Don't blame kids if they do not enjoy school, study suggests
When children are unmotivated at school, new research suggests their genes may be part of the equation. A study of more than 13,000 twins from six countries found that 40 to 50 percent of the differences in children's motivation to learn could be explained by their genetic inheritance from their parents. The results surprised study co-author Stephen Petrill, who thought before the study that the twins' shared environment - such as the family and teachers that they had in common - would be a larger factor than genetics. Instead, genetics and nonshared environment factors had the largest effect on learning motivation, whereas the shared environment had negligible impact.
Spirituality and Miracles: The Creative Inconsistency of the Mind
"The mind must not simply try to explain the world scientifically. The more we make scientific sense of the universe, the more pointless the universe seems. The mind must, therefore, go beyond logic in order to attain a general feeling of understanding," Ingrid E. Josephs and Jaan Valsiner emphasize in their contribution to the textbook "Spiritual and religious development".
Tod und Krankheit durch Rauchen unterschätzt: Tabak fördert nicht nur Krebs und Herz-Kreislauf-Krankheiten
Etwa eine Milliarde Menschen sterben in diesem Jahrhundert an den Folgen ihres Tabakkonsums, schätzen Experten. Die Sterberate ist für Raucher zwei bis drei Mal höher als für lebenslange Nichtraucher. Meist ist die Todesursache Krebs. Doch auch für viele weitere internistische Erkrankungen erhöht Rauchen das Risiko, zeigt eine aktuelle Studie im "New England Journal of Medicine": 17 Prozent der durch Tabak erhöhten Sterberate hängen mit Erkrankungen zusammen, die bisher nicht den Folgen des Rauchens zugeschrieben wurden. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) nimmt dies zum Anlass, Raucher zum Verzicht aufzurufen.
Hirnstimulation verbessert kognitive Kontrolle über Emotionen
Depressive Erkrankungen sind gekennzeichnet durch eine mangelnde Bewältigung und Kontrolle von negativen Eindrücken, Gedanken und Gefühlen. Mit Psychotherapie und antidepressiven Medikamenten kann zwar vielen Patienten gut geholfen werden, ein besseres Verständnis der neurobiologischen Grundlagen dieser Erkrankung könnte aber eine noch gezieltere und effektivere Therapie ermöglichen. In der neurologischen und psychiatrischen Therapieforschung werden schwache elektrische Ströme, die transkranielle Gleichstromstimulation (tDCS), als Behandlungsmöglichkeit der Erkrankung untersucht. Und das mit vielversprechendem Erfolg, wie neueste Veröffentlichungen zeigen.
Suizid in Haft: Moderne, humane Möglichkeiten der Prävention
In der Zelle von Thomas Middelhoff wurde während der ersten vier Wochen der Untersuchungshaft nachts etwa alle 15 Minuten das Licht kurzfristig eingeschaltet; gleichzeitig warf ein Wärter einen Blick in den Raum. Nach Angaben der Vollzugsbehörde in Essen diente die Maßnahme der Suizidprävention. Psychiater und Psychologen belegen schwere gesundheitliche Folgen einer derartigen Form des chronischen Schlafentzugs. In Unrechtsstaaten wird er systematisch eingesetzt, um Gefangene zu zermürben. Die Psychologen Dr. Katharina Bennefeld-Kersten, Dr. Maike Breuer, Prof. Dr. Johannes Lohner und Dr. Willi Pecher empfehlen demgegenüber ein verträgliches, konstruktives Vorgehen. Details beschreiben sie in ihrem neu vorgelegten Sachbuch "Frei Tod? Selbst Mord? Bilanz Suizid?"
Herz-Patienten im Krankenhaus: Jeder vierte hat Depressionen, zu wenige werden behandelt
Im Krankenhaus behandelte Patienten mit Herz-Kreislauf-Krankheiten haben wesentlich öfter depressive Störungen als die Allgemeinbevölkerung, außerdem sind bei ihnen behandlungsbedürftige depressive Störungen deutlich unterversorgt. Von den Studienteilnehmern mit aktueller mittelschwerer bis schwerer depressiver Episode waren aktuell nur 29 Prozent in Behandlung. Das berichtet PD Dr. Nina Rieckmann (Berlin School of Public Health, Charité) auf der 81. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, bei der vom 8. bis 11. April in Mannheim 8.500 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern zusammentreffen.
Relativer sozialer Status beeinträchtigt Gesundheit und Lebenszufriedenheit
Menschen neigen dazu, sich mit ihrem sozialen Umfeld zu vergleichen. Gelingt es ihnen nicht, einen ähnlichen Lebensstandard wie ihre Nachbarn, Freunde oder Kollegen aufrecht zu erhalten, so führt dies zu deutlichen Einbußen im subjektiven Wohlbefinden. Den weltweiten Forschungsstand zu diesem Thema fasst der Yale-Professor Xi Chen in einem Beitrag für IZA World of Labor, eine Online-Plattform des Bonner Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), zusammen. Demnach ist der Vergleich mit dem sozialen Umfeld besonders ausgeprägt in Gesellschaften mit hoher sozialer und ökonomischer Ungleichheit und starren sozialen Hierarchen.
Studie der TU Darmstadt: Tunnelblick bei Entscheidern bringt Bauprojekte in Schieflage
Wissenschaftler der TU Darmstadt haben in einer Studie kognitive Verzerrungen bei Entscheidungen der Verantwortlichen als Ursache für Kosten- und Zeitplanüberschreitungen bei großen Immobilienprojekten ausgemacht. Besonders kritisch: Auch langjährige Erfahrung schützt nicht vor Selbstüberschätzung oder Überoptimismus - im Gegenteil.
Wenn das eigene Leben wie ein Film vorbeizieht: Das Depersonalisations-Derealisationssyndrom bleibt oft unerkannt
Von dem Depersonalisations-Derealisationssyndrom Betroffene befinden sich über Monate oder gar Jahre in einem veränderten Bewusstseinszustand, so als ob alles unwirklich und "wie in einem Film" sei. Von ihren eigenen Empfindungen und der Außenwelt fühlen sie sich wie abgetrennt. Obwohl das Syndrom seit Jahrzehnten als psychische Störung bekannt ist, wird die Diagnose nur extrem selten gestellt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) gemeinsam mit anderen Fachgesellschaften in einer gemeinsamen Leitlinie hin. Allgemeinmediziner, aber auch Fachärzte für psychische Erkrankungen, kennen das Syndrom häufig nicht. Patienten müssen mitunter Jahre ohne angemessene Behandlung auskommen, erklärt die Fachgesellschaft.
Schulpsychologie: Wie Gruppenunterricht erfolgreicher werden kann
Schulpsychologie: Gruppenunterricht kann äußerst wertvoll sein. Doch die Chancen werden häufig kaum genutzt. Dr. Ludwig Haag registrierte in einer Studie, wieviel LehrerInnen im Gruppenunterricht falsch machen können - mit unerfreulichen Folgen für alle Beteiligten. Und er beobachtete auch, dass wissenschaftliche Befunde oft nur spärlich im Schulunterricht umgesetzt werden.
Religiöse Entwicklung: Wie die Evolution den Gläubigen zum Untertan disponiert
Religiöse Entwicklung - des Einzelnen wie der großen Gemeinschaften - entsteht und verläuft unter verschiedensten Einflüssen. Als prägendes Element identifizierte der Psychologe Professor Dr. Franz Bruggle (Freiburg/Breisgau) die Evolution. Sie hat dem Menschen die Überlebens- und Entwicklungsmöglichkeiten nur unter den Bedingungen der Gruppen- und Hierarchiebildung belassen. Die Praxis der Hochreligionen ist konsequent danach ausgerichtet, in Sekten werden die Strukturen extrem radikalisiert.
Die Sterblichkeit von Patienten mit Alkoholsucht in Allgemeinkrankenhäusern ist um ein Vielfaches höher als bei Behandelten ohne Alkoholabhängigkeit. Außerdem sterben sie im Schnitt rund 7,6 Jahre früher als Krankenhauspatienten ohne einen solchen Suchthintergrund. Das haben Wissenschaftler der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Bonn mit britischen Kollegen anhand von Patientendaten mehrerer Allgemeinkrankenhäuser in Manchester (England) herausgefunden. Die Forscher fordern eine frühere und intensivere psychotherapeutische Begleitung von Alkoholkranken. Die Studie ist nun im Journal "European Psychiatry veröffentlicht.