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Internetsucht: Die meisten Abhängigen nutzen die Beratungs- und Behandlungsangebote nicht.

Internet-Abhängigkeit: Pathologischer PC/Internet-Gebrauch ist erfolgreich therapierbar auch bei zusätzlichen massiven Störungen. Wie der Fachverband Sucht in seiner neusten Basisdokumentation mitteilt, wurden mehr als 70 Prozent der Betroffenen nach stationärer Behandlung regulär arbeitsfähig entlassen. Bei Patienten, die eine Suchtrehabilitation absolvierten, betrug die Behandlungsdauer etwa 82 Tage; eine psychosomatische Behandlung nahm ca. 55 Tage in Anspruch.

Smarter Life: Wie 2018 angenehmer und erfolgreicher werden kann als 2017.

Im Alltag lässt sich vieles angenehmer gestalten und zu größerem Erfolg führen. Diplom-Psychologe Josef Maiwald beschreibt konkret die Details, und Ute Liebhard illustriert sie amüsant: "Smarter Life" ist der Titel des inspirierenden Buches - und ein möglicher Fortschritt seiner LeserInnen für 2018 ...

Wirtschaftspsychologie: Mittlerer Stress begünstigt das Flow-Erleben, das Wohlbefinden und die Arbeitsqualität.

Wirtschaftspsychologie: Flow bedeutet das positive Erleben von Absorbiertheit bei einer konzentrierten Tätigkeit. Im Flow scheint uns die Aufgabe einzunehmen, wir "verschmelzen" mit der Tätigkeit und "vergessen" die Zeit. Wir haben "ein besonderes Gefühl von Kontrolle über die Tätigkeit, aus jedem Schritt scheint sich automatisch der nächste zu ergeben. Dadurch erfahren wir einen glatten und flüssigen Ablauf unserer Tätigkeit, das Tun fühlt sich beinahe anstrengungsfrei an," berichten Corinna Peifer und Gina Wolters in der aktuellen Ausgabe der unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie". Die Wissenschaftlerinnen bieten einen Überblick zum Thema "Konsequenzen und Voraussetzungen von Flow-Erleben am Arbeitsplatz".

Forensische Prognosen: neue Fehleranalysen und Arbeitshilfen.

Forensik: Die Qualität vieler forensischer Gutachten ist fragwürdig und verhängnisvoll. Im neuen transdisziplinären Praxismanual "Forensische Prognosen" bieten 46 Experten Fehleranalysen, aktuelle Arbeitshilfen u.a.. Dr. Ulrich Kobbe (Lippstadt) intendiert als Herausgeber eine Grundmotivation, "die reflexartig einrastende Expertenhaltung durch einen 'Anfängergeist' zu konterkarieren, also eine potenziell dialogisch angelegte, dynamische, 'offene' Diagnostik und Prognostik zu verwirklichen."

Sonderschüler begegnen wachsendem Stress eher passiv oder destruktiv.

Empirische Sonderpädagogik: Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf unterliegen häufig einem erhöhten Stress und neigen zu eher passiven Bewältigungsformen, berichten Jennifer Beck und Heinrich Tröster (TU Dortmund) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Empirische Sonderpädagogik".

"Rituelle Gewalt": Wie ein Trauma die Erfindung von "Erinnerungen" anstößt.

Unter dem Stichwort "rituelle Gewalt" sprechen - meist weibliche - Traumapatienten über psychischen, physischen und sexuellen Missbrauch in mafiös-kultartigen Horrorszenarien. Trotz hohen Engagements ist es der Polizei bisher in keinem einzigen Fall gelungen, betroffene Gewalttäterinnen oder Gewalttäter zu identifizieren und zu überführen. Die Kriminalistin Dr. Petra Hasselmann (Cuxhaven) hat in einer qualitativen Studie "Opfer" intensiv befragt und in die psychischen Hintergründe geblickt.

"Der Berg kann uns in den Wahnsinn treiben".

Ein Bergsteiger fühlt sich verfolgt, redet wirres Zeug oder ändert grundlos seine Route: Dass Alpinisten in extremen Höhen psychotische Episoden erleiden können, ist relativ bekannt und wurde vielfach in der Bergliteratur dokumentiert. Bislang brachten Mediziner sie hauptsächlich mit der akuten Höhenkrankheit in Verbindung. Nun haben Notfallmediziner von Eurac Research und Psychiater der Medizinischen Universität Innsbruck psychotische Episoden in extremen Höhen einer systematischen wissenschaftlichen Analyse unterzogen und dabei ein neues Krankheitsbild entdeckt: die isolierte höhenbedingte Psychose. Die Studienergebnisse wurden kürzlich im renommierten Fachjournal "Psychological Medicine" veröffentlicht.

Fernsehen schadet dem Kinderschlaf: Forscher untersuchen erstmals Schlafqualität Dreijähriger.

Kinder, die elektronische Medien nutzen, haben eine schlechtere Schlafqualität. Gleichzeitig scheint das Vorlesen oder Anschauen von Büchern den Schlaf der Kinder zu verbessern. Diese Zusammenhänge haben Forscher um die Ulmer Epidemiologen PD Dr. Jon Genuneit und Prof. Dietrich Rothenbacher in der Fachzeitschrift "Sleep Medicine" veröffentlicht. Im Zuge einer Geburtskohortenstudie haben sie erstmals die Auswirkungen von Medien auf die Schlafqualität einer homogenen Altersgruppe erforscht.

Stottern: Stoppsignale im Gehirn verhindern flüssiges Sprechen.

"G-g-g-g-g-g-guten Tag" oder "Ein M-m-m-mohnbrötchen bitte-..." sind für etwa jeden hundertsten Erwachsenen in Deutschland tägliche Hürden. Dennoch ist bisher nur sehr wenig über die Ursachen dieser häufigen Sprechstörung, dem Stottern, bekannt. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und der Universitätsmedizin Göttingen haben nun herausgefunden, dass ein überaktives Netzwerk im vorderen Bereich des Gehirns eine wesentliche Rolle für dieses Defizit spielen könnte. Es hemmt die Betroffenen darin, Sprechbewegungen vorzubereiten und auszuführen - und hindert sie so daran, flüssig zu sprechen.

CSI-Effekt: Zuschauer von Krimi-Serien sind keine besseren Verbrecher.

"CSI-Effekt" - so wird das Phänomen bezeichnet, wonach forensische TV-Serien den Zuschauer beeinflussen. Erkenntnisse aus der "Crime Scene Investigation", also der Tatortermittlung im Film, könnten sich demnach im realen Leben niederschlagen. Im schlimmsten Fall, so die Befürchtungen, lernen potenzielle Verbrecher, wie sie eine Tat am besten vertuschen. Es wurden aber auch Bedenken geäußert, dass Mitglieder von US-Schwurgerichten überhöhte Erwartungen an die Ermittlungsergebnisse haben könnten und in der Folge die Zahl der Freisprüche steigt. Psychologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) um Prof. Dr. Heiko Hecht geben jetzt Entwarnung: Sie zeigen in einer experimentellen Untersuchung, dass zwischen dem Anschauen von forensischen Serien und den Fähigkeiten, ein Verbrechen zu begehen, kein Zusammenhang besteht. Es handelt sich um die erste experimentelle Arbeit, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die Zuschauer solcher Serien vielleicht die besseren Verbrecher wären.




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