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Opioide in der Medizin: Postoperative Schmerztherapie bei Frauen oft suboptimal und verspätet

Die meisten Mediziner differenzieren in der Schmerztherapie mit Opioiden nicht zwischen Frauen und Männern. Doch modulieren Hormone die Opioidwirkungen geschlechtsspezifisch. Daher gelingt nur eine gendergerechte Schmerztherapie optimal, berichtet Prof. Dr. Enno Freye in der aktuellen, völlig neubearbeiteten Auflage seines Lehrbuchs "Opioide in der Medizin".

Selbstgemacht schmeckt besser

Wer sein Essen selbst zubereitet, dem schmeckt es auch besser. Dies bestätigt eine Studie der Kölner Gesundheits- und Ernährungspsychologin Dr. Simone Dohle, die in der Fachzeitschrift Health Psychology erscheint. Dohle und ihre Kolleg/inn/en an der ETH Zürich haben untersucht, inwieweit sich die Zubereitung von Essen auf den Geschmack auswirkt.

Zukunft der Nachkommen: Die Risiken der Generativität wachsen

Nicht nur die Geburtenrate, sondern die Generativität in umfassendstem Sinn ist zurückgegangen. Für die junge - möglicherweise überforderte - "Generation scheint es zu wenig Raum oder Ressourcen für Beziehungen und Kinder, für die Sorge um Andere zu geben - also auch für kulturelle intergenerationale Weitergabe," beobachtet Professorin Dr. Vera King (Universität Hamburg).

Religionen tragen zur Krisenbewältigung und Psychotherapie bei

Alle Hochkulturen verfügen über eine Religion. Alle großen Weltreligionen bieten ihren Gläubigen deutliche Überlebensvorteile. Denn Krisen lassen sich mit Religion besser bewältigen. Daher können Religionen auch zur Psychotherapie wesentlich beitragen, berichtet Professor Dr. Ulrich Sachse in seinem Beitrag zum Reader "Krisen erleben".

Studie widerlegt Verlautbarungen großer Krankenkassen: Psychische Störungen nehmen nicht zu

Beharrlich und häufig publizieren Krankenkassen Statistiken mit der Schlussfolgerung, psychische Erkrankungen hätten zugenommen. Professor Dr. Manfred Zielke und Dr. Matthias Stapel haben die Daten analysiert und kommen zu einem völlig anderen Ergebnis: Die Zahl der psychisch Kranken ist etwa gleich geblieben; nur werden sie inzwischen länger und häufiger krankgeschrieben; d.h. die Zahl ärztlich verordneter Arbeitsunfähigkeitstage nimmt zu. Die Analyse erschien in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation".

Brandsatz aus Schloss Bellevue

Die Weihnachtsansprache unseres geistlichen Staatsoberhaupts enthält neben einigen mehr oder minder zutreffenden Trivialitäten einen ebenso populistischen wie brandgefährlichen Satz: "Brandstiftung und Angriffe auf wehrlose Menschen verdienen unsere Verachtung und verdienen Bestrafung."

Oxytocin beflügelt die Spendenneigung für humanitäre Projekte

Nachhaltigkeit wird heutzutage groß geschrieben. Wie viel Menschen dafür vom eigenen Geld abzugeben bereit sind, hängt vom Oxytocin-Spiegel ab. Die Spendenneigung steigt mit der Menge dieses Bindungshormons, haben Wissenschaftler des Bonner Universitätsklinikums herausgefunden. Allerdings entfaltet das Oxytocin nur seine Wirkung, wenn es um soziale Nachhaltigkeitsprojekte geht. Handelt es sich um rein ökologisch ausgerichtete Vorhaben, steigert das Hormon die Fähigkeit zum Teilen nicht. Die Wissenschaftler berichten nun in "The Journal of Neuroscience" über ihre Ergebnisse.

Erfolgreiches Handeln braucht einen konkreten Plan

Das Setzen von Zielen ist gerade bei herausfordernden Zielen nur der erste Schritt. Wer seine Ziele erfolgreich in die Tat umsetzen will, sollte konkret planen, wann, wo und wie er handeln möchte. Denn erst das bereitet darauf vor, auch in schwierigen und unerwarteten Situationen zielgerichtet handeln zu können. Psychologen der Universität Konstanz zeigen in einer Zusammenschau von mehr als 200 Studien, dass diese sogenannten "Wenn-Dann-Pläne" entscheidend verändern, wie wir Informationen verarbeiten und daraufhin handeln.

Mentale Zeitreisen: Ein rein menschliches Phänomen

Ist es alleine Menschen möglich, sich an persönlich Erlebtes zu erinnern und in mentalen Zeitreisen die Vergangenheit, aber auch die Zukunft durchzuspielen? Oder besitzen auch Tiere diese Fähigkeit? Bis zu einem gewissen Grad ja, meinen drei Wissenschaftler, die diese schon lange währende Diskussion mit einem neuen theoretischen Modell bereichern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in der Zeitschrift "Neuroscience and Behavioral Reviews".

Gesundheit im Alter ist machbar

Die wenigsten Senioren fühlen sich alt. Und doch stellen sich häufig gewisse Unsicherheiten ein. Damit Menschen auch im Alter möglichst lange gesund bleiben, startet das Institut für Psychogerontologie (IPG) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) ein neuartiges Modell für individuelle Beratung verbunden mit wissenschaftlicher Forschung. Das Angebot zur "Beratung für gesundes Altern" (BegA) richtet sich an Menschen in der zweiten Lebenshälfte und deren Angehörige. Das Projekt wird für fünf Jahre von der Theo und Friedl Schöller-Stiftung gefördert.

Wie das Gehirn die Welt gerade rückt

Die menschliche Wahrnehmung liefert für gewöhnlich ein sehr genaues Abbild der Umwelt. Dass dieses Bild nicht verzerrt ist, ist der Lernfähigkeit des Gehirns zu verdanken, die bis ins Erwachsenenalter nicht nachlässt. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wahrnehmungspsychologen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), die kürzlich im Forschungsmagazin "Current Biology" veröffentlicht wurde. Längst ist zum Beispiel bekannt, dass ein betrachtetes Objekt verzerrt auf die Netzhaut projiziert wird. Der Grad der Verzerrung wird verstärkt, wenn sich die Blickrichtung vom Objekt weg bewegt - das Objekt sich also am Rande des Blickfelds befindet. Hinzu kommt die Tatsache, dass das periphere Gesichtsfeld im Vergleich zum zentralen Gesichtsfeld nur in einem relativ kleinen Bereich des visuellen Kortex repräsentiert ist.

Sinnlose Arbeit ist ein Motivationskiller

Zählt am Ende nur der Lohn oder ist es Arbeitnehmern wichtig, eine sinnvolle Tätigkeit auszuführen? Wissenschaftler der Universität Trier haben herausgefunden, dass die Motivation stark leidet, wenn Arbeitskräfte erfahren, dass eine vorherige Tätigkeit sich im Nachhinein als wenig sinnhaft oder sogar als nutzlos herausstellt. Außerdem beeinträchtigt dieses Wissen das emotionale Befinden der Personen.




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