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Sozialer Wandel: Die Stabilität alter gesellschaftlicher Strukturen häufig unterschätzt

Rechtliche, normative und ethische Vorgaben wirken heute weniger restriktiv auf den Einzelnen als vor 50 Jahren. "Dies bedeutet jedoch keineswegs, dass gesellschaftliche Vorstrukturierungen bedeutungslos wären und sich Identitätsprozesse für alle gleichermaßen maßgeblich situativ, multipel und (inhaltlich) nahezu beliebig vollziehen", resumiert Dr. Patrick Ehnis (Universität Bremen) seine Studie in "Psychologie und Gesellschaftskritik.

"So richtig es ist, die Prozesshaftigkeit der Identitätskonstruktionen in der Spätmoderne zu betonen und auch die Ergebnisoffenheit des Prozesses, so ist es wichtig, typische Sozialisationserfahrungen - wie sie institutionell und kulturell geprägt sind - nicht zu ignorieren."

"In der aktuellen Durchsetzung marktliberaler Deregulierungen, im Globalisierungsprozess, im Wandel des Geschlechterverhältnisses und der Normalarbeitsverhältnisse bilden sich dabei eher neue Überkreuzungen entlang von Ethnizitäts- Klassen- und Geschlechterverhältnissen heraus, als dass alte Normen strukturell irrelevant würden. Diese gehen wiederum mit neuen Subjektivierungsweisen und Subjektpositionen in Ungleichheitsverhältnissen einher.

Wer den Wandel verstehen möchte, darf die darin angelegten Ambivalenzen und Persistenzen nicht vergessen ..."




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