Sustainability Science: Transdisciplinarity, Transepistemology, and Action Research
Umweltpsychologie Nr. 1/2012 shows a good mixture of psychological research and reflections on how psychology can contribute to the transdisciplinary and actionoriented process of social change in the field of sustainability science.
Psychologie des Fahrens: Möglichkeit, Grenzen transzendieren und ertragen zu können
Worin liegt die Faszination des Fahrens? Professor Dr. Michael Dick fand in einer qualitativen psychologischen Studie Antworten: "Auto- und Motorradfahren ermöglichen den ästhetischen Blick auf das Panorama von Natur und Landschaft sowie das bewusste Erleben von Raum und Horizont. Beide machen die menschliche Existenz in ihrer Begrenztheit bewusst und entlasten sie vom Handlungs- und Rechtfertigungsdruck, transzendieren sie aber gleichzeitig und weisen so über ihre Begrenztheit hinaus. Damit schließt das fahrerische Ideal an den Naturbegriff an, der das Zyklische, Eigengesetzliche oder Übermächtige betont.
Trennungsangst und Schulphobie: Warum Kinder und Jugendliche den Unterricht "schwänzen"
Schulvermeider können sich dissozial-oppositionell gebärden oder auf einem schleichenden sozialen Rückzug befinden. Die Formen sind so verschieden wie die Hintergründe. Viele "Schulschwänzer" werden von Mitschülern und Lehrern als sozial wenig attraktiv wahrgenommen. Die Bemühungen um die Reintegration von Schulvermeidern bleiben auch daher in vielen Schulen begrenzt. Dr. Pia Anna Weber (Essen) legt zum Thema eine empirische Studie vor: "Das große Nein zur Schule."
Wirtschaftspsychologie: Unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit setzt ein hohes Maß an Mitbestimmung voraus
Immer wichtiger wird unbezahlte, ehrenamtliche Arbeit. Wer leistet diese - wie und warum? Die unabhängige Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie beleuchtet die Fragestellungen in der Themenausgabe "Freiwilliges Arbeitsengagement in Organisation und Gesellschaft". Freiwillige stehen im Fokus, "die dabei helfen sollen, die sozial desintegrierenden Wirkungen des ´Kapitalismus ohne Adjektive´ zu kompensieren und Menschen Sinnerfüllung in selbstbestimmter Arbeit zurückzugeben. Dies sind zwei sehr unterschiedliche Dinge, die allerdings tief miteinander verwoben sind."
Betriebliche Gesundheitsförderung: neue Herausforderungen für Führungskräfte
Je mehr Spielraum die technische Weiterentwicklung eröffnet, desto deutlicher stößt die menschliche Leistungsfähigkeit an ihre Grenzen: Viele Mitarbeiter kapitulieren vor der Arbeitsverdichtung und dem ständigen Zeitdruck in der modernen Arbeitswelt. Wenn Burnout nicht zum Normalfall werden soll, müssen Unternehmen gegensteuern. Wie sie die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern können, zeigt die Zukunft Personal vom 25. bis 27. September mit einem Großaufgebot an prominent besetzten Vorträgen und dem neuen Ausstellungsbereich Corporate Health.
Selbstbeobachtung und Selbststeuerung können eine stressbedingte Depression verhindern
Eine exzessive Selbstaufmerksamkeit kann negative Stimmungen und dysfunktionale Selbstbewertungen verstärken. Eine klug dosierte, annähernd wertungsfreie Selbstbeobachtung kann jedoch die Wahrnehmung schärfen und damit zu einer adaptiven Selbststeuerung beitragen. Professor Dr. Willi Neumann und Kollegen sehen hier eine wichtige Möglichkeit, stressbedingten Depressionen wirksam vorzubeugen.
Depression und Melancholie werden in Kunst und Literatur schon immer mit visuellen Begriffen umschrieben: Grau und Schwarz sind die Farben, die für Melancholie oder Depressivität stehen. Im Englischen dagegen wird die niedergedrückte Stimmung mit der Farbe Blau in Verbindung gebracht, etwa wenn ein deprimierter Mensch sagt: "I'm feeling blue". Dass sich hinter diesen Sprachbildern auch eine empirische Wirklichkeit versteckt, hat nun eine Arbeitsgruppe am Universitätsklinikum Freiburg mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Psychiatrie, Psychotherapie und Augenheilkunde herausgefunden.
Manfred Spitzer: Digitale Demenz auf dem Vormarsch
Unternehmen, die ohne digitale Medien auskommen - diese Vorstellung ist heute nahezu undenkbar. PC, Smartphone, Tablet & Co. sind feste Bestandteile der Arbeitswelt. Diese Entwicklung fördert zwar vermeintlich die Leistungsfähigkeit der Betriebe, kann aber langfristig die geistige Gesundheit der Mitarbeiter gefährden, ist Prof. Dr. Manfred Spitzer überzeugt. Der bekannte Psychologe erklärt am Mittwoch, 26. September, auf der Messe Zukunft Personal in Köln, warum ständiger Gebrauch von moderner IT "digitale Demenz" hervorruft und was Personalverantwortliche dagegen tun können.
Studie zur Besetzung von Vorstandsposten in Vereinen
Vereine boomen wie nie zuvor: Jeder zweite Deutsche ist Mitglied in einem der rund 550.000 Vereine - jährlich kommen 15.000 neue hinzu. Allerdings haben viele von ihnen ein gemeinsames und gravierendes Problem: Einer Studie des Zentrums für Nonprofit Management (npm) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Politikwissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zufolge hat jeder zweite Verein (48 Prozent) große Schwierigkeiten, einen Vorstandsposten zu besetzen. Die Wissenschaftler haben rund 260 Vereine in Münster und Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt untersucht. Die Ergebnisse stehen exemplarisch für viele deutsche Vereine und deuten darauf hin, dass kurzfristig mit keiner Besserung zu rechnen ist. Im Gegenteil: Die Wissenschaftler prophezeien Bürgerstiftungen ähnliche Schwierigkeiten.
The provision of psycho-oncology services in Europe is very diverse and irregular
"Psycho-oncology services provide interventions aimed at preventing or reducing the emotional impact of cancer and at improving patients´ skills to cope with the demands of treatment and the uncertainty of the disease. A number of trials have proven the efficacy of these interventions. Evidence indicates that providing these services to patients and their families as part of standard regular care reduces the distress and psychosocial morbidity and improves the quality of life and well-being during and after cancer treatment - plus they are cost effective," Dr. Luzia Travado (Lisbon) reports (in Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, Supplement 2012).
Verhaltenstherapie: störungsspezifisch und individualisiert
Alexandra Gall-Peters und Gerhard Zarbock haben ein neues Standardwerk vorgelegt. "Der ´Praxisleitfaden Verhaltenstherapie´ gibt einen sehr guten Überblick im Sinne eines How-to-do-Ansatzes über die häufigsten Störungsbilder - Depression, Agoraphobie, Panikstörung, soziale Phobie, posttraumatische Belastungsstörung, Essstörung, Zwangserkrankung, Schizophrenie. Der Leitfaden offeriert hohe Praxisrelevanz und Anwendbarkeit", testiert Julia Schuchardt im Deutschen Ärzteblatt (PP7/2012).
Wirtschaftspsychologie: Mentoring steigert beim qualifizierten Nachwuchs die Karrierezufriedenheit
Mentoring für den Führungsnachwuchs wird immer beliebter. Die Karrierezufriedenheit des Juniors steigt meist signifikant und nachhaltig. Die Karriere selbst wird allerdings nicht vom Mentor, sondern in erster Linie von der Intelligenz und dem Netzwerk des Mentees gefördert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wirtschaftspsychologen Alexander Witzki und Gerhard Blickle (veröffentlicht in Report Psychologie 7/8 -2012).