Weisheitstherapie kann Kränkungen und Verbitterungen heilen
Es gibt unfaire, negative und schmerzhafte Ereignisse im Leben, die jeden vor grosse Herausforderungen stellen. Scheidungen, Todesfälle, Kündigungen - sie hinterlassen Spuren. Doch während die meisten Menschen früher oder später darüber hinwegkommen, gibt es andere, deren Gedanken monatelang, ja jahrelang um ein einziges Erlebnis kreisen. Sie ziehen sich aus dem Leben zurück, und ihr Alltag wird vor allem von einem Gefühl beherrscht: Verbitterung.
Leichte Gehirnerschütterungen haben gravierende Langzeitwirkungen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Mediziner und Psychologen aus Marburg und Münster jetzt vorgelegt haben. Der Untersuchung zufolge leiden die Betroffenen noch nach sechs Jahren unter erheblichen Beeinträchtigungen ihrer kognitiven Fähigkeiten.
Es sieht ganz einfach aus: Farbige Holzklötzchen mit einem Loch in der Mitte soll Nick Tschirner auf einen kleinen Stab aufstecken. Doch für den 19-jährigen Berliner ist diese Aufgabe alles andere als ein Kinderspiel. Seine rechte Hand zittert, Daumen und Zeigefinger, die das rote Klötzchen greifen wollen, gehorchen nur mit Mühe. Vor jedem Handgriff muss sich der junge Mann konzentrieren, versuchen, die unruhige Hand zu entspannen. Dass es ihm schließlich doch gelingt, verdankt er auch einem intensiven Therapieprogramm, das er gerade zwei Wochen lang an der Friedrich-Schiller-Universität Jena absolviert hat.
Eine Million deutsche Männer können auf öffentlichen Klos oft nicht laufen lassen. Die Phobie namens Paruresis ist nicht selten und für manche unerträglich.
Männer haben es einfach beim Pinkeln. Wenn sie müssen, können sie überall. Ob auf Konzerten oder in überfüllten Kneipen. Während es auf dem Frauenklo mal wieder länger dauert, erleichtern sich Männer schnell und gleich reihenweise. Doch eine weit verbreitete Phobie namens Paruresis (griechisch: par = gestört, uresis = urinieren) macht die Situation vor dem Urinal für rund eine Million deutscher Männer unangenehm oder gar unmöglich. Psychologen und Mediziner sprechen auch vom "Syndrom der schüchternen Blase". Betroffene Männer können nicht in Gesellschaft pinkeln, viele quält die Phobie über Jahre hinweg.
Opfer von Verkehrsunfällen benötigen häufig Psychotherapie
Etwa jedes zwölfte Opfer eines mittleren oder schweren Verkehrsunfalls erleidet eine behandlungsbedürftige posttraumatische Behandlungsstörung. Oft werden zusätzlich latente psychische Probleme verstärkt. Diplompsychologin Tanja Zöllner und Kollegen haben dazu ein Therapiemanual entwickelt und evaluiert, das bei etwa 75% der betroffenen Patienten deutlich günstige Wirkungen zeigt.
Narkolepsie-Patient: mit optimaler Medikation leistungsfähig und zufrieden
Peinlich: Während des Wasserlassens im Stehen schläft der Manager plötzlich ein - und stürzt zu Boden. Viermal hat er in einer Schlafattacke einen Autounfall verursacht. Und seine kurzen Nickerchen während der Meetings sind seit langem Bürogespräch. Erst als ihm die Kündigung nahegelegt wird, lässt er sich gründlich untersuchen. Der Arzt diagnostiziert eine Narkolepsie; die Krankheit führt zu zwanghaften Schlafanfällen am Tag und Schlafmangel in der Nacht. Oft wird das Leiden nicht oder viel zu spät erkannt.
New theory links depression to chronic brain inflammation
Chronic depression is an adaptive, reparative neurobiological process gone wrong, say two University of California, San Diego School of Medicine researchers, positing in a new theory that the debilitating mental state originates from more ancient mechanisms used by the body to deal with physical injury, such as pain, tissue repair and convalescent behavior.
Starke Magnetfelder helfen bei schweren Depressionen
Starke Magnetfelder eignen sich augenscheinlich sehr gut zur Therapie schwerer Depressionen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, die jetzt im Journal of Psychiatric Research erschienen ist (doi: 10.1016/j.jpsychires.2010.09.008). Die Mediziner hatten insgesamt zehn Patienten mit der so genannten Magnetkrampftherapie (MKT) behandelt. Bei sechs von ihnen besserte sich der Zustand daraufhin deutlich. Besonders erfreulich: Schwerwiegende Nebenwirkungen blieben komplett aus.
Psychiatrie: Historische und potentiell aktuelle Voraussetzungen für Patiententötungen
Geschichtliche Erfahrungen - insbesondere Verbrechen im Nationalsozialismus - haben für heutige Entscheidungen im Gesundheitswesen eine große Bedeutung. Dies belegen Dr. Ekkehardt Kumbier und Kollegen in ihrem Aufsatzband "Ethik und Erinnerung - Zur Verantwortung der Psychiatrie in Vergangenheit und Gegenwart." Professor Dr. Hanfried Helmchen empfiehlt die Neuerscheinung zur sorgfältigen Lektüre.
Assessment Center: die klassischen Täuschungen der Beobachter
Assessment Center stehen häufig in einem schlechten Ruf; KandidatInnen mit ungünstigem Ergebnis verbreiten ihn gern weiter und fühlen sich missverstanden. Ein wesentlicher Grund kann darin liegen, dass die Beobachter und Beurteiler nicht adäquat geschult sind. Eine regelmäßige Schulung ist zwingend erforderlich und nützt den Betroffenen auch in Kontexten außerhalb des Assessment Centers, betonen Dr. Petra Wilhelm und Dr. Sabine Gröben in ihrem Beitrag zum Standardwerk "Assessment Center - Handbuch von Praktikern für Praktiker".
If only we knew how trustworthy we are: The influence of feedback on trust and trustworthiness in iterated trust games
"Previous research has shown that people systematically underestimate the trustworthiness of others. For example, in binary trust games participants consistently underestimate the number of trustworthy interaction partners. It has been argued that this effect is one example of error management theory: Humans might systematically underestimate others trustworthiness as a means to avoid costly mistakes ("better safe than sorry)," Detlef Fetchenhauer and colleagues (Cologne) report.
Neues Internet-Forum für Eltern mit "besonderen" Kindern
Eltern von kranken, behinderten oder förderbedürftigen Kindern und Jugendlichen finden expertengestützte Hilfe und Unterstützung im Sorgenkids-Forum auf www.sorgenkids.de