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Veränderungen bei Drogenangebot und -konsum stellen Europa vor neue Herausforderungen

Nach Angaben der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) stellen Veränderungen beim Angebot und Konsum etablierter Drogen sowie das Auftauchen einer Rekordzahl neuer Substanzen die europäischen Modelle zur Drogenkontrolle auf eine harte Probe. Diese Herausforderungen werden im Jahresbericht 2010: Stand der Drogenproblematik in Europa erläutert, der heute von der EBDD in Lissabon vorgestellt wurde.

Qualifizierte Suchtbehandlung: Die eigentlichen Experten sind die Patienten

Suchttherapeuten der Medizinischen Hochschule Hannover empfehlen nachdrücklich eine "Qualifizierte Entzugsbehandlung" - also neben der somatischen Therapie eine psychiatrische und psychosoziale Begleitung plus Gesundheitsberatung. "Nicht das Abstinenzparadigma bestimmt die Behandlung; Probleme, Ressourcen und Ziele des Patienten bestimmen die Beratung. Das Beziehungsangebot, der Kontakt zum Hilfesystem und die Bereitschaft zur langfristigen Begleitung nach immer wieder auftretenden Rückfällen" sind erfolgversprechend. Bettina Baltin und Bernhard Häring beschreiben die Details Schritt für Schritt in ihrem "Manual für eine Qualifizierte Entzugsbehandlung".

Psychosomatik der Frau: sinnverstehende Zugänge, individuelle Konstrukte und Bilder

"Qualitative Forschung versucht, einen sinnverstehenden Zugang dialogisch zwischen Forscher und ProbandIn herzustellen. Die ProbandIn ist kein 'Antwortautomat', sondern zur Selbstexploration angeregte ForscherIn 'in eigener Sache'". Unter diesen Voraussetzungen empfiehlt Prof. Dr. Walter Schuth (Freiburg) den aktuellen Sammelband "Qualitative Forschungsansätze und Ergebnisse in der psychosomatischen Frauenheilkunde".

University research reveals deaf adults see better than hearing people

Adults born deaf react more quickly to objects at the edge of their visual field than hearing people, according to groundbreaking new research by the University of Sheffield.

The study, which was funded by the Royal National Institute for Deaf People (RNID), has, for the first time ever, seen scientists test how peripheral vision develops in deaf people from childhood to adulthood.

Mozart hinter Frankfurter Gittern ausgezeichnet: Projekt vereint FH-Studierende und Häftlinge

26 Studierende der Fachhochschule Frankfurt am Main (FH FFM) sind für ihr Musiktheaterprojekt "Die Zauberflöte/Mozart hinter Gittern" mit dem Sonderpreis der TheoPrax-Stiftung ausgezeichnet worden. Sie hatten mit 17 Insassen der Frankfurter Männerhaftanstalt JVA IV und der Frauenhaftanstalt JVA III Mozarts "Zauberflöte" eingeübt und aufgeführt. Das Projekt wurde im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit des Fachbereichs 4: Soziale Arbeit und Gesundheit in dem Schwerpunkt "Kultur und Medien" angeboten. Die FH-Studierenden nahmen den Preis am 10. November 2010 im Fraunhofer Institut für Chemische Technologie, TheoPrax-Zentrum, in Pfinztal bei Karlsruhe entgegen.

Studie zu Führungspositionen: Frauen unterschätzen die eigene Leistung

Im Wettbewerb um die Besetzung von Führungspositionen schätzen Frauen die eigene Leistung im Durchschnitt geringer ein als Männer. Laut einer heute vom Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlichten Studie trägt dies maßgeblich zur Verringerung der Aufstiegschancen von Frauen bei.

Studie gibt Überblick über Multitasking und Arbeitsunterbrechungen

Häufige Arbeitsunterbrechungen und Multitasking gehören zu den Merkmalen unserer modernen "beschleunigten" Arbeitswelt. Moderne Technik macht es möglich, mehrere Aufgaben parallel zu bearbeiten. Doch Befragungen unter Erwerbstätigen zeigen, dass sich viele Beschäftigte durch Unterbrechungen oder Multitasking belastet fühlen. Mit dem jetzt veröffentlichten Bericht "Arbeitsunterbrechungen und Multitasking" fasst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) den Stand der Forschung zusammen und präsentiert ein Modell, das die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Erleben von Stress in Zusammenhang mit Unterbrechungen und Multitasking darstellt.

Ars Medica / Buchpräsentation am 25. November in Berlin

Am 25. November präsentieren die Herausgeber Michael Musalek (Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie) und Martin Poltrum in Berlin (zeitgleich zum DGPPN-Kongress) den Textband Ars Medica. Zu einer neuen Ästhetik in der Medizin.

Philosophische Psychotherapie: Sich um sein eigentliches Seinkönnen kümmern

Während es in der Psychoanalyse darum geht, "das Unbewusste dem Bewusstsein zugänglich zu machen", geht es in der Daseinsanalyse nach Martin Heidegger um die anvisierte Zurückweisung jedes kausal-genetischen, erklärenden Zugangs zum Psychischen - also um den Hinweis, dass Mensch und Welt eine ursprüngliche Einheit bilden, schreibt der Psychotherapeut und Philosoph Martin Poltrum (Wien) zur "Daseinsanalytischen Hermeneutik".

Das Arbeitstempo steigt: teils zum Nutzen, teils zum Schaden

Das Arbeits- und Lebenstempo steigt. Ist dieser subjektive Eindruck richtig - oder eine Täuschung? Und welche Folgen zeigt diese Entwicklung? Eine Forschergruppe der Universität Wien hat diese Fragestellungen untersucht.

Wirtschaftspsychologie: Leistungsziele realistisch und kollegial vereinbaren

Zielvereinbarungen in Betrieben können zur Motivation beitragen, zur Fairness, zur Kollegialität und zur Produktivität. Doch oft bleiben Zielvereinbarungen wirkungslos oder zeigen ungünstige Wirkung. Prof. Dr. Uwe Kleinbeck (Bochum) nennt die wichtigsten Gründe für ein Misslingen: Entweder der Chef hat unrealistische Ziele vorgegeben oder er hat sich autoritär verhalten - in vielen Fällen beides gleichzeitig. "Zielvereinbarungen erfordern ein modernes Führungsverhalten," schreibt Kleinbeck in seinem aktuellen Lehrbuch "Arbeitsmotivation".

Bonner Forscher finden "Altruismus-Gen"

Tun Sie Anderen gerne etwas Gutes? Falls ja, sind vielleicht Ihre Gene dafür verantwortlich. Das legen zumindest die Ergebnisse einer Studie nahe, die Forscher der Universität Bonn durchgeführt haben. Eine winzige Änderung in einer bestimmten Erbanlage geht demnach mit einer signifikant höheren Spendenbereitschaft einher. Personen mit dieser Änderung gaben im Schnitt doppelt soviel Geld für einen wohltätigen Zweck wie andere Probanden. Die Resultate sind jetzt in der Zeitschrift Social Cognitive & Affective Neuroscience erschienen (doi: 10.1093/scan/nsq083).




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