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Wirtschaftspsychologie: Im Management fehlt meist eine nachdenkliche, kritische Streitkultur

Wirtschaftspsychologie: Besitzen Manager tatsächlich keine Zeit zum Denken? Der Wirtschaftspsychologe Dr. Felix Frei äußert demgegenüber "den Verdacht, dass manch einer sich die Zeit zum Denken gar nicht nehmen will - vermutlich, weil er die manageriale Hektik nur aushält, wenn sie praktisch unterbrechungsfrei durchgezogen wird." Entsprechend reflektiert Frei in seinem neuen Buch "Im Fluss" das "Unbehagen am Change Management".

Kinder kosten vor allem Zeit: Finanzieller Stress fällt für Eltern subjektiv kaum ins Gewicht

Kinder machen viel Freude, doch sie sind für ihre Eltern auch eine erhebliche finanzielle Belastung. Staatliche Programme gleichen nur einen Teil dieser Kosten aus. Subjektiv empfinden die meisten Eltern den zusätzlichen finanziellen Druck jedoch als überraschend gering. Stressfaktor Nummer eins ist vielmehr die zeitliche Belastung, die mit der Kinderbetreuung verbunden ist. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) veröffentlicht hat.

Unser Wille ist freier als gedacht - Wie unser Bewusstsein das Unbewusste kontrolliert

Sind wir Sklaven unseres Unbewussten und können nichts dagegen tun? Hirnforscher sagen: Nein! Unser Bewusstsein kontrolliert unbewusste Prozesse im Gehirn. Der Wille und die automatische Verarbeitung arbeiten Hand in Hand, nicht gegeneinander. Das hat eine Forschergruppe an der Universität Ulm um den Psychologen Professor Markus Kiefer herausgefunden.

Pathologischer PC/Internetgebrauch entsteht meist auf dem Boden unsicherer Bindungserfahrungen

Internet und PC können jungen Menschen Möglichkeiten bieten, virtuell ungehindert ihre Bedürfnisse auszuagieren. Bietet das reale Leben zu wenige Möglichkeiten, können Internet- und PC-Gebrauch exzessiv und pathologisch werden. Dr. Petra Schuhler (AHG-Klinik Münchwies) und KollegInnen berichten über die Problematik und therapeutischen Möglichkeiten in der aktuellen Ausgabe von "Rausch - Wiener Zeitschrift für Suchttherapie".

Informationskompetenz an Hochschulen häufig unterentwickelt

Informationsflüsse in allen Wissenschaftsbereichen werden umfangreicher, komplexer, volatiler, dynamischer. Daher sind Hochschulen zunehmend gefordert, Studierende, Lehrende und Forschende in ihrer Informationskompetenz zu unterstützen. Insbesondere bei Studierenden ist die Informationskompetenz häufig mangelhaft. Anne-Kathrin Mayer und KollegInnen beschreiben die Problematik in ihrem aktuellen Reader "Informationskompetenz im Hochschulkontext".

Sigmund Freud karikiert: Ist Psychoanalyse eine Geisteskrankheit?

"Krank sind die meisten. Aber nur wenige wissen, dass sie sich etwas darauf einbilden können: Das sind die Psychoanalytiker," spottete Karl Kraus und setzte hinzu: "Psychoanalyse ist jene Geisteskrankheit, für deren Therapie sie sich hält." Satiren und Karikaturen zu Sigmund Freud sowie seine Psychoanalyse skizziert Julia Quante in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".

Kein direkter Zusammenhang zwischen Ungleichheit und Vertrauensverlust

Gefährden wachsende Einkommensunterschiede in einer Gesellschaft das Vertrauen der Bürger untereinander und damit den sozialen Zusammenhalt? Jüngste Forschungen scheinen diese populäre Ansicht zu untermauern. Eine Studie der Universität Luxemburg widerspricht dem jedoch.

Babys bilden neues Wissen im Schlaf

Das Baby-Gehirn gibt keine Ruhe - nicht mal im Schlaf. Wenn Kleinkinder schlafen, verarbeiten sie zuvor Gelerntes. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig haben zusammen mit Forschern der Universität Tübingen herausgefunden, dass sich Babys im Alter von 9 bis 16 Monaten durch ein kurzes Schläfchen die Namen von Gegenständen besser merken. Außerdem können sie erst nach dem Schlaf gelernte Namen auf neue ähnliche Gegenstände übertragen. Das Baby-Gehirn bildet also im Schlaf verallgemeinernde Kategorien - Erlebtes wird so zu Wissen. Die Forscher konnten darüber hinaus zeigen, dass die Bildung von Kategorien eng mit einer typischen rhythmischen Aktivität des schlafenden Gehirns zusammenhängt, den sogenannten Schlafspindeln: Kinder, die starke Schlafspindeln erzeugen, können ihre Erfahrungen besonders gut verallgemeinern und bilden dabei neues Wissen im Schlaf.

Datenschutz bei Facebook: Medienpsychologin sieht Fortsetzung eines langjährigen Trends

Facebook ändert seine AGBs. Wer das Netzwerk weiterhin nutzen möchte, muss sich mit einer noch umfassenderen Datenerfassung und -nutzung einverstanden erklären. Die Empörung von Verbraucherschützern kann die Medienpsychologin Prof. Dr. Sabine Trepte von der Universität Hohenheim jedoch nur zum Teil nachvollziehen: "Die Privatheit der Facebook-User war auch bisher quasi nicht vorhanden. Die neuen Richtlinien sind nur ein weiterer Schritt in diese Richtung." Sie hofft jedoch, dass dies jetzt mehr Nutzern bewusst wird - und dass sie die Konsequenzen ziehen.

Krankschreibung: Depressionen erreichen Höchststand

Psychische Erkrankungen verursachen bei Arbeitnehmern immer mehr Fehltage. Insgesamt entfielen 2014 knapp 17 Prozent aller Ausfalltage auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden. Das ist ein Anstieg um knapp 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach einer aktuellen Analyse der DAK-Gesundheit rangieren diese Diagnosen damit erstmals auf Platz zwei der Fehltage-Statistik. Nur Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen sorgten 2014 für noch mehr Ausfalltage. Insgesamt ist der Krankenstand um 0,1 Prozentpunkte auf eine Quote von 3,9 Prozent gesunken. Damit waren an jedem Tag des Jahres 2014 im Durchschnitt 39 von 1.000 Beschäftigten krankgeschrieben. Für die Analyse im Rahmen des DAK-Gesundheitsreports hat das IGES Institut die Daten von insgesamt 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten ausgewertet.

Girls lead boys in academic achievement globally

Considerable attention has been paid to how boys' educational achievements in science and math compare to girls' accomplishments in those areas, often leading to the assumption that boys outperform girls in these areas. Now, using international data, researchers at the University of Missouri and the University of Glasgow in Glasgow, Scotland, have determined that girls outperform boys in educational achievement in 70 percent of the countries they studied--regardless of the level of gender, political, economic or social equality.

Ablenkung am Steuer: Größte Gefahr geht von Textnachrichten aus

Ob Smartphone, Navigationssystem oder einfach nur das Autoradio - moderne Fahrzeuge verfügen über zahlreiche Informations- und Kommunikationssysteme. Doch was die Fahrerinnen und Fahrer unterstützen oder unterhalten soll, birgt mitunter auch ein erhebliches Gefahrenpotential. Prof. Mark Vollrath von der Technischen Universität Braunschweig hat nun die erste vergleichende Studie zu diesem Thema durchgeführt und dabei das Lesen und Schreiben von Textnachrichten auf Mobiltelefonen als größte Gefahrenquelle beim Fahren ausgemacht.




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