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Wirtschaftspsychologie: Was Personalvorstände zur Zukunft der Arbeit sagen

Wirtschaftspsychologie: Die digitale Transformation verlangt eine Neudefinition der Arbeit, konstatiert der HR-Kreis. Die Gruppe von Personalvorständen führender deutscher Unternehmen und Bildungsexperten hat im Bundeskanzleramt Empfehlungen vorgestellt, um Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu sichern. Die kommenden Jahre werden darüber entscheiden, ob Deutschlands Firmen den Übergang zu digitalen Geschäftsmodellen meistern. Mehr unter: www.acatech.de/hr-kreis

Epilepsie: Scheinbar gesundes Gewebe ist beteiligt

Rund ein Drittel der Epilepsien sind nicht behandelbar, weil mehrere Anfallsherde auf komplexe Weise zusammenspielen. Erstmals ist es nun Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Bonn bei diesen Patienten gelungen, Vorboten von Anfällen bereits Stunden im Voraus nachzuweisen. Dabei zeigte sich, dass die Gewitterstürme im Gehirn bei dieser Gruppe von Erkrankten nicht in den Anfallsherden ihren Ausgang nehmen, sondern im scheinbar gesunden Gehirngewebe. Dieser verblüffende Befund eröffnet möglicherweise neue Therapieoptionen. Die Ergebnisse werden nun im Fachjournal "Scientific Reports" vorgestellt.

Slowenen in Kärnten: Verletzungen wirken nach

Die slowenische Minderheit im österreichischen Kärnten litt etwa 150 Jahre unter Diskriminierungen und zeitweise schweren Verfolgungen. Die Spannungen sind seit Anfang diesen Jahrhunderts weitgehend beigelegt, doch die teils schweren psychischen Verletzungen wirken nach. Mehrere Beiträge in "Psychologie und Gesellschaftskritik" beleuchten die schmerzhafte Geschichte und Gegenwart unter dem Titel "Spuren der Verfolgung".

Emotionale Zurückhaltung - von Männern erwartet, bei Frauen suspekt

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Männer als emotional kompetenter und intelligenter wahrgenommen werden, wenn sie mit ihren Gefühlen zurückhaltend sind. Für Frauen aber gilt das Gegenteil. Zu diesem Schluss kommt ein Team von Psychologen aus Berlin und Haifa in zwei Experimenten, in denen 117 Probanden emotionale Reaktionen von Männern und Frauen bewerteten. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift "Emotion" veröffentlicht.

Wissenschaftler entdecken erste Gene für Wohlbefinden, Depression und Neurotizismus

Ein internationales Konsortium von 178 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Disziplinen hat anonymisierte genetische Daten von 298.420 Menschen untersucht und Gene entdeckt, die mit Lebenszufriedenheit und Glücklichsein in Verbindung stehen. Die Studie, die jetzt in der führenden Fachzeitschrift "Nature Genetics" veröffentlicht wurde, zeigt auch vielfältige genetische Verbindungen zwischen psychischem Wohlbefinden, Depression und neurotischem Verhalten. In die Studie flossen unter anderem Daten aus der Berliner Altersstudie II (BASE-II) ein.

Sozialer Wandel: Die Stabilität alter gesellschaftlicher Strukturen häufig unterschätzt

Rechtliche, normative und ethische Vorgaben wirken heute weniger restriktiv auf den Einzelnen als vor 50 Jahren. "Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass gesellschaftliche Vorstrukturierungen bedeutungslos wären und sich Identitätsprozesse für alle gleichermaßen maßgeblich situativ, multipel und (inhaltlich) nahezu beliebig vollziehen", resumiert Dr. Patrick Ehnis (Universität Bremen) seine Studie in "Psychologie und Gesellschaftskritik.

Variable Gehirnaktivität: Hilfreich oder nicht?

Unser Gehirn kann auf denselben Reiz sehr unterschiedlich reagieren: Mal steigt die Gehirnaktivität stark an, ein anderes Mal nur wenig. Menschen, bei denen diese Schwankungen stärker ausgeprägt sind (die also eine variablere Hirnaktivität aufweisen), zeigen kürzere Reaktionszeiten und bessere Leistungen. Psychologen der Goethe-Universität haben nun festgestellt, dass diese Menschen sich aber auch leichter ablenken lassen.

Useful: e-health tools for drug users

E-health tools contribute to work with drug users. Cristina Vale Pires and colleagues analysed the most common strategies used by netreach work to address the needs of drug users: Information provision, online drug self-assessment tests, drug testing, user-led forums, DoctorX, Apps. (Publication in the new handbook "Between street and screen - Traditions and innovations in the drugs field")

Ganztagsangebote unterstützen vorwiegend die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern

Neue Forschungsbefunde zu Ganztagsschulen: Die Teilnahme am Ganztag kann die Motivation, das Sozialverhalten und ein positives Selbstbild von Schülerinnen und Schülern fördern, es konnte in den Studien aber keine Wirkung auf die Entwicklung ihrer fachlichen Kompetenzen nachgewiesen werden.

Hirnströme bei Fehlhandlungen verraten das Geschlecht

Männer sind schneller und Frauen flexibler: Die Gehirne von Männern und Frauen reagieren unterschiedlich auf eigene Handlungsfehler. Diese Unterschiede sind so signifikant, dass sich allein aus den gemessenen Hirnströmen das Geschlecht vorhersagen lässt. Die Unterschiede in der Verarbeitung von Fehlhandlungen bei Frauen und Männern zeigen außerdem die Notwendigkeit geschlechterspezifischer Diagnose und Therapie psychischer Störungen.

Medizinstudium: Ärztenachwuchs fühlt sich oft überfordert

Mehr als ein Drittel der Medizinstudierenden leidet an Burnout, ergab eine Studie der Universität Ulm. Die Folgen sind für künftige Ärzte und ihre Patienten riskant. Dr. Lucia Jerg-Bretzke und Kollegen berichten Details in der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin".

Kundenservice belastet die Gesundheit: 3,4 Millionen Beschäftigte im Groß- und Einzelhandel arbeiten am Limit

Sieben von zehn Beschäftigten im Groß- und Einzelhandel gehen bei der Arbeit an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Bezogen auf die 4,9 Millionen Beschäftigten der Branche sind das 3,4 Millionen Menschen bundesweit. Das schlägt sich auch im Krankenstand nieder: So sind im Einzelhandel beispielsweise psychische Erkrankungen die Ursache für jeden sechsten Fehltag. Das geht aus dem Branchenreport Handel der DAK-Gesundheit und der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik hervor. Darüber hinaus weist die Studie nach, dass die Unternehmenskultur eine nachhaltige Wirkung auf das Sicherheits- und Gesundheitsgeschehen im Betrieb hat. Sie zeigt auch, welche Faktoren für eine positive Sicherheits- und Gesundheitskultur gegeben sein müssen.




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