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04. Mai 2015

Psychologie und Gesellschaftskritik: wenig Kinderrechte, wenig Kindeswohl im Familiengericht  


Psychologische Gutachten am Familiengericht beschränken sich in aller Regel auf die Frage: Welchem Elternteil sollte bei einer Trennung das Sorgerecht für das Kind zugesprochen werden? Privatdozent Dr. Günter Rexilius (Rheydt) sieht in diesem Standard keine Wahrung des Kindeswohls. Denn: "Die fachliche Arbeit in Trennungs- und Scheidungssituationen muss in allererster Linie die Aufgabe haben, die betroffenen Kinder vor dem Zerreißen des sozialen Netzes, das ihnen Sicherheit und Orientierung gibt, zu schützen."

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02. Mai 2015

Wirtschaftspsychologie: Home-Office - reichlich Nutzen, wenig Nutzung  


Wirtschaftspsychologie: Zeitlich und örtlich flexibles Arbeiten bietet viele Vorteile - für Angestellte und ihre Angehörigen, für Arbeitgeber und ihre Produktivität. Doch die Möglichkeiten werden wenig genutzt; in Deutschland sind flexible Arbeitsmodelle während der letzten Jahre eher zurückgegangen. Warum? Wie lässt sich die Flexibilisierung im Interesse aller Beteiligten stärker nutzen? Die Professoren Hartmut Schulze, Jens O. Meissner, Johann Weichbrodt und Kollegen bieten in der aktuellen Ausgabe der unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie" einen wissenschaftlich fundierten Überblick.

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01. Mai 2015

Wohnungsnot: Wie Sozialbehörden Rechte von Obdachlosen missachten  


Etwa 250.000 Menschen in Deutschland sind obdachlos. Eine weitere, wesentlich größere und wachsende Bevölkerungsgruppe lebt in prekären, oft gesundheitsgefährlichen Wohnverhältnissen. Regelmäßig verweigern zuständige Behörden den Betroffenen die Erfüllung elementarer Rechtsansprüche, kritisiert Rolf Keicher, Vorstandsmitglied der Evangelischen Obdachlosenhilfe e.V. In seinem Beitrag zum Reader "Deutschland morgen - Visionen der Zukunft" postuliert er keine sozialen Wohltaten; er beschränkt sich auf die Forderung, gesetzeskonform zu handeln.

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30. April 2015

Horror auf Rädern: Autofahrphobie mit Verhaltenstherapie überwinden  


Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin: Angst vor dem Autofahren kann pathologische Ausmaße annehmen und Betroffene daran hindern, sich jemals wieder ans Steuer zu setzen. Die Autofahrphobie ist jedoch erfolgreich behandelbar. Susanne Horn und KollegInnen berichten in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin" detailliert über eine Frau, die ihre Ängste dank Verhaltenstherapie überwand und inzwischen wieder unbeschwert ihren Wagen steuert.

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30. April 2015

Von den Grenzen des Schlafs als Dopingmittel  


Das Gedächtnis braucht seinen Schlaf, er festigt die Lerninhalte des vergangenen Tages. Forscher haben auch Möglichkeiten gefunden, die Schlafphasen zu beeinflussen und dadurch die Gedächtnisleistungen zu verbessern. In zwei voneinander unabhängigen Studien haben Forscherinnen und Forscher um Professor Jan Born vom Institut für Medizinische Psychologie der Universität Tübingen nun überprüft, wo die Grenzen des Lernens im Schlaf liegen: Neu erlernte motorische Fertigkeiten, so ergab die eine Studie, lassen sich durch eine Schlafphase stabilisieren, nicht jedoch weiter steigern. Die zweite Studie bestätigte, dass gezielt gesetzte akustische Signale im Schlaf die Leistungen beim Merken von Inhalten verbessern können, zeigte aber auch, dass dieser Effekt nicht beliebig gesteigert werden kann. Beide Studien erscheinen in der aktuellen Ausgabe von "The Journal of Neuroscience".

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30. April 2015

Psychological Test and Assessment Modeling: Effective learning environments  


Psychological Test and Assessment Modeling (formerly Psychologische Beiträge) appeared with the Special Topic "Identifying effective learning environments", Part 1. "Environmental influences can be wide-ranging; studies in this area vary from understanding differences between systems of development and global policies regarding instruction to the manipulation of specific variables in training/practice environments to determine their effectiveness to maximize learning effects," the guesteditors Jörg Schorer et al. note.

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29. April 2015

Anleitung zur Textanalyse: Philosophen irren dank mangelnder Sprachreflexion  


Sprache wird auch in Geisteswissenschaften mangelhaft verwendet. Hätte die Philosophie Sprachreflexion allenthalben betrieben, wären Denkprozesse häufig anders verlaufen, postuliert Professor Dr. Harald Schweizer (Tübingen). Als relevantes Beispiel unreflektierten Sprachgebrauchs nennt er "die Wertethik - etwa von Max Scheler und Nikolai Hartmann, die davon ausgeht, wir könnten mit Hilfe des Gefühls Kontakt zu ´an sich seienden Werten´ aufnehmen." Anhand der alttestamentlichen Geschichte der "Opferung Isaaks" verdeutlicht Schweizer in seiner Monografie, wie der Weg vom Gesagten (bzw. Geschriebenen) zum Gemeinten gelingen kann. Einerseits bietet Schweizer - von Haus aus Alttestamentler - eine praktische Textanalyse, anderseits formuliert und verdeutlicht er die wichtigsten Theorie-Weichenstellungen.

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29. April 2015

Das Hormon Oxytocin: Mehr Sympathie für starke Männer  


© Sebastian Kaulitzki - Fotolia.com

Männer finden körperlich trainierte, muskulöse Männer weniger sympathisch als schmächtige Männer. Das konnte in vielen Studien nachgewiesen werden. Unter dem Einfluss des Hormons Oxytocin allerdings verschwindet dieser Effekt und muskulöse Männer werden sympathischer beurteilt. Das zeigt eine aktuelle Studie von Psychologen der Universitäten Freiburg und Köln, die jetzt in der Fachzeitschrift „Social Cognitive and Affective Neuroscience“ veröffentlicht wurde.

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29. April 2015

Wirtschaftspsychologie: Fähigkeit Emotionen zu erkennen beeinflusst Jahresgehalt  


© Coka - Fotolia.com

Wirtschaftspsychologie: Die Emotionserkennungsfähigkeit von Menschen wirkt sich nachweislich auf ihr Einkommen aus. Das ist das Ergebnis einer viel beachteten Studie, die Professor Jochen Menges von der WHU – Otto Beisheim School of Management zusammen mit Forschern der Universität Bonn und der Illinois State University durchgeführt hat.

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28. April 2015

Freiwillig im Knast  


Für viele Häftlinge sind Freiwillige der einzige Kontakt zur Welt außerhalb der Gefängnismauern. Mehrere tausend Menschen engagieren sich bereits ehrenamtlich hinter Gittern, doch der Bedarf ist größer. Die Wartelisten der Gefangenen, die sich einen Ansprechpartner wünschen, sind lang. Gesucht werden Helfer, die für Freizeit- und Sportaktivitäten oder einfach für Gespräche zur Verfügung stehen, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit.

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28. April 2015

Wirtschaftspsychologie: Wie Arbeit im Alter die Lebensqualität fördert  


Wirtschaftspsychologie: Die Arbeitsfähigkeit geht mit zunehmendem Alter zurück - allerdings oft nur unwesentlich, nicht bei allen Menschen und nicht in allen Tätigkeitsbereichen. Das Kurzzeitgedächtnis kann an Leistungskraft einbüßen, doch "das semantische Gedächtnis (Wissen, Erfahrungen) als Basis der kristallinen Intelligenz bleibt weit länger stabil. Das sogenannte prozedurale Gedächtnis, also die Ausübung von Fertigkeiten wie Fahrradfahren oder die gelernte Bedienung einer Maschine, bleibt in der Regel lebenslang stabil", betonen Michael Falkenstein und Patrick D. Gajewski in ihrem Beitrag zum aktuellen Reader "Leistung, Gesundheit und Innovativität im demografischen Wandel".

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26. April 2015

World Happiness Report: Die höchste Lebensqualität in protestantisch geprägten Ländern  


E.H. Witte, T. Gollan (Hrsg.): Sozialpsychologie und Ökonomie

Protestantisch geprägte Länder bieten die höchste Lebensqualität und eine hohe ökonomische Solidität. Demgegenüber fallen römisch-katholisch oder orthodox-katholisch geprägte Länder deutlich zurück. Diesen Befund des Wirtschaftspsychologen Detlef Fetchenhauer bestätigt und ergänzt der aktuelle World Happiness Report der UN. Letzterer bescheinigt den moslemisch geprägten Ländern - ob arm oder reich - eine besonders geringe Lebensqualität.

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