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Die Ukraine-Krise im Spiegel der Medien

Im Jahr 2014 annektierte Russland die Krim und der Westen war sich einig: Gemeinsam sollte ein energisches Zeichen gen Moskau geschickt werden - doch welcher Art? Erhöhter diplomatischer Druck oder militärische Präsenz? Ein Großteil der deutschen Bevölkerung sprach sich zu diesem Zeitpunkt deutlich gegen einen Einsatz von militärischen Mitteln aus. Dass die Medienberichterstattung solche Einstellungen stark beeinflussen kann, legt eine soeben erschienene Studie der Bamberger Psychologen Fabian Gebauer, Marius Raab und Prof. Dr. Claus-Christian Carbon vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie der Universität Bamberg nahe. "Wir waren erstaunt über die dramatischen Effekte, die eine konfrontative und bedrohlich wirkende Medienberichterstattung haben kann", erklärt Erstautor Fabian Gebauer.

Meditation im Studium

"Tue, was du tust" lautet das Motto der Achtsamkeitsbewegung. Das klingt einfach und ist doch keine Selbstverständlichkeit. Das Bedürfnis nach mehr Achtsamkeit im alltäglichen Leben wächst. Nicht nur buddhistische Mönche, sondern auch Unternehmer und Akademiker setzen sich in den Schneidersitz, um meditierend zur Ruhe zu kommen. Die Hochschule Coburg hat das Prinzip in ihre Lehre aufgenommen.

Wirtschaftspsychologie: Führung ist kein Tool

Führungskräfte müssen lernen, sich angemessen und beziehungsvoll zu verhalten. Der Rest ist dann Alltagssache, nicht Weiterbildungsexotik. Die Führungskraft muss nicht lernen, was sie mit allerhand Führungstechniken anstellen kann. Denn meist passen die Teammitglieder oder die Führungskraft oder die Situation oder alle drei nicht zur gelernten Technik. "Führung ist kein Tool." Aus Erfahrung und wissenschaftlicher Expertise widerspricht Dr. Josef Mönninghoff diversen selbsternannten "Leadership"-Experten, die gegen hohe Honorare simple Tools mit einprägsamen Schlagworten verkaufen. In seinem Ratgeber "Führen hat Folgen" analysiert er - teils amüsant - den Alltag von Führenden und (evtl. auch nicht) Folgenden.

Neue BZgA-Studie: Suchtmittelkonsum junger Menschen rückläufig

Heute wurden in Berlin zentrale Studienergebnisse der repräsentativen Befragung "Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vorgestellt: Die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen liegt schon seit längerem auf historisch niedrigem Niveau, jetzt ist das Rauchen auch bei den 18- bis 25-Jährigen deutlich rückläufig. Regelmäßiger Alkoholkonsum nimmt unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterhin kontinuierlich ab. Die Verbreitung des Rauschtrinkens ist immer noch zu hoch. Und es konsumieren zu viele junge Erwachsene die illegale Droge Cannabis.

70 Jahre Altersunterschied und doch auf gleicher Wellenlänge

Menschen im vierten Lebensalter erleben den kontinuierlichen Kontakt zu Kindern und Jugendlichen vielfach als einen Höhepunkt ihrer aktuellen Lebenssituation. Vor allem entsteht in ihnen die Überzeugung, von den jungen Menschen gebraucht zu werden und deren Entwicklung fördern zu können. Das ist ein Ergebnis des Projekts "Echo der Generationen", das das Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg mit Förderung der Dietmar Hopp Stiftung aktuell durchführt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kruse, Dr. Sonja Ehret und Prof. Dr. Eric Schmitt untersuchen die Wissenschaftler, wie sich Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten der verschiedenen Generationen auf die jeweilige Lebensqualität auswirken und auf welche Weise sich diese Kontakte fördern lassen. Als Ergebnis der Studie soll zudem ein Leitfaden für Mehrgenerationenprojekte entstehen.

Chancengleichheit: Wie sich prosoziales Verhalten bei Kindern fördern lässt

Kinder aus Familien mit geringem Einkommen und Bildungsstand verhalten sich im Schnitt deutlich weniger prosozial als Gleichaltrige mit höherem sozioökonomischem Status. Diese Lücke lässt sich jedoch schließen, wenn sozial benachteiligte Kinder frühzeitig in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) heute veröffentlicht hat. Die Forscher sehen in Mentorenprogrammen für Grundschulkinder großes Potenzial zur Verringerung der gesellschaftlichen Ungleichheit.

Umweltpsychologie: technische Systeme an den Menschen adaptieren

Umweltpsychologie: Menschen interagieren immer häufiger und intensiver mit Technik. UmweltpsychologInnen arbeiten kontinuierlich daran, die Schnittstellen so benutzerkompatibel wie möglich zu konfigurieren. Die Fachzeitschrift "Umweltpsychologie" stellt alltägliche Beispiele vor.

Yoga ist Behandlungsoption bei psychischen Störungen

In einer Metaanalyse werteten Jenaer Psychologen Studien zur Wirksamkeit von körperorientiertem Yoga bei psychischen Störungen aus. Ihr Fazit: Mit Atem- und Körperübungen als zentrale Bestandteile stellt diese Form von Yoga einen vielversprechenden ergänzenden Ansatz in der Behandlung psychischer Störungen dar.

Sexualität: Beschränkung auf Geschlechternormen überwinden

"Gerade im sexuellen Bereich dominieren die alten, traditionellen Rollenmuster noch sehr stark. Wir greifen auf sie zurück, weil wir den Wunsch haben, eine ´richtige´ Frau oder ein ´richtiger´ Mann zu sein. Damit schränken wir jedoch die Möglichkeiten des sexuellen Erlebens empfindlich ein," postuliert Professorin Dr. Ilka Quindeau (Frankfurt) und fordert demgegenüber, "das ganze Spektrum der eigenen sexuellen Wünsche zuzulassen und sich nicht auf diejenigen zu beschränken, die mit den Geschlechternormen übereinstimmen."

Hören und Denken sind eng verbunden: MHH-Forscher belegen Zusammenspiel von Sinnen und Kognition

Die Frage der Beziehung zwischen Sinnes-Erfahrungen und kognitiven Fähigkeiten ist so alt wie die Philosophie. Dynamik bekommt diese Diskussion nun durch neueste Forschungsergebnisse aus der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Ausgangspunkt war die Tatsache, dass durch die Versorgung von gehörlosen Kindern mit Innenohrprothesen (Cochlea-Implantaten) ein Hördefizit zwar kompensiert werden kann, aber fast ein Drittel der Kinder erreicht trotz früher Versorgung nicht die Erwartungen der Kliniker hinsichtlich ihres Erwerbs an Sprachverständnis.

Nach dem Überleben im KZ: Schuldgefühle und ein traumatisches Erbe

Der Überlebende eines Konzentrationslagers ist Zeuge der Vernichtung, der er selbst entkommen war. Insofern enthält sein Zeugnis auch einen blinden Fleck, eine Leerstelle. Er kann nicht von der Vernichtung selbst berichten und nicht das eigentliche Zeugnis ablegen. Diese Unmöglichkeit äußert sich in einer Qual für Überlebende: immer wieder sprechen müssen, vielleicht unter Schuld oder Scham leiden, analysiert Univ.-Doz. Dr. Markus Zöchmeister (Wien) in seiner Studie mit Shoah-Überlebenden und ihren Nachkommen. Die Untersuchung erschien in der Fachzeitschrift "Psychologie und Gesellschaftskritik".

Shamans in cyberspace and sacramental drug use

Neo-shamanism: Drug mysticism is a cultural theme associated with social drug use. Professor Dr. Alfred Springer (Vienna) explored new discourse and practice in sacramental drug use and the practice of achieving ecstasy.




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