Konservierte Leichen in "Körperwelten": Utopien in Plastik
Die Zurschaustellung plastinierter Menschenleichen ist ein erfolgreiches Geschäftsmodell. Gegenwärtig gastiert die Wanderausstellung "Körperwelten" in Osnabrück. Ihre Tabubrüche bieten reichliche Faszination. Die Psychologin Dr. Liselotte Hermes da Fonseca hat - gemeinsam mit Kollegen - das bizarre Phänomen als "gesellschaftliches Schlüsselereignis" analysiert. Die einführenden und kritischen Reflexionen sind in einem Reader erschienen: "Verführerische Leichen - verbotener Verfall".
Computerspielsucht: neue, erfolgreiche Beratungs- und Therapiemöglichkeiten
Die WHO hat die Computerspielsucht als Krankheit in den ICD-Katalog aufgenommen. Dies bedeutet, dass eine entsprechende spezifische Therapie ab sofort von den Krankenkassen finanziert werden muss. Über die verschiedensten wirksamen Diagnose-, Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten berichten Dr. Kay Uwe Petersen und Kollegen in zwei wissenschaftlich fundierten, jedoch allgemeinverständlich geschriebenen Sachbüchern
Schmerz: Wie Therapeuten und Patienten gemeinsam das Leiden erträglich machen können
Ärzte und Psychotherapeuten fühlen sich meist hilflos, wenn ihnen Gefühle ihrer Schmerzpatienten begegnen. In diesen Situationen und Phasen gilt es, "empathisch standzuhalten". Ursula Frede, selbst gleichzeitig Schmerzpatientin und psychologische Schmerztherapeutin, hat in ihrer Monografie "Herausforderung Schmerz" detailliert beschrieben, wie die Begleitung von Schmerzpatienten gelingen kann. Eigene Erfahrungen und wissenschaftliche Expertise sind in das Buch eingeflossen.
Alternativer Drogen- und Suchtbericht: Wie Drogenrisiken reduziert werden können
Alternativer Drogen-und Suchtbericht: Etwa drei Millionen Menschen in Deutschland nehmen selten, gelegentlich oder regelmäßig Cannabis zu sich. Polizei und Justiz erhöhen den Repressionsdruck seit Jahren ohne Erfolg. Im neuen Alternativen Drogen- und Suchtbericht fordern unabhängige Experten, den Drogenbesitz zu entkriminalisieren, den Drogenhandel - etwa vergleichbar dem Medikamentenhandel - zu regulieren und die Drogenqualität fachgerecht zu beaufsichtigen.
Eine Million Deutsche "rauchen" E-Zigarette und unterschätzen die Gesundheitsrisiken
Immer mehr Menschen konsumieren E-Zigaretten, in der Annahme, diese sei weniger gesundheitsschädlich als herkömmliche Zigaretten. Doch insbesondere Jugendliche werden oft durch den süßen Geschmack und die vielen Aromastoffe, wie Tiramisu und Waldfrucht, an das Rauchen herangeführt. Eine aktuelle Studie zeigt, dass diese Aromastoffe nicht ungefährlich sind. Sie können beispielsweise Diabetes, Asthma und Krebserkrankungen verursachen. Auch die Folgen des Tabakkonsums werden in der Bevölkerung weiterhin unterschätzt.
Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2018 fordert die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) daher von der Politik ein komplettes Werbeverbot für diese Produkte sowie mehr gesundheitliche Aufklärung, die sowohl vor den Folgen des Konsums von E-Zigaretten als auch des Tabakkonsums warnt.
Spirituell modifizierte kognitive Verhaltenstherapie bei Muslimen erfolgreich
Fast sechs Prozent der Bevölkerung in Deutschland ist islamischen Glaubens. Trotz des erhöhten Anteils an Flucht- und Migrationserfahrungen nehmen Muslime seltener psychologische oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch als westliche Patienten, berichtet Dr. Ahmad Bransi, Chefarzt an der Oberbergklinik Weserbergland, in seinem Beitrag zum aktuellen Reader "Spiritualität in Psychiatrie und Psychotherapie".
Psychologie und Gesellschaftskritik: Warum wird die nationale Ehre Deutschlands gern wiederentdeckt? Der politische Psychologe Dr. Sebastian Winter diagnostiziert v.a. zwei Ursachen: die andauernde Wirtschaftskrise und die zunehmend deutlicher werdende Dominanz Deutschlands in Europa.
Patienten mit schweren Bewusstseinsstörungen können von Musik profitieren, wenn sie zielgerichtet eingesetzt wird. Das ist das Ergebnis einer Übersichtsstudie von Teresa Grimm und Prof. Dr. Gunter Kreutz vom Institut für Musik der Universität Oldenburg.
Jahrbuch Sucht: Opioid-Epidemie in Deutschland vermeiden
Die Opioid-Epidemie hat in den USA dazu geführt, dass täglich etwa 115 Süchtige an einer Opioid-Überdosis sterben. Die positive Kehrseite: Fast 14 Prozent der Organspenden stammen von Drogentoten. Wie das New England Journal of Medicine berichtet, sind die Ergebnisse für Herz- und Lungen- Transplantationen gut. Professor Dr. Gerd Glaeske warnt im aktuellen Jahrbuch Sucht vor einer vergleichbaren Entwicklung in Deutschland:
WIRTSCHAFTSPSYCHOLOGIE: Muskulöse Männer haben bessere Karrierechancen
Gibt es bei Männern einen Zusammenhang zwischen dem Streben nach Muskulösität und dem Karriereerfolg? Das hat Dr. Dominic Gansen-Amman in einer experimentellen Studie mit 115 Studierenden der Psychologie (B.Sc.) an der Hochschule Fresenius, Fachbereich Wirtschaft & Medien, untersucht. Der Psychologe präsentierte das Ergebnis im Rahmen der diesjährigen Kölner Wissenschaftsrunde im Fitnessstudio "Point of Power".
Wirtschaftspsychologie: Überlange Arbeitszeiten sind ungesund und unwirtschaftlich
Wirtschaftspsychologie: Häufig wird eine Verlängerung des Arbeitstags über acht Stunden hinaus und eine Reduzierung der Arbeitstage pro Woche gewünscht. Dr. Beate Beermann (Bundesanstalt für Arbeitsschutz) rät dringend davon ab. Sie analysiert gemeinsam mit 20 weiteren WissenschaftlerInnen unterschiedliche Arbeitsmodelle - veröffentlicht in dem interdisziplinären Reader "Aspekte der Arbeitspsychologie in Wissenschaft und Praxis".
Je intelligenter ein Mensch ist, desto weniger vernetzt sind die Nervenzellen in seiner Großhirnrinde. Zu diesem Ergebnis kommen Neurowissenschaftler um Dr. Erhan Genç und Christoph Fraenz von der Ruhr-Universität Bochum nach einer Studie mit einer besonderen Form der Magnetresonanztomografie, die Einblicke in die mikrostrukturelle Verschaltung des Gehirns erlaubt. Das Team der Bochumer Arbeitseinheit Biopsychologie berichtet über die Ergebnisse gemeinsam mit Kollegen der University of New Mexico in Albuquerque, der Humboldt-Universität Berlin und des Lovelace Biomedical and Environmental Research Institute in Albuquerque in der Zeitschrift "Nature Communications" vom 15. Mai 2018.