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11. Dezember 2017

CSI-Effekt: Zuschauer von Krimi-Serien sind keine besseren Verbrecher  


Experiment zum CSI-Effekt: Tatort, der gereinigt werden musste (Foto: © Andreas Baranowski)

„CSI-Effekt“ – so wird das Phänomen bezeichnet, wonach forensische TV-Serien den Zuschauer beeinflussen. Erkenntnisse aus der „Crime Scene Investigation“, also der Tatortermittlung im Film, könnten sich demnach im realen Leben niederschlagen. Im schlimmsten Fall, so die Befürchtungen, lernen potenzielle Verbrecher, wie sie eine Tat am besten vertuschen. Es wurden aber auch Bedenken geäußert, dass Mitglieder von US-Schwurgerichten überhöhte Erwartungen an die Ermittlungsergebnisse haben könnten und in der Folge die Zahl der Freisprüche steigt. Psychologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) um Prof. Dr. Heiko Hecht geben jetzt Entwarnung: Sie zeigen in einer experimentellen Untersuchung, dass zwischen dem Anschauen von forensischen Serien und den Fähigkeiten, ein Verbrechen zu begehen, kein Zusammenhang besteht. Es handelt sich um die erste experimentelle Arbeit, die sich mit der Frage beschäftigt, ob die Zuschauer solcher Serien vielleicht die besseren Verbrecher wären.

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11. Dezember 2017

Person-zentrierte Pflege – was steht ihr denn im Weg?  


Im November 2017 wurde die erste Datenerhebung des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts „Habitus in der stationären Langzeitpflege von Menschen mit Demenz? (HALT)“ (Laufzeit: 01.11.2016 – 31.10.2019) abgeschlossen. In der qualitativen Studie gehen die Projektmitarbeiterinnen Dr. theol. Heike Baranzke, Dr. rer. cur. Helen Güther und Lisa Luft, M. Sc., unter Leitung von Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Lehrstuhl für Gerontologie und Dekan der Pflegewissenschaftlichen Fakultät der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar (PTHV) der Frage nach, welche Faktoren eine personzentrierte Pflege von Menschen mit Demenz befördern oder behindern. Die Daten der ersten Erhebung weisen auf ein äußerst komplexes Miteinander von primärsozialisierenden, professionssozialisierenden und organisatorischen Faktoren hin. Diese wurden im Rahmen des St. Galler Demenzkongress am 15.11.2017 vorgestellt.

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11. Dezember 2017

Bilder im Kopf – das Geheimnis schöner Gedichte  


Eine neue Studie der New York University und des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik zeigt, dass lebendige bildhafte Sprache die Attraktivität von Lyrik am stärksten beeinflusst. Die Ergebnisse verbessern unser Verständnis von ästhetischen Präferenzen im Allgemeinen.

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07. Dezember 2017

Schön traurig  


Warum schauen wir uns traurige Filme an? Was reizt uns an einem Kunstwerk, Theaterstück oder Musikstück, das uns Angst macht, uns zum Weinen bringt oder andere negative Emotionen in uns hervorruft? Forscher des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik haben ein umfassendes psychologisches Erklärungsmodell für dieses scheinbar paradoxe Phänomen entwickelt.

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07. Dezember 2017

Von der Großmutter bis zum Enkel  


© SVLuma - Fotolia.com

In den Kriegsjahren 1944 bis 1945 erlebten die Niederlande einen Hungerwinter. Untersuchungen ergaben, dass Kinder der Mütter, die während dieser Zeit schwanger waren, Tendenzen zu Übergewicht und Zivilisationskrankheiten aufwiesen. Die Kinder der Frauen, die während der Belagerung von Leningrad im Zweiten Weltkrieg schwanger waren, zeigten keine dieser Neigungen. Der Unterschied: Im Gegensatz zur Sowjetunion entwickelte sich in Holland nach 1945 eine Wohlstandgesellschaft, in der es im Überfluss Nahrung gab. Die niederländischen Kinder waren jedoch auf eine ressourcenarme Hungerwelt programmiert.

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07. Dezember 2017

Der Hund als Psychotherapeut und Arzt  


Hunde werden heute gerne in der therapeutischen Arbeit z.B. mit Kindern oder Demenzpatienten eingesetzt. Die therapeutischen Qualitäten von Hunden hat bereits Sigmund Freud geschätzt. Sein geliebter Chow-Chow Yofie war bei den Analysesitzungen mit dabei und übte seinen therapeutischen Einfluss aus. So soll er z.B. das Ende der Sitzungen signalisiert haben, indem er einfach aufstand und sich zur Tür begab. Dass Hunde nicht nur über besondere psychotherapeutische Fähigkeiten verfügen, sondern auch sonst medizinisch und pflegerisch gute Arbeit leisten können, zeigt der Autor und Medizinjournalist Rainer Otte in einem Beitrag für den Band Die sokratische Hundeschule.

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04. Dezember 2017

Das Schöne als Urkraft der Natur und zentrale Lebenskraft  


Der Wiener Psychiater und Psychotherapeut Michael Musalek setzt in seinen Therapien schon lange auf die Heilkraft des Schönen. Mit seinem zweibändigen Werk Der Wille zum Schönen hat Musalek nun die Ergebnisse seiner Grundlagenforschung zum Phänomen des Schönen vorgelegt. Das Schöne ist für ihn nicht etwas, das wie ein Bonbon das Leben am Abend nach den täglichen Mühen und Plagen versüßt, sondern eine „alles bewegende Urkraft der Natur“, die alle menschlichen Handlungen und Empfindungen prägt.

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01. Dezember 2017

Forensik: Gruppenanalyse dient der Therapie und der Sicherheit  


Die Gruppenanalyse bietet für die forensische Psychotherapie große Erfolgschancen, betont Professor Dr. Klaus Hoffmann (Reichenau) in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie". "Gruppenanalyse bezieht die gesellschaftlichen und politischen Ebenen in die direkte therapeutische Arbeit ein, benennt die individuellen wie kollektiven Verantwortungen."

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30. November 2017

Pierre Janet, Vordenker der Verhaltenstherapie: holistische, dynamische und genetische Psychologie  


Die Verhaltenstherapie ist im Gegensatz zur Psychoanalyse ein relativ junges Verfahren. Dennoch kann sie sich auf einen Vordenker beziehen, der vor mehr als 100 Jahren Konzepte entwickelt hat, die bis heute relevant sind: Pierre Janet (1859-1947) liefert als Mitbegründer der wissenschaftlichen Psychologie auch heute aktuelle Einblicke und Anregungen. Inzwischen sind vier Bände in der Reihe "Pierre Janets Beiträge zur modernen Psychiatrie und Psychologie" erschienen.

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29. November 2017

Forensische Psychotherapie: Mutter-Baby-Therapiegruppe in Haft  


Forensische Psychotherapie: Wenn Straftäterinnen in Haft Mutter werden, kann ihre Resozialisierung gewinnen. Doch möglicherweise können auch psychosoziale Komplikationen zunehmen. Pamela Windham Stewart hat Mutter-Baby-Therapiegruppen im Gefängnis aufgebaut und berichtet über ihre Erfahrungen in der aktuellen Ausgabe von "Forensische Psychiatrie und Psychotherapie".

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28. November 2017

„Hirndaten müssen geschützt werden, bevor es zu spät ist“  


© Keo - Fotolia.com

Schon bald könnte die Gehirnaktivität ähnlich einfach erfasst werden wie bislang Handydaten und Bewegungsprofile. Enorme Fortschritte im Bereich Künstlicher Intelligenz machen das möglich, auch aufgrund millionenschwerer Investitionen weltweit. Doch bislang sind diese hochsensiblen Daten im nicht-medizinischen Umfeld viel zu wenig geschützt. Zu diesem Schluss kommen Neurowissenschaftler, Mediziner und Ethiker unter Beteiligung des Universitätsklinikums Freiburg im Fachmagazin Nature. „Daten der Hirnaktivität sind unsere persönlichsten Daten überhaupt. Wir brauchen dringend eine gesellschaftliche Debatte, wie Hirndaten genutzt werden dürfen, bevor die Konzerne Fakten schaffen“, sagt Dr. Philipp Kellmeyer, Wissenschaftler an der Klinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Freiburg und einziger europäischer Ko-Autor des Artikels, der am 11. November 2017 erschienen ist.

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27. November 2017

Sucht: die besten Wege der Selbstbefreiung  


Sucht: Selbstheilung ist eine Herausforderung, gelingt jedoch häufig. Professor Dr. Harald Klingemann (Bern) hat die Möglichkeiten empirisch untersucht und schildert sie in seinem aktuellen Taschenbuch "Sucht - Selbstheilung ist möglich". Professionelle Therapie kann dazu beitragen, ist meist jedoch nicht notwendig.

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