Wirtschaftspsychologie: Die Möglichkeit zur Heimarbeit wird in Deutschland nicht ausgeschöpft
Wirtschaftspsychologie: In Deutschland arbeiten nur zwölf Prozent aller abhängig Beschäftigten überwiegend oder teilweise von zu Hause aus, obwohl bei viel mehr Arbeitsplätzen nach eigener Einschätzung der Beschäftigten keine dauernde betriebliche Präsenz erforderlich ist. Viel mehr Beschäftigte würden gerne - zumindest gelegentlich - im sogenannten Home Office arbeiten, in den meisten Fällen scheitert der Wunsch jedoch an den Arbeitgebern. Würden diese umdenken, so könnte der Anteil der Heimarbeiter auf 30 Prozent steigen. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), veröffentlicht im DIW-Wochenbericht 5/2016.
A new study by Neil Harrison and colleagues published in Biological Psychiatry suggests that a brain reward center, the striatum, may be directly affected by inflammation and that striatal change is related to the emergence of illness behaviors.
Neue medizinische Leitlinie Demenzen: Bessere Diagnostik und Therapie sind möglich
Nur die Hälfte der Demenzkranken werden in der Versorgung als solche erkannt, noch weniger erhalten eine Behandlung nach den medizinischen Standards. Nach mehr als fünf Jahren Arbeit stellen Neurologen und Psychiater in Berlin heute auf einer Pressekonferenz gemeinsam die vollständig neu überarbeitete "Leitlinie Demenzen" vor.
Belohnungen für Testergebnisse mindern langfristigen Lernerfolg
Eine Taschengelderhöhung für gute Klausurnoten in der Schule: Das ist nicht immer die beste Idee, wie jetzt Forscher der Universität Regensburg zeigen konnten. Ein Team um Prof. Dr. Christof Kuhbandner (Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie) wies im Rahmen eines Experiments nach, dass eine materielle Belohnung für die Leistung in einem Wissenstest den langfristigen Wissenserwerb und damit den Lernerfolg beeinträchtigen kann. Die Ergebnisse der Wissenschaftler sind vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift "Frontiers in Psychology" erschienen (DOI:10.3389/fpsyg.2016.00079).
Risikobereitschaft verändert sich in jungen Jahren und im höheren Alter am stärksten
Erstmals gibt eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Zusammenarbeit mit der Universität Basel, der Yale University und der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) am DIW Berlin Auskunft darüber, wie und in welchen Bereichen sich unsere Risikobereitschaft mit dem Alter verändert. Die individuelle Risikobereitschaft kann demnach als Teil der Persönlichkeit gesehen werden, der veränderbar ist. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift "Journal of Personality and Social Psychology" veröffentlicht und sind als SOEPpaper Nr. 816 online verfügbar.
Mobiltelefone bestimmen seit Jahren unseren Alltag, privat und auch beruflich. Welche Auswirkungen das auf unser Verhalten hat, ist bisher kaum erforscht. Prof. Dr. Mario Mechtel von der Leuphana Universität Lüneburg hat jetzt gemeinsam mit Dr. Adrian Chadi (Universität Trier) und Prof. Dr. Vanessa Mertins (Universität Vechta) die erste wissenschaftliche Untersuchung dazu vorgelegt, wie sich die Nutzung privater Handys auf die Produktivität am Arbeitsplatz auswirkt.
Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (dip) hat jetzt eine Studie zur Familienpflege in Rheinland-Pfalz und im Saarland vorgelegt. In die Untersuchung einbezogen wurden zehn Familienpflegedienste in der Trägerschaft von Caritasverbänden. Diese hatten alleine im Jahr 2014 rund 340 Familien in Krisen begleitet, in denen mehr als 800 Kinder lebten. Anlässe für Familienpflege sind vor allem gesundheitsbedingte Einschränkungen, Risikoschwangerschaften oder Überforderungssituationen von Müttern.
Psychological Test and Assessment Modeling: Missing values in large-scale assessment studies
Psychological Test and Assessment Modeling provides in a special issue a comprehensive overview of current approaches to analyze large scale assessment data and brings together different aspects of it. Guest Editors are Prof. Dr. Steffi Pohl (Freie Universität Berlin) and Dr. Christian Assmann (Otto Friedrich Universität Bamberg).
"High Life Frankfurt" - Kunstprojekte in der Drogenhilfe / Präsentation am 31. Januar 2016
Drogennutzer/-innen, aktive und ehemalige, machen Kunst - zusammen mit Studierenden der Sozialen Arbeit der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS). Im Rahmen ihres Studienschwerpunkts "Kultur und Medien" haben 32 Studierende und rund 100 Drogennutzer/-innen im vergangenen Sommer 2015 unter dem Projekttitel "High Life Frankfurt" Musik gemacht, (Trick-)Filme gedreht, Theater gespielt und gemalt. Ziel war die Produktion von eigenen Songs, Videos, Kunst und Fotos, welche die Lebenswelten, Gedanken, Probleme, Hoffnungen und Träume von Drogensüchtigen der Öffentlichkeit zugänglich machen. Beteiligt waren insgesamt neun Frankfurter Drogenhilfeeinrichtungen mit 19 Einzelprojekten.
Berufsmotive angehender Lehrer/innen: Der Idealismus ist ungleich verteilt
Empirische Sonderpädagogik: Über die Berufsmotive angehender LehrerInnen wird viel spekuliert. Professor Dr. Ewald Kiel und Kollegen (München) haben etwa 1500 Lehramtsstudierende befragt. Mehr als die Hälfte gibt idealistische Ambitionen an - v.a. den Wunsch, Kinder und Jugendliche zu fördern; insbesondere Gymnasial- und Sonderschulehrer sind in diesen Gruppen vertreten. Die Studie erschien in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Empirische Sonderpädagogik".
In Kooperation zwischen der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Universität Potsdam wurde eine umfangreiche Studie zum Thema Mobbing durchgeführt. Der Magdeburger Psychologe Dr. Ludwig Bilz und der Potsdamer Bildungsforscher Prof. Dr. Wilfried Schubarth haben hierfür mit ihren Teams über 2.000 Schüler und 550 Lehrkräfte in Sachsen befragt und legen jetzt erste Ergebnisse vor.
Kognitive Belastungen beim Lesen im Internet: Was Pupillengröße und Hirnströme verraten können
Seit Jahren thematisieren Experten die Auswirkungen des Internets auf unser tägliches Leben, auf unsere Art zu denken und unser Gehirn. Der allgegenwärtige Zugriff auf die verschiedensten hypermedialen Informationsangebote im Web bietet Vorteile. Andererseits: Leiden wir nicht zunehmend unter der Last der Informationsüberflutung? Wird unser Leseverhalten nicht zwangsläufig immer oberflächlicher? In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM) mit einer neuartigen Methode der kombinierten Hirnstrom- und Blickbewegungsmessung versucht, der kognitiven Belastung beim Lesen von hypermedialen Informationsangeboten besser auf die Spur zu kommen.