Nur etwa zwei Prozent der Bundesbürger gehören einer politischen Partei an. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber 1990 um ca. ein Drittel. "Wenn Parteien sich im Durchschnitt von den politischen Einstellungen ihrer Mitglieder entfernen, hat dies Auswirkungen auf die Identifikation, vor allem zieht es stärkere Disidentifikation, ambivalente und neutrale Identifikation nach sich," berichten die Professoren Rolf van Dick (Frankfurt/M) und Johannes Ullrich (Zürich) in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie.