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Attraktive Gesichter bekommen mehr Aufmerksamkeit

Attraktive Gesichter fesseln die Aufmerksamkeit: dies gilt besonders für Männer, die schöne Frauengesichter sehen. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologen der Universität Wien in einer aktuellen Studie. In zwei Experimenten zeigten sie 80 Probanden unterschiedlich attraktive Gesichter von Männern und Frauen. Es zeigte sich, dass schöne Gesichter - unabhängig vom Geschlecht - länger angeschaut werden als unattraktive Gesichter. Unterschiede gibt es aber auf der Seite des Betrachters - und zwar zwischen Männern und Frauen.

Die Farbe Rot bleibt im Gedächtnis - Forscher klären Zusammenhang von Farbe und Erinnerungsleistung

Die Fähigkeit, sich die Farbe eines Objekts zu merken, ist von der Farbe selbst abhängig. Dies haben jetzt Forscher der Uni Regensburg nachgewiesen. So kann man sich später relativ gut an die Farbe eines bestimmten Objekts erinnern, wenn dieses rot oder gelb ist. Bei blau ist die Gedächtnisleistung nur mittelmäßig, bei grün sogar vergleichsweise schlecht. Die Forscher konnten auch zeigen, dass dieser Effekt unabhängig von der Art der Objekte (Wörter, Gegenstände usw.) ist; und auch unabhängig davon, ob man versucht, sich die Farben bewusst einzuprägen oder sie nur nebenbei wahrnimmt. Die Studie ist in der Zeitschrift "Frontiers in Psychology" erschienen (DOI: 10.3389/fpsyg.2015.00231).

Krankheitsprävention: Für Jugendliche ist gesunde Ernährung allenfalls Nebensache

Krankheitsprävention durch "gesunde" Ernährung ist ohne schädliche Nebenwirkung und ohne besondere Kosten möglich, jedoch bei Jugendlichen die Ausnahme. Ernährungsberatung führt hier zwar zu Wissen, aber nicht zum Handeln. Fast Food hat nichts von seiner Beliebtheit eingebüßt. Mädchen planen "gesunde" Ernährung allerdings ab ihrer ersten Schwangerschaft - und setzen die Absicht auch teilweise um, berichtet Dr. Jana Rückert-John in ihrem Beitrag zum aktuellen Reader "Krankheitsprävention in der Kontroverse".

Handlung macht Computerspiele attraktiv

Erzählerische Elemente in Computerspielen können bei den Nutzerinnen und Nutzern die Illusion verstärken, Teil des Szenarios und der Handlung zu sein. Diese so genannte Immersion wirkt sich positiv auf die Befriedigung psychologischer Grundbedürfnisse aus: auf das Streben nach Autonomie, Kompetenz und sozialer Bezogenheit. Zudem kann die Simulation sozialer Erfahrung in Computerspielen die als Theory of Mind bezeichnete Fähigkeit verbessern, Bewusstseinsvorgänge wie Emotionen, Bedürfnisse, Ideen, Absichten, Erwartungen und Meinungen bei anderen Personen zu erkennen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Psychologiestudenten Daniel Bormann von der Universität Freiburg und des Psychologen Prof. Dr. Tobias Greitemeyer von der Universität Innsbruck/Österreich, die in der Fachzeitschrift "Social Psychological and Personality Science" veröffentlicht worden ist.

Was ist belohnender: Fußballtor oder Geldgewinn?

Zwei Spieler einer Mannschaft befinden sich kurz vor dem gegnerischen Tor - der Angreifer muss eine wichtige Entscheidung treffen: Den Ball besser zum Teamkollegen spielen oder lieber sofort schießen? Was bei solchen Spielverläufen und beim Erzielen eines Tores im Gehirn passiert, ähnelt sehr stark den Vorgängen und dem Belohnungsablauf bei Geld-Gewinnspielen. Das haben Forscher vom Center for Economics and Neuroscience (CENs) der Universität Bonn mit ihren Kollegen vom Uniklinikum Bonn und dem Life&Brain Zentrum herausgefunden. Ihre Ergebnisse stellen sie nun im Fachjournal "PLOS ONE" vor.

Gründer-Kurse im Gefängnis können Straftäter verändern

Straftäter entwickeln eine positivere Einstellung gegenüber ihrer Zukunft und der Gesellschaft, wenn sie im Gefängnis an einem Existenzgründer-Kurs teilnehmen. Voraussetzung: Sie haben Verantwortung für ihr eigenes Leben übernommen. Dies zeigt eine Studie der Technischen Universität München (TUM) und der Indiana University (USA). Auf dieser Grundlage haben die Wissenschaftler Empfehlungen zur Gestaltung solcher Gründer-Kurse entwickelt.

Neue Befunde aus der Sexualforschung - Männer und Frauen ähnlicher als gedacht

Frauen lassen sich nicht so schnell wie Männer auf ein sexuelles Abenteuer ein - dieser bekannte Sachverhalt gilt zwar nach wie vor, allerdings nicht in jedem Fall. Wie Psychologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) herausgefunden haben, sind Männer auch heute noch viel eher bereit, der Einladung zu einer kurzen sexuellen Begegnung zu folgen, als Frauen. Es gibt jedoch Ausnahmen von der Regel, die offenbar stark mit dem subjektiven Sicherheitsgefühl in Zusammenhang stehen. Schafft man nämlich eine Umgebung, in der sich Frauen sicher fühlen, stimmen sie einem unverbindlichen sexuellen Treffen fast genauso gerne zu wie das männliche Geschlecht. Die Ergebnisse basieren auf einer zweigeteilten Studie mit insgesamt 327 Probanden.

Deutschlandweit einmaliges Konzept zur besseren häuslichen Versorgung von Demenz-Patienten

Greifswalder und Rostocker Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen und des Instituts für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald präsentieren gestern zum Abschluss der Rekrutierungsphase erste Ergebnisse der "DelpHi-MV-Studie" auf einem Symposium und stellen damit zugleich ein innovatives und deutschlandweit einzigartiges Versorgungskonzept vor: das Dementia Care Management.

Was ist Intelligenz und warum unterscheiden wir uns in ihr?

Eins ist klar: Nicht alle Menschen sind gleich intelligent. Einige Menschen lösen Aufgaben in kürzester Zeit, andere müssen länger daran knobeln. Aber wie kommt es zu diesen Unterschieden zwischen Menschen? Das ist die Frage, die Prof. Dr. Stefan Troche schon seit seinem Studium in Göttingen und auch zuletzt als Dozent in Bern interessiert hat: "Wir versuchen, Aspekte zu bestimmen, die wichtig sind für die Verarbeitung von Informationen und die zu Unterschieden in der Intelligenz führen." Er geht aus von der Vermutung, dass Personen, die Informationen präziser aufnehmen können, auch eine höhere Intelligenz haben. Seine Studien belegten, dass die Fähigkeit, z.B. die zeitliche Länge oder die Höhe von Tönen sowie Helligkeitsabstufungen zu unterscheiden, eng mit Intelligenz zusammenhängt.

Aggression im Klassenzimmer: Mädchen sind Meinungsführer

Eine neue Studie zeigt: Die Einstellung einer Klasse gegenüber Aggression beeinflusst, wie aggressiv sich die einzelnen SchülerInnen verhalten. Besonders die Mädchen in einer Klassengemeinschaft sind es, die den Rahmen für aggressives Verhalten vorgeben. Über drei Jahre hinweg untersuchten die PsychologInnen Robert Busching und Barbara Krahé von der Universität Potsdam die Entwicklung aggressiven Verhaltens bei 1321 Jugendlichen aus verschiedenen weiterführenden Schulen Berlins. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung veröffentlichten sie jetzt in der Fachzeitschrift "Personality and Social Psychology Bulletin".

Down-Syndrom-Kinder: gut in normale Kindergärten integriert

Empirische Sonderpädagogik: Kinder mit Down-Syndrom zeigen ebensoviele bzw. ebensowenige Verhaltensauffälligkeiten wie gesunde Kinder. Die Integration in einen normalen Kindergarten verläuft ohne besondere Probleme. Down-Kinder zeichnen sich oft durch hohe Kontaktbereitschaft und Anpassungsfähigkeit aus, berichtet Professor Dr. Klaus Sarimski (Pädagogische Hochschule Heidelberg) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Empirische Sonderpädagogik".

Report Psychologie: Achtsamkeits-Therapie ist sinnvoll, aber nicht notwendig

Report Psychologie: "Im Hier und Jetzt sind wir wirklich lebendig. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft hat noch nicht begonnen." Der Kernsatz von Achtsamkeits-Therapie und Meditation steht im Mittelpunkt des Interviews mit Professor Dr. Johannes Michalak (Universität Witten/Herdecke), veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe von "Report Psychologie".




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