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Alkoholatlas: Je höher der soziale Status, desto mehr Alkoholkonsum

Alkoholkonsum verursacht der Gesellschaft direkte und indirekte Kosten von rund 39 Milliarden Euro im Jahr. Dem gegenüber stehen Einnahmen durch die Alkoholsteuer von nur 3,2 Milliarden Euro. Doch wer trinkt und in welchem Maße? Riskanter Alkoholkonsum ist in gehobenen sozioökonomischen Schichten stärker verbreitet als etwa unter Arbeitslosen. Darüber hinaus gibt es enorme regionale Unterschiede beim Trinkverhalten und bei den gesundheitlichen Folgeschäden. Erster Alkoholatlas des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) bietet umfassende Informationen rund um das Thema Alkohol.

Der Alkoholatlas - wie 2015 der Tabakatlas - ist bei Pabst Science Publishers erschienen.

Wie Alkohol die Paarbeziehung festigt oder zerstört

Frauen zeigen immer mehr Schwäche für Alkohol. Immer häufiger werden sie abhängig. Männliche Partner neigen dann oft dazu, aktiv auf eine Problemlösung zu drängen. "Männer sind mehrheitlich noch immer traditionell so sozialisiert, dass sie die Verantwortung für die eheliche Gemeinschaft tragen," berichtet die Psychotherapeutin Bea Schild in ihrem Reader "Partnerschaft und Alkohol". Tendenziell neigen Männer gegenüber einer Trinkerin zu ärgerlich-kontrollierendem Verhalten. Das Risiko, die Frau zu verlassen, ist hoch.

Sozialer Roboter und Datenklänge in fürsorglicher Wohnung

Was macht eine intelligente Wohnung sozial kompetent, sodass sie ihre Gäste optimal unterstützen kann? Daran haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld in einem Großprojekt geforscht. Das Hauptergebnis ist die Schaffung eines mitdenkenden Apartments im CITEC-Gebäude, das rund um die Uhr als Forschungswohnung eingesetzt werden kann. Zu den Entwicklungen der Forschenden gehören ein "emotionaler" Roboterkopf, ein klingender Energieverbrauch und ein Lichtsignal-System in der Küche.

Kognitive Verhaltenstherapie reduziert Angst bei Demenz

Der aktuelle Forschungsnewsletter des Dialog- und Transferzentrum Demenz (DZD) der Universität Witten/Herdecke beschäftigt sich insbesondere mit der Reduzierung von Angst durch therapeutische Interventionen. Dies gilt vor allem für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz, also etwa Interventionen wie Kognitive Verhaltenstherapie und Psychotherapie.

"PraxisUmfrage Tumorschmerz" zeigt Versorgungslücken bei onkologischen Patienten

Menschen mit Tumorerkrankungen sind schmerzmedizinisch zu einem beträchtlichen Teil unter- und fehlversorgt, sowohl bezüglich tumorbedingter Dauerschmerzen als auch hinsichtlich tumorbedingter Durchbruchschmerzen. Das belegen Ergebnisse einer groß angelegten Online-Befragung der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) e.V. und der Deutschen Schmerzliga (DSL) e.V. (www.Praxisumfrage-Tumorschmerz.de) unter mehreren tausend Betroffenen. "Die Auswertung deckt schmerzmedizinische Versorgungslücken auf, die alle Beteiligten zum Umdenken motivieren sollten", erläuterte PD Dr. med. Michael A. Überall, Präsident der DSL, Vizepräsident der DGS, bei einem Pressegespräch in Mannheim.

Längere Schulzeit (G9) fördert die Intelligenz

Ein Forscherteam der Universitäten Dortmund und Marburg hat untersucht, wie sich die Beschulungsdauer auf Leistungen in Intelligenztests auswirkt. In zwei Studien verglichen sie die Intelligenztestwerte von G8- und G9-beschulten Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren. G9-Schüler schnitten in beiden Studien in fast allen Bereichen besser ab als G8-Schüler. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden in der Oktober-Ausgabe der Fachzeitschrift "Cognitive Development" veröffentlicht.

Das Nudge-Prinzip im Praxistext: Ein sanfter Anstoß hilft gegen Langzeitarbeitslosigkeit

Erhalten Arbeitsuchende wissenschaftlich fundierte Informationen zur Jobsuche, erhöht sich ihr Erfolg auf dem Arbeitsmarkt spürbar. In einem Experiment fand ein internationales Forscherteam um den Bonner Wirtschaftsprofessor Armin Falk, Leiter des Institute on Behavior and Inequality (briq), heraus: Für Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht waren, stiegen Beschäftigung und Einkommen um rund vier Prozent, wenn sie gezielt über Erkenntnisse aus der Arbeitsmarkt- und Verhaltensforschung informiert wurden. Die Studie erscheint demnächst in der renommierten Fachzeitschrift Journal of Public Economics.

Umweltpsychologie: Stadtgrün tut älteren Menschen gut - wenn die Gestaltung stimmt

Umweltpsychologie: Parks, Stadtwald, Gärten - Grün ist wichtig für die Lebensqualität von Älteren, die in Heimen leben. Doch Grünflächen müssen altersgerecht gestaltet sein, damit Seniorinnen und Senioren sie nutzen können. Dies sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Studie. Unter Leitung von Dr. Martina Artmann vom Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ging ein europäisches Forschungsteam erstmals der Frage nach, welche Rolle städtische Grünflächen für Seniorenheime spielen. Ihre Ergebnisse hat die Gruppe in der Fachzeitschrift "Urban Forestry and Urban Greening" veröffentlicht.

Das Altern aufhalten - und gestalten

Mit 30 Jahren geht es bergab, spätestens. Dann beginnt bei den allermeisten Menschen das Volumen des Gehirns zu schrumpfen. Das ist die schlechte Nachricht, die gute ist: Dieser Alterungsprozess lässt sich stoppen, mit gezieltem Training, mit Bewegung, mit körperlicher Aktivität. "Jeder hat es selbst in der Hand, seine Gehirnfunktionen zu erhalten, sofern er körperlich gesund ist", sagt Dr. Ben Godde, Professor für Neurowissenschaften an der Jacobs University Bremen.

Weniger Stress, mehr soziale Kompetenz: Auch Erwachsene können soziale Fähigkeiten trainieren

Das menschliche Gehirn ist in der Lage, sich ein Leben lang zu verändern und an neue Verhältnisse anzupassen. Wissenschaftler bezeichnen diese Fähigkeit als Plastizität. Bisher war unklar, inwieweit sie auch die Bereiche des Gehirns umfasst, die unser Sozialverhalten steuern. Um das zu erforschen, hat ein Forschungsteam um Tania Singer, Direktorin am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, mentale Trainingsmethoden für soziale Fähigkeiten entwickelt und deren Effekte auf das Verhalten der Teilnehmer, deren Hirnstrukturen und Hormonhaushalt gemessen. Zwei wesentliche Ergebnisse des ReSource-Projektes sind nun in der Fachzeitschrift Science Advances erschienen.

Stadtleben: Wer am Wald wohnt, hat eine gesündere Amygdala

Eine Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung hat erstmals den Zusammenhang zwischen wohnortnaher Natur und der Hirngesundheit von Großstädtern untersucht. Das Ergebnis ist auch für die Städteplanung relevant.

Wirtschaftspsychologie: Orts- und zeitflexibles Arbeiten gesund gestalten

Wirtschaftspsychologie: Ob in der Bahn, im Büro oder zu Hause nach der Tagesschau: Die Digitalisierung entkoppelt Arbeit von Zeit und Raum. Im jetzt erschienenen Bericht "Orts- und zeitflexibles Arbeiten: Gesundheitliche Chancen und Risiken" fasst die BAuA den wissenschaftlichen Erkenntnisstand zu diesen Arbeitsformen zusammen. Dabei zeigt sich einerseits, dass sich flexibles Arbeiten als Belastungsfaktor auswirken und die Gesundheit der Beschäftigten schädigen kann. Andererseits bieten diese Arbeitsformen mehr Möglichkeiten, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Eigene Gestaltungsspielräume und Vorhersehbarkeit können sich dabei positiv auf die gesundheitliche Situation der Beschäftigten auswirken.




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