel" (SOEP) und "Household Income and Labour Dynamics in Australia" Survey (HILDA Survey). "Unsere Studie widerlegt die unter Psychologen vorherrschende Ansicht, dass sich die Persönlichkeit im Laufe des Lebens immer stärker stabilisiert", sagt die Psychologin Jule Specht von der Freien Universität Berlin, eine der Autorinnen und Autoren.

Tiefeninterview: einfacher und effektiver im Entscheidungsorientierten Gespräch (EOG)

Tiefeninterviews nach den Regeln des Entscheidungsorientierten Gesprächs (EOG) beachten psychische Gesetzmäßigkeiten; dadurch werden Tiefeninterviews lebendiger, informativer und weniger belastend für alle Beteiligten. Professor Dr. Karl Westhoff und Kollegen (TU Dresden) haben die Charakteristika des Entscheidungsorientierten Gesprächs untersucht und in einem Handbuch übersichtlich dargestellt.

Fast jedes zweite Kind erlebt elterliche Gewalt - Kinder- und Jugendhilfe kann zusätzlich traumatisieren

Fast jedes zweite Kind in Deutschland erlebt - zumindest gelegentlich - körperliche oder emotionale Vernachlässigung. Mehr als zehn Prozent der Kinder werden körperlich, mehr als sechs Prozent emotional extrem vernachlässigt, berichtet Professor Dr. Günther Deegener in seiner Dokumentation "Risiko- und Schutzfaktoren des Kinder- und Jugendhilfesystems". Die Neuerscheinung wurde am Mittwoch zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie in Bochum vorgestellt.




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