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Parodontitis verhindern - Rauchen verursacht 40 Millionen schwere Parodontitisfälle

Wer Parodontitis verhindern will, sollte nicht rauchen. In einer Studie haben Zahnmediziner der Charité - Universitätsmedizin Berlin, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel die Zahl der Parodontitisfälle weltweit berechnet, die auf Zigaretten zurückzuführen ist. Auffällig dabei sind deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Die Studienergebnisse sind im Journal of Clinical Periodontology* erschienen.

Evidenzbasierte Angehörigenintegration: Lösungsmöglichkeiten für ein drängendes Problem

In Kliniken und im ambulanten Bereich werden die Zeiten für die Behandlung immer knapper; d.h. die Verantwortung der Patienten und ihrer Angehörigen wächst immer mehr. Daher sind Pflegende und Ärztinnen/Ärzte zunehmend gefordert, Angehörige in die Behandlung zu integrieren. Prof. Dr. Wolfgang George und Kollegen beschreiben in ihrem Reader "Evidenzbasierte Angehörigenintegration" gelungene Modelle.

 

 

Migranten: Flucht aus der Selbstwertkrise in ein grandioses Überlegenheitsgefühl

Migranten wirken häufig verhaltensgestört, vielleicht auch größenwahnsinnig - und werden entsprechend kategorisch diagnostiziert. Doch die Einschätzung kann krass fehlerhaft sein: Möglicherweise entspricht das "befremdliche" Verhalten dem normalen kulturellen Kontext des Heimatlandes. Oder eventuell leidet der Migrant unter einer akuten Traumafolge-Störung. Unter Umständen kann auch eine schwere Depression aktualisiert worden sein. Oft kommen mehrere Komponenten zusammen. Einen differenzierenden Einblick bieten Dr. Iris Calliess und Prof. Dr. Wielant Machleidt in ihrem Beitrag zum Übersichtswerk "Persönlichkeitsstörungen im therapeutischen Alltag".

Selbstverstümmelung: Warum Gesunde sich nach einer schweren Behinderung sehnen

Die Störung ist selten, absurd und ausweglos: Körperlich gesunde Menschen wollen ein Bein oder einen Arm oder ihr Genital verlieren, querschnittgelähmt werden oder blind oder taub. Sie akzeptieren ihren gesunden Körper nicht, sie hassen ihn - und oft verstümmeln sie ihn. Psychologen, Psychiater und Betroffene analysieren die Körperintegritäts-Identitätsstörung in einem Aufsatzband. Er trägt als Titel die englischsprachige Originalbezeichnung der Störung: Body Integrity Identity Disorder (BIID).

Transplantation: Warum Gesunde freiwillig eine Niere spenden

Transplantation: Die Bedeutung der Lebendspende hat zugenommen. In der Mehrheit der Fälle ergreift die Spenderin/der Spender die Initiative, gelegentlich gibt der Arzt die Anregung, nur in den seltensten Fällen bittet der Patient um ein Organ. Viele nierenkranke Patienten zögern, das Organangebot eines Angehörigen anzunehmen, berichten Dr. Denise Overkamp und Prof. Dr. Fritz Muthny in ihrem Beitrag zum Standardwerk "Psychonephrologie".

BAuA veröffentlicht Brochüre "Arbeitswelt im Wandel 2018"

"Arbeitswelt im Wandel". Einmal im Jahr fasst die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) unter diesem Titel aktuelle Trends der Ar-beitswelt zusammen. Mit vielen anschaulichen Grafiken informiert die kompakte Broschüre Praktiker des Arbeitsschutzes und die interessierte Öffentlichkeit gleichermaßen. Basierend auf dem Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2016" (SuGA 2016) informiert die Broschüre über Zahlen, Daten und Fakten in Sachen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Dabei bildet sie Themen wie Erwerbstätigkeit, Arbeitsbedingungen oder den demografischen Wandel einfach und verständlich ab.

Inkontinzenz: Ein neues Sensorsystem soll Betroffene und Pflegende zügig warnen

Mehr als fünf Millionen Menschen in Deutschland sind von Inkontinenz unterschiedlicher Art betroffen. Viele nehmen ihre Ausscheidung kaum, verspätet oder überhaupt nicht wahr. Eine Arbeitsgruppe der Hochschule Furtwangen (Baden-Württemberg) hat einen miniaturisierten Geruchssensor entwickelt, der Betroffene oder Pflegende kurzfristig via Smartphone warnt. Professor Dr. Dirk Benyoucef, Vera Kallfaß und Kollegen berichten über die Neuentwicklung im aktuellen Reader "Assistive Systeme und Technologien zur Förderung der Teilhabe für Menschen mit Hilfebedarf".

Dr. Knut Hoffmann übernimmt dgsgb-Vorstandsvorsitz und eröffnet im Mai die Special Olympics in Kiel

Seit Anfang letzter Woche ist der stellvertretende Ärztliche Direktor der LWL-Universitätsklinik Bochum für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin im Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), Dr. Knut Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der dgsgb - Deutsche Gesellschaft für Seelische Gesundheit bei Menschen mit geistiger Behinderung e.V. In dieser Funktion wird er Mitte Mai im Rahmen der Eröffnung der Special Olympics 2018 in Kiel ein Abkommen zur Förderung der seelischen Gesundheit von Atlethen mit geistiger Behinderung unterzeichnen.

Am 1. Mai werden Rekorde im Komasaufen gebrochen

Trinken bis der Arzt kommt: Am 1. Mai steigt die Zahl jugendlicher "Komasäufer" stark an. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Krankenhausdaten der DAK-Gesundheit für die vergangenen vier Jahre. Nach Analyse der Krankenkasse werden am 1. Mai mehr als dreimal so viele 16- bis 20-Jährige nach Alkoholmissbrauch in einer Klinik behandelt als im Jahresdurchschnitt. Ein Besäufnis ist der zweithäufigste Grund für Krankenhaus-Einweisungen, berichtet das Jahrbuch Sucht 2018.

Wirtschaftspsychologie: Die Arbeitswelt 2030 ist variabler aber nicht schöner

Wirtschaftspsychologie: Wie sieht die Arbeitswelt im Jahr 2030 aus? Das wollten Masterstudierende der Hochschule Niederrhein wissen und haben dazu 601 Berufstätige befragt. Die Ergebnisse liegen jetzt vor: 2030, das glauben die Befragten, ist alles digital, die Konstante heißt Veränderung, Arbeits- und Privatleben sind nicht mehr zu trennen, nur die Ergebnisse zählen und Selbststeuerung ersetzt Führung. Dabei sind die meisten überzeugt, dass die Unternehmen im Jahr 2030 erfolgreicher sein werden als heute. Ob die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zufriedener sein werden, glaubt hingegen die Mehrzahl der Befragten nicht.

Wirtschaftspsychologie: Warum das Gesundheitsmanagement meist mehr schlecht als recht ist

Wirtschaftspsychologie: Das Alter der Belegschaften steigt, Dynamik und Komplexität in den meisten Berufen nehmen zu, die Ansprüche an Freizeit wachsen. Dies gefährdet zunehmend die psychische und physische Gesundheit; die hohen Krankenstände in Unternehmen sind ein klarer Beleg. Eine systematisch gesundheitsförderliche Arbeitskultur ist in den meisten Bereichen eher die Ausnahme als die Regel. Der Arzt und Psychologe Professor Dr. Michael Kastner diagnostiziert das Gesundheitsmanagement als regelmäßig mangelhaft. Seine Analysen und konstruktiven Vorschläge fasst er mit Kollegen in einem Reader zusammen: "Leistung, Gesundheit und Innovativität im demografischen Wandel".

Kinder- und Jugendärzte sowie Umweltmediziner warnen vor E-Zigaretten und neuen Tabakvaporizern

In Deutschland haben gesetzliche Rauchverbote und viele Präventionsbemühungen der letzten zwei Jahrzehnte erfreulicherweise zu einem Rückgang der Zahl jugendlicher Tabakraucher geführt. Aktuell aber drängen nach E-Zigaretten nun Tabakvaporizer, bei denen Tabak erhitzt und nicht verbrannt wird, auf den Markt. Kinder- und Jugendärzte sowie Umweltmediziner stufen E-Zigaretten und neuere Tabakverdampfer jedoch aufgrund der Gefahr eines "harmlosen" Einstiegs in den Konsum konventioneller Tabakprodukte als gefährlich ein. Darüber hinaus fehlen belastbare (Langzeit-)Studien zu Krebsrisiken und zu einer möglichen Entwicklung bzw. Verschlimmerung von Asthma und anderer Lungenerkrankungen.




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