Bei jedem neuen Erlebnis wird unser Gehirn vor eine schwierige Aufgabe gestellt: Es muss flexibel genug sein, um neue Informationen in kurzer Zeit aufnehmen zu können, aber auch stabil genug, um sie für lange Zeit zu speichern. Außerdem sollten neue Gedächtnisinhalte alte nicht überschreiben oder verändern. Das Gehirn löst diese Aufgabe, indem es Gedächtnisinhalte in zwei separaten Speichern ablegt: im Hippocampus, einem plastischen Kurzzeitspeicher mit großer Kapazität und schneller Aufnahmefähigkeit, und in einem Teil der Großhirnrinde, dem sogenannten Neokortex. Dieser nimmt zwar Informationen langsamer auf, schützt sie aber dafür dauerhaft und ohne Überschreibung anderer Inhalte. Forscher vom Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensneurobiologie der Universität Tübingen haben nun gemeinsam mit Münchner Wissenschaftlern erforscht, wie diese beiden Systeme beim Lernen zusammenarbeiten. Ihre Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.
Wirtschaftspsychologie: Studie zu Robotisierung in Büro- und Dienstleistungsberufen
Wirtschaftspsychologie: Würden humanoide Roboter als Kollegen im Büro oder gar als Führungskraft, ausgestattet mit emotionalen Fähigkeiten, in Teams akzeptiert? Und welche Tätigkeiten würden Beschäftigte im Dienstleistungssektor Robotern überlassen? Überraschende Antworten liefert die länderübergreifende Studienreihe "Robots@work4.0" von Prof. Stock-Homburg der TU Darmstadt.
Unstatistik Oktober: Das Glück macht einen Sprung!
Krieg im Nahen Osten, Flüchtlingskrise, Klimawandel - aber die Deutschen werden glücklicher, so das von nahezu allen Presseorganen aufgenommene Ergebnis des von der Deutschen Post herausgegebenen Glücksatlas. "Das Glück der Deutschen macht einen deutlichen Sprung" - sagt man uns dort schon im Titel. In der Studie hatten Deutsche ihre Lebenszufriedenheit auf einer Skala von 0 bis 10 beurteilt. Gegenüber dem Vorjahr ist diese im Mittel von 7,0 auf 7,1 gestiegen!
Verliert unser Gehirn Nervenzellen, kann es diesen Verlust selbst kaum kompensieren. Wissenschaftler und Ärzte hoffen daher, mit transplantierten Nervenzellen Schäden durch Verletzungen oder Krankheiten auszugleichen. Inwieweit sich die neuen Zellen in ein bestehendes Nervennetzwerk integrieren und dessen Aufgaben übernehmen können, ist jedoch unklar. Nun zeigen Wissenschaftler der Ludwig-Maximilians-Universität München, des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie und des Helmholtz Zentrums München in Mäusen, dass transplantierte embryonale Nervenzellen zu gleichwertigen Mitgliedern eines bestehenden Nervennetzwerks heranwachsen und die Aufgaben ihrer neuen Position vollständig übernehmen.
Umfrage: Deutsche fühlen sich von Cyber-Terror bedroht
Die Angst vor Terroranschlägen hat auch den Cyber-Raum erobert: Zwei Drittel der Bevölkerung halten die Gefahr für groß oder sehr groß, dass staatliche Stellen und kritische Infrastrukturen in Deutschland über das Internet angegriffen werden. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage, die das Institut für Demoskopie Allensbach und das Centrum für Strategie und Höhere Führung im Auftrag der Deutschen Telekom durchgeführt haben. Die Ergebnisse veröffentlicht die Telekom im Sicherheitsreport "Bevölkerung" 2016.
Gesundheit und Haft: Wie im Strafvollzug Menschenrechte verletzt werden
In deutschen Gefängnissen blüht der Handel mit Rauschgift. Die Aufklärungsquote ist gering. Im vergangenen Jahr wurden nach Mitteilung des Bundeskriminalamts lediglich 797 Drogenlieferungen hinter Gittern beschlagnahmt. 57 Drogentote in Haft wurden wärend der letzten zehn Jahre registriert. Eine Ursache liegt in der Weigerung vieler Haft-Verantwortlicher, drogenabhängigen Gefangenen die notwendige Substitutionsbehandlung zu ermöglichen. Therapeutische Experten beschreiben und analysieren die äußerst widersprüchlichen Verhältnisse in dem aktuellen interdisziplinären Handbuch "Gesundheit und Haft".
Bei krebsassoziierte Fatigue empfehlen Radioonkologen unter anderem Sport und Entspannungstechniken
Sport, aber auch Yoga, Tai Chi, Qigong und Entspannungsübungen können Krebspatienten helfen, die Strapazen einer Strahlentherapie besser zu überstehen. Damit können Patienten einer Fatigue vorbeugen. Unter dieser quälenden Müdigkeit und Erschöpfung leiden viele Krebskranke während und nach der Krebsbehandlung - auch nach einer Strahlentherapie. Die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) rät den Patienten, bereits zu Beginn der Strahlentherapie körperlich und mental aktiv zu werden.
Volvo ist unangefochten die Nummer eins der Automarken, die von ihren Fahrern am meisten geliebt wird. Audi und BMW folgen mit deutlichem Abstand. Das ist das Ergebnis des Projektteams Testentwicklung um Dr. Rüdiger Hossiep von der Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum. Die Forscher werten jährlich die Einträge in das Online-Forum "Motor-Talk.de" aus und beziehen Daten des Kraftfahrzeugbundesamts ein. Ihr Involvement-Index gibt Aufschluss über den emotionalen Wert der 36 in Deutschland verbreitetsten Automarken.
Want More Self-Control? Be Less Selfish, Brain Studies Suggest
Paradoxically, you could boost self-control by being less self-centered, a new brain study suggests. Self-control, the ability to resist that second chocolate-chip cookie or save up for a rainy day, may be affected not only by how impulsive people are, but also by how easily people see things from another's perspective, the research finds.
Jahrbuch Sucht: Das Suchtpotenzial ist bei neuen Z-Drugs ebenso hoch wie bei alten Benzodiazepinen
Jahrbuch Sucht: Mindestens 1,5 Millionen Deutsche sind von Medikamenten abhängig. Hinzu kommt eine zumindest ähnlich große Zahl von Menschen, die sich an die Dauereinnahme unnötiger Medikamente gewöhnt haben. In beiden - kontinuierlich wachsenden - Patientengruppen sind riskante Arznei-Nebenwirkungen eher die Regel als die Ausnahme, berichtet Professor Dr. Gerd Glaeske im neuen Jahrbuch Sucht.
Hebammen: meist schlecht bezahlt, aber hoch motiviert
Hebammen leisten körperliche, geistige und emotionale Schwerarbeit, erhalten jedoch oft kaum mehr als den gesetzlichen Mindestlohn. Weshalb sind die meisten Hebammen trotz der schwierigen Arbeitsbedingungen glücklich in ihrem Beruf? Dr. Timo Lorenz und Kollegen (Freie Universität Berlin) befragten in einer Studie 550 Hebammen und berichten über die Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation".
Are extraverts always at an advantage in team-based work?
New research taking an in-depth look at the role of energy in the perceived advantage of being an extravert has been conducted by the University of Surrey in collaboration with the Center for Creative Leadership in North Carolina (USA), Erasmus University (The Netherlands), Grenoble Ecole de Management (France) and Cornell University (USA). The resulting academic paper has been published in the Journal of Organizational Behavior.