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Self-Assessment: Entscheidungshilfen für Studieninteressierte, Entlastung für Hochschulen

Studienabbrecher setzen in Deutschland jährlich etwa eine Milliarde Euro in den Sand. Um diesem kostspieligen Missvergnügen vorzubeugen, erhalten Studieninteressierte und Berufsanfänger immer häufiger die Möglichkeit, vorab ihre spezifische Eignung selbst zu testen: Self-Assessment-Tools stehen online kostenfrei zur Verfügung. Deren Qualität reicht von untauglich bis hochqualifiziert. Professor Dr. Klaus Kubinger und Kollegen (Wien) dokumentieren erstmals en detail und in Übersicht, wie wissenschaftlich fundierte Self-Assessments konstruiert werden und was sie realiter nutzen oder schaden können. Das Buch "Self-Assessment - Theorie und Konzepte" ist bei Pabst Science Publishers erschienen.

Configural Frequency Analysis: new results and new improvements

"The Configural Frequency Analysis (CFA) Community performed simulation studies on the behavior of CFA statistical tests, they undertook studies concerning the dependency structure of CFA tests, they worked on the reformulation of existing models of CFA, they developed new models for CFA, and they improved computer programs of CFA," Mark Stemmler and Alexander von Eye report (special CFA-issue Psychological Test and Assessment Modeling, formerly Psychologische Beiträge, 2/2012).

Die Macht der Gewohnheit: Stresshormone schalten Hirnregionen für zielgerichtetes Verhalten aus

Warum gestresste Personen eher in Gewohnheiten verfallen, als sich zielgerichtet zu verhalten, haben Kognitionspsychologen der Ruhr-Universität gemeinsam mit Kollegen des Uniklinikums Bergmannsheil (Prof. Dr. Martin Tegenthoff) herausgefunden. Das Team um PD Dr. Lars Schwabe und Prof. Dr. Oliver Wolf vom Institut für Kognitive Neurowissenschaft ahmte mit Medikamenten eine Stresssituation im Körper nach. Dann untersuchten sie mit der funktionellen Kernspintomografie die Hirnaktivität. In der Zeitschrift Journal of Neuroscience berichten die Forscher, dass das Zusammenspiel der Stresshormone Cortisol und Noradrenalin die Aktivität der Hirnregionen für zielgerichtetes Verhalten herunterfuhr. Die Hirnregionen, die für gewohnheitsbasiertes Verhalten verantwortlich sind, blieben unbeeinträchtigt.

Beruflicher Aufstieg macht nicht glücklich

Beförderungen am Arbeitsplatz schaden auf Dauer der psychischen Verfassung, ohne positive Auswirkungen auf körperliche Gesundheit und Lebenszufriedenheit zu entfalten. Das ist das Ergebnis einer Studie australischer Wissenschaftler, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat. Trotz dauerhaften Einkommenssteigerungen und höherem sozialen Status überwiegen langfristig die negativen Effekte von vermehrtem Stress und längeren Arbeitszeiten.

Gut, kräftig und reichlich: DDR-Bürger konsumierten Alkohol im Überfluss

Das Stadtmuseum Jena zeigt eine Ausstellung zur berüchtigten Trinkkultur in der DDR. Und Professorin Dr. Gundula Barsch (Merseburg) widmete dem Thema ein Sachbuch: "Von Herrengedeck und Kumpeltod - Die Drogengeschichte der DDR".

Jugendforensik in einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie vorteilhaft

Die Verlegung eines Jugendlichen in den Maßregelvollzug stellt auch bei schwerster Störung und Gefährlichkeit eine Ultima Ratio dar. Daher muss die Behandlung altersspezifisch hochwertig sein und den Sicherheitsstandards der Forensik genügen. Falk Burchard und Louisa Hohmann belegen in einer Studie, dass ein mehrstufiges Therapiekonzept im Kontext einer allgemeinen Kinder- und Jugendpsychiatrie ein günstiges Outcome ermöglicht. Die detailreiche Arbeit erschien in "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie" - inclusive Beschreibung der riskanten Zwischenfälle.

Immer mehr Kinder leiden unter Migräne: Schmerzspezialistin erläutert Triggerfaktoren, Behandlungsoptionen und vorbeugende Maßnahmen auf dem Wiener Schmerzsymposium

Zwischen 60 bis 80 Prozent der Kinder in westlichen Ländern haben mindestens einmal in ihrem Leben Kopfschmerzen gehabt - meist als Begleiterscheinung von Infekten. Beunruhigend ist die kontinuierlich steigende Zahl von Kindern, die unter Migräne leiden. In ihrem Vortrag auf dem diesjährigen 16. Internationalen Wiener Schmerzsymposium bezifferte Professor Dr. Cicek Wöber-Bingöl die Prävalenz der Migräne bei 3- bis 11-Jährigen auf 3 bis 5 Prozent, mit einem weiteren Anstieg bis zum 18. Lebensjahr auf ca. 7 Prozent bei Jungen und ca. 12 Prozent bei Mädchen.

Placement and treatment of mentally disordered offenders in the European Union Member States: EC-funded study presents detailed comparison and synopsis of legislations and practices

Although placement and treatment of mentally disordered offenders and the issues of health, legal affairs and human rights are almost permanently on the public and political agenda, there is a shortage of basic information and evidence about the major characteristics of the legal approaches and their effectiveness (identification of "good models”) in European countries. To bridge this gap Dr. Joachim Salize and Dr. Harald Dressing, experts at the Central Institute of Mental Health, Mannheim, Germany, have conducted a European Commission funded study aimed at gathering and analyzing information about differences and/or similarities across fifteen European Union Member States - published in their book "Placement and Treatment of Mentally Disordered Offenders - Legislation and Practice in the European Union”. In fifteen chapters, each of them dedicated to a Member State, the editors and a number of European experts describe their national forensic systems and relevant legal frameworks and provide a synopsis and analysis of the current legislations and practices across States....

Report Psychologie: Nautisches Führungspersonal im Umgang mit Stress und Katastrophen schulen

Die Stressbelastung von Schiffsbesatzungen ist hoch und wird zusätzlich immer häufiger durch Unfälle oder Terrorangriffe potenziert. Der Schiffsoffizier und Diplompsychologe Prof. Dr. Hans-Joachim Jensen (Hamburg), Nestor der Schifffahrtspsychologie in Deutschland, berichtet in Report Psychologie 6/12 über die Aufgabenstellungen seiner Profession.

Forensik: Niels Habermann betreut neues Studienangebot für die rechtspsychologische Praxis

Immer wieder schockieren uns Meldungen über schwere Gewalttaten in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr wurden rund 200.000 Fälle registriert, darunter auch Tötungs- oder Sexualdelikte. Dies geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2011 hervor. Stehen die Schuldigen dann vor Gericht, beginnt die Arbeit von Rechtspsychologen: Als Gutachter analysieren sie Täter, beurteilen Zeugenaussagen und bereiten Inhaftierte wieder auf ihre Entlassung vor. Ausgebildet werden diese künftig an der SRH Hochschule Heidelberg. Ein neuer Masterstudiengang Rechtspsychologie startet im Oktober.

Politische Psychologie: Alternativen zum westlichen Demokratiekonzept im arabischen Frühling

Die Alternative zwischen Säkularismus und Religiosität, zwischen Moderne versus Tradition bietet keinen Zugang zum Verständnis des arabischen Frühlings. Mit Erklärungsversuchen in diesen Schemata irren westliche Beobachter ebenso wie Al-Qaida, analysieren Carmen und Martin Dege in "Psychologie und Gesellschaftskritik".

Psychologie: Dynorphin-Mangel stabilisiert und verstärkt die Angst

Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Berlin haben einen Mechanismus entdeckt, der nach einem Stressereignis das Vergessen der Furcht unterbindet. Sie zeigten in Experimenten, dass das Abklingen der Angst unterbleibt, wenn zu wenig Dynorphine im Gehirn ausgeschüttet werden. Die Ergebnisse können helfen, neue Wege in der Behandlung von Traumapatienten aufzuzeigen. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe des Journal of Neuroscience veröffentlicht.




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