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Hilfe gegen Heißhungeranfälle

Die Binge-Eating-Störung kann mit kognitiver Verhaltentherapie behandelt werden. Aber auch ein verhaltenstherapeutisches Selbsthilfeprogramm, das das Internet nutzt und nicht anonym ist, hilft gut gegen diese Essstörung. Das hat Professorin Dr. Martina de Zwaan, Direktorin der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), gemeinsam mit Professorin Dr. Anja Hilbert von der Universität Leipzig herausgefunden und in der Fachzeitschrift JAMA Psychiatry veröffentlicht.

Pädophilie: unheilbar und für Therapeuten eine extreme Herausforderung

Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Pädophilie ist nicht heilbar. Kann Psychotherapie dennoch Pädophilen helfen - und wenn ja, wieweit? Fritjof von Franque und Peer Briken (Institut für Sexualforschung Hamburg) reflektieren die Möglichkeiten in einem Übersichtsbeitrag in "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin": Die Anforderungen an Therapeuten sind hoch - und die Erfolge tendenziell bescheiden.

Vollrausch schädigt junges Hirn: Neurophysiologen warnen vor Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Während Schüler und Studenten den Rausch der letzten Partynacht ausschlafen, kann der Alkohol in ihrem Gehirn unbemerkt langfristige Schäden anrichten. Jugendliche und junge Erwachsene, die sich regelmäßig in den Vollrausch trinken, zeigen Entwicklungsrückstände in verschiedenen Hirnregionen. In Tests, die Aufmerksamkeit oder Impulskontrolle erfordern, schneiden sie schlechter ab als ihre Altersgenossen, die wenig bis gar keinen Alkohol zu sich nehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Übersichtsarbeit, die kürzlich in der Fachzeitschrift Frontiers in Psychology erschien.

Wenn Schüler andere Schüler tyrannisieren: Viele Lehrer verschließen die Augen

Vor und in der Schule agieren oft Diktaturen: Beherrscher-Schüler gegen normale Schüler. Häufig verschließen Lehrer und Eltern die Augen vor der Problematik. "Der Verrat der Erwachsenenwelt an den Kindern und Jugendlichen besteht darin, dass das verbriefte Recht auf Beschützung nicht eingelöst wird," kritisiert der Psychologe und Antiaggressivitätstrainer Dr. Michael Heilemann in seinem Taschenbuch "Amokgefahr". Opferin der Schule können in Extremfällen zu einem Amoklauf getrieben werden.

Demenz lässt sich häufig präventiv vermeiden oder therapeutisch verzögern

Jährlich werden etwa 300.000 Patienten in Deutschland dement. Ca. 100.000 von ihnen hätten ihre Erkrankung durch einen gesunden Lebensstil und vorsorgliche Behandlung vermeiden können. Die Möglichkeiten einer Prävention werden nach wie vor unterschätzt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Kommission der Fachzeitschrift Lancet unter der Leitung von Gill Livingston.

Synergetik als Ordner der Psychologie und Belebung der Psychotherapie

Die Synergetik ist die interdisziplinäre Wissenschaft der Selbstorganisation. Hermann Haken hat die Synergetik entwickelt. Zu seinem 90sten Geburtstag legen Jürgen Kriz, Wolfgang Tschacher und 21 weitere Wissenschaftler in einer Festschrift die jeweils eigene Forschungsarbeit in der Synergetik dar. Haken, selbst Naturwissenschaftler, hat u.a. führende Psychologen inspiriert.

Wirtschaftspsychologie: "Reden Sie niemals von Vertrauen"

Vertrauen im Arbeitsleben ist eines der wertvollsten Güter. Wenn es gefährdet ist, sollte keinesfalls darüber gesprochen werden, rät der Wirtschaftspsychologe Dr. Felix Frei in seinen "Freibriefen". Er reflektiert in seinem neuen Ratgeber-Buch Menschliches und Allzumenschliches aus dem Arbeitsalltag in Form von 66 persönlichen, gelegentlich auch humorvollen Briefen.

Psychologie und Gesellschaftskritik: Ist Integration nur die einseitige Leistung von Migranten?

Migration: Der Willkommenskultur folgte die Forderung nach Integration. Was genau ist Integration, und wieviel Integration ist sinnvoll? Ist Integration einseitig eine Leistung von Migranten - oder sollte die Gesellschaft Leistungen erbringen, um Zuwanderern die Integration zu ermöglichen? Ist die Kritik an der Integrationsverweigerung berechtigt? Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik" veröffentlicht fünf empirische Studien zur Thematik.

Grosszügige leben glücklicher

Grosszügigkeit macht Menschen glücklicher. Weniger glücklich sind Menschen, die aus purem Selbstinteresse handeln. Dabei ist es zweitrangig, wie grosszügig man sich verhält. Bereits das feste Versprechen freigiebiger zu sein, löst eine Veränderung im Gehirn aus, die uns glücklicher macht. Dies belegen UZH-Neuroökonomen in einer neuen Studie.

Vorausverfügungen in der Psychiatrie: Wie Patienten ihre Selbstbestimmung stärken können

Die meisten psychisch belasteten Patienten sind zeitweise in der Lage, Informationen klar aufzunehmen und zu bewerten. In einer derartigen Phase der Urteils- und Entscheidungsfähigkeit sollten sie verfügen, welche Therapie in Krankheitsphasen der Einwilligungs-Unfähigkeit umgesetzt werden kann. Derartige Vorausverfügungen können als Beitrag zur Selbstbestimmung dienen und evtl. Zwangsbehandlungen im subjektiven Erleben entschärfen, berichten Professorin Dr. Astrid Gieselmann und Kollegen in der aktuellen Ausgabe von "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".

Applying multiple indices to monitor bullying longitudinally

Psychological Test and Assessment Modeling: Japanese Scientists demonstrate the multiple ways to monitor the condition of bullying in a whole school level as well as year group and class levels by using traditional index of the change in number of reported bullying/victimization, in conjunction with new indices of the bully/victim ratio and the number of helpless victims.

Deutschland, die Raucherecke Europas?

Jeder vierte Erwachsene in Deutschland greift regelmäßig zur Zigarette. Damit liegt die Zahl der Raucher hierzulande höher als in den meisten anderen Industrieländern. In einem aktuellen Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schneidet die Bundesrepublik in Sachen Tabakkontrolle im Vergleich zu anderen Ländern schlecht ab. Seit Einführung der "Schockbilder" habe die Bundesregierung keine weiteren Maßnahmen mehr eingeleitet, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP). Die Fachgesellschaft fordert unter anderem ein komplettes Werbeverbot für Tabakwaren sowie professionelle Entwöhnungsprogramme auf Rezept.




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