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Therapie der Schizophrenie: Neuroleptika überdosiert, Nebenwirkungen falsch diagnostiziert

Warnung für Patienten mit Schizophrenie: Neuroleptika stehen mehr und mehr im dringenden Verdacht, langfristig die Hirnmasse irreversibel schrumpfen zu lassen und die kognitive Leistungskraft zu schädigen. Professor Dr. Dr. Thomas Köhler (Hamburg) ordnet demgegenüber zwar die "Frühdyskinesien" als therapierbar ein, doch die "Spätdyskinesien" quälen den Patienten meist lebenslang: motorische Unruhe, Zittern, Krämpfe, unwillkürliche Bewegungen, Zuckungen (v.a. im Gesichtsbereich und in Extremitätenbereichen). In der fünften, aktualisierten Auflage seines Handbuchs "Pharmakotherapie in der Psychotherapie" beschreibt Köhler die wichtigsten Wirkungen und Nebenwirkungen der Psychopharmaka.

Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: per Smartphone Behandlungserfolg konsolidieren

Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Die Psychotherapie nutzt immer intensiver und immer erfolgreicher elektronische Medien. Professor Dr. Claus Bischoff und Kollegen (AHG-Klinik Bad Dürkheim) berichten in der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" beispielhaft über ein neues Tool: Patienten mit unipolaren affektiven Störungen können nach einer stationären Rehabehandlung den Therapieerfolg mit Hilfe des Smartphone-gestützten eIATROS dauerhaft stabilisieren.

Stimulation für das alternde Gehirn: Neurowissenschaftler zeigen das Potential von Gleichstrombehandlung

Beeinträchtigungen bei der Wortfindung und anderen Sprachfunktionen gehören zu normalen Alterserscheinungen. Gleichzeitig können sie frühe Hinweise auf dementielle Erkrankungen und deren Vorstadien sein. Neurowissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin konnten nun nachweisen, dass eine Gleichstromstimulation leichte kognitive Einschränkungen des alternden Gehirns verbessert. Die Ergebnisse der Untersuchung sind in der Zeitschrift Alzheimers & Dementia* veröffentlicht.

Psychologie und Gesellschaftskritik: Von der Außenwelt ausgelöste seelische Störungen werden in innere individuelle Pathologien umkodiert

Psychologie und Gesellschaftskritik: "Das entscheidende Moment und Motiv der zeitgenössischen Mainstream-Psychologie besteht darin, Individuen aus ihren sozialen Kontexten zu isolieren - jene Kontexte, aus denen sie hervorkommen und in denen sie traumatisiert werden, aber in denen sie sich auch regenerieren können." Thomas Slunecko, Nora Ruck und Barbara Wienigk (Wien) illustrieren diese Kritik anhand einer Bildfolge aus einem psychotherapeutischen Lehrbuch. Die Studie erschien in der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".

Öffent­liche Hand gab 2013 rund 35,5 Milli­arden Euro für Kin­der- und Jugend­hilfe aus

Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2013 insgesamt rund 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2012 um 10,2 % gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,7 Milliarden Euro - unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen - wendete die öffentliche Hand netto rund 32,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2012 entsprach das einer Steigerung um 10,2 %.

Rasterfahndung nach Epilepsie-Genen

Einen neuen Weg in der Erforschung der Ursachen der Epilepsie hat ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung des Bonner Universitätsklinikums beschritten: Die Forscher erfassten die Netzwerke der aktiven Gene und suchten wie bei einer Rasterfahndung mit einem Computermodell nach den "Haupttätern". Dabei entdeckten sie als zentralen Schalter das Molekül Sestrin-3. In Tiermodellen konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass eine Hemmung von Sestrin-3 zu einer Reduzierung der Krampfanfälle führt. Die Ergebnisse werden nun im renommierten Fachjournal "Nature Communications" vorgestellt.

Dog-human cooperation is based on social skills of wolves

Commonly accepted domestication hypotheses suggest: "Dogs have become tolerant and attentive as a result of humans actively selecting for these skills during the domestication process in order to make dogs cooperative partners." Friederike Range and Zsófia Virányi from the Unit of Comparative Cognition at the Messerli Research Institute question the validity of this view and have developed the "Canine Cooperation Hypothesis". Their hypothesis states that since wolves already are tolerant, attentive and cooperative, the relationship of wolves to their pack mates could have provided the basis for today's human-dog relationship. An additional selection, at least for social attentiveness and tolerance, was not necessary during canine domestication.

Pflege in Akutkliniken: Wie Innovationen gefördert oder verhindert werden können

Pflegende werden älter, Patienten werden älter, auch Verhaltensweisen und Strukturen in Akutstationen der Kliniken sind oft antik. Die damit wachsenden Probleme lassen sich nicht durch einen Geldregen, sondern durch Innovation entschärfen. Der wachsende Veränderungsbedarf trifft allerdings auf fast flächendeckende Widerstände. Wie lassen sie sich überwinden? Konstruktive Hinweise dazu geben Michael Kastner, Michael Falkenstein, Barbara Hinding und Kollegen in ihrem aktuellen Reader "Leistung, Gesundheit und Innovativität im demografischen Wandel".

Sag dem Smartphone, wie`s Dir gerade geht - App erfasst Magersucht-Symptome besser

Um bei seelischen Erkrankungen psychische Prozesse wie das Empfinden von positiven wie negativen Emotionen möglichst unverfälscht dokumentieren zu können, setzen die Ärzte und Wissenschaftler der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden auch auf Smartphones. In einem derzeit laufenden Forschungsprojekt erhalten Patientinnen, die unter Magersucht - Anorexia Nervosa - leiden, ein solches mit einer App versehenes Gerät. Die von den Wissenschaftlern eigens entwickelte App stellt in unregelmäßigen Abständen mehrmals täglich Fragen zu aktuellen Empfindungen, Tätigkeiten und Wünschen.

Klarträumen und Metakognition: Wie kann ich wissen, dass ich gerade träume?

Hirnforscher entdecken Gemeinsamkeiten zwischen Traum und Wachzustand. Bei Klarträumern ist der Bereich im Gehirn größer, der uns in die Lage versetzt, kognitive Prozesse bewusst zu reflektieren. Das zeigt eine Studie von Forschern des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin und des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "The Journal of Neuroscience" veröffentlicht.

Warum greifen wir bevorzugt zum teureren Wein?

"Qualität hat ihren Preis!" Dieser Slogan ist im Gehirn vieler Menschen fest verankert. Testpersonen greifen selbst dann bevorzugt zu teurerem Wein, wenn sich in den Flaschen eigentlich das identische Produkt befindet. Ein Forscherteam der Universität Bonn und der INSEAD-Business School in Frankreich hat untersucht, ob manche Konsumenten sich stärker durch Preisschilder und Markennamen beeinflussen lassen als andere. Ergebnis: Die Anfälligkeit für solche Marketingeffekte hängt mit der Größe bestimmter Gehirnstrukturen zusammen. Im "Journal of Marketing Research" werden die Ergebnisse nun vorgestellt.

Schauspieler sehnen sich nach Bewunderung - Psychologen untersuchten Narzissmus von Darstellern

Schauspieler streben nach Bewunderung und Selbstdarstellung, zumindest stärker als der Durchschnittsbürger. Gleichzeitig neigen sie allerdings weniger als ihre Zeitgenossen dazu, andere Menschen abzuwerten - potenzielle Rivalen inklusive. Das sind zwei der wesentlichen Ergebnisse von zwei Studien der beiden Psychologen Dr. Michael Dufner (Universität Leipzig) und Prof. Dr. Mitja Back (Westfälische Wilhelms-Universität Münster, WWU), die im Fachblatt "Social Psychological and Personality Science" erschienen sind. Die beiden Wissenschaftler gingen den Fragen nach, ob Schauspieler anders als der Durchschnittsbürger ticken und an welchen Stellen ihr Persönlichkeitsprofil möglicherweise von der Norm abweicht. In ihrer Untersuchung konzentrierten sie sich dabei auf ein schillerndes Persönlichkeitsmerkmal: den Narzissmus.




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