Junge PsychotherapeutInnen: Der Weg in den Beruf ist steinig
Der Start für junge PsychotherapeutInnen ins Berufsleben ist häufig deprimierend. Alina Tilner und Gerhard Zarbock berichten in der Fachzeitschrift ´Verhaltenstherapie + Verhaltensmedizin` über eine Onlineumfrage bei BerufsanfängerInnen: Das Stressniveau ist generell hoch, unabhängig vom Therapieverfahren. 22 Prozent der Befragten lassen ein Burnout erkennen. Dieser Befund "korrespondiert mit den Ergebnissen einer qualitativen Studie, in der eine erhebliche und auch gesundheitsgefährdende Beanspruchung durch Finanzknappheit, Ausbildungsanforderungen, Erwerbsarbeit und Familie berichtet wurde."
Many Schools Are Phone Free for Students: What’s Next?
Since the release of Jonathan Haidt’s The Anxious Generation and the call for “phone-free schools,” a plethora of states (18 plus DC to be exact) and a continually growing number of foreign countries have responded favorably. Thanks to the research and model policies of the Phone-Free Schools Movement, millions of young people are now able to better focus on the hard work of learning without being distracted by the latest TikTok reels or YouTube Shorts.
Wie soziale Medien das Wohlbefinden stärken können
Die einschneidend negativen Folgen exzessiver bzw. falscher Nutzung sozialer Medien werden im Alltag immer deutlicher. Dem stellen Linda-Elisabeth Reimann und Phillip Ozimek mögliche positive Effekte gegenüber. Unter der Schlagzeile "Postet mehr Bilder" berichten sie über ihre Analysen im aktuellen Reader ´Forschungsbefunde aus der Positiven Psychologie´.
Sportwetten: Expertise erhöht die Gewinnchancen nicht
Sport-Experten sind bei Sportwetten nicht im Vorteil. Dr. Jens Kalke berichtet in der aktuellen Fachzeitschrift RAUSCH über mehrere empirische Studien, die belegen: Die Gewinnchancen steigen nicht mit der Sport-Kompetenz - und bleiben reine Glückssache.
Was bewegt Patientinnen und Patienten mit Epilepsie im Alltag?
Die Diagnose Epilepsie ist lebensverändernd. Neben der optimalen Therapie bewegen die Betroffenen zahlreiche Themen. DGN-Kongress-Präsident Prof. Dr. Felix Rosenow beantwortet häufig gestellte Fragen. Besonders dringlich ist es aus seiner Sicht, das 2,5-fach erhöhte Mortalitätsrisiko von Epilepsie-Patientinnen und -Patienten zu adressieren. Hier kann eine optimale Therapie, auch von Ko-Morbiditäten, helfen.
Internetabhängigkeit bei Jugendlichen: Therapiemotivation mangelhaft
Beratungs- und Therapieangebote bei internetbasiertem Suchtverhalten sind reichlich vorhanden. Dr. Kay Uwe Petersen und KollegInnen bieten in einer Studie den Überblick und differenzieren die Behandlungsmotivation Betroffener kritisch:
Language not the only semiotic sign for psychotherapeutic practice
The limits of of language and understanding are often unconscious, yet always risky. Therefore, language alone is frequently insufficient in psychotherapy, Enila Ataie and Alfred Pritz reflect in a new study: "Psychotherapy on a Global Scale".
Ein Tröpfchen in Ehren: moderater Alkoholkonsum ist nicht generell schädlich
Forschungen und Empfehlungen zu bewusstseinsverändernden Substanzen führen gelegentlich in die Irre. Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift RAUSCH stellt Beispiele vor und erspart den LeserInnen keine Wechselwirkungen.
Immer weniger Strafurteile, immer mehr Einweisungen in den Maßregervollzug
Straftäter in der Psychiatrie: Die Maßregelvollzugs-Kliniken in Deutschland sind überfüllt, die TherapeutInnen überfordert, die Klienten genervt, die Kosten explodiert. "Die zunehmende Neigung der Gerichte, immer mehr Unterbringungen anzuordnen, kann allerdings nicht damit zusammenhängen, dass sie immer mehr Delikte und Delinquenten abzuurteilen hätten," berichten Dr. Kathleen Schnoor und Kollegen im Fachbuch "Maßregelvollzug zwischen Kostendruck und Qualitätsanforderungen."
Lernen aus der Täter*innenperspektive: Digitales Spiel gegen sexualisierte Gewalt
Ein Wolf hinter einer Hasenmaske: Im Serious Game „Uuugh – Falsches Spiel“ schlüpfen Spielende in die Rolle eines Täters in einem fiktiven Sportverein, um dessen Strategien kennenzulernen. Dadurch sollen sie Vorgehensweisen von Täter*innen im wirklichen Leben besser erkennen können. Das kostenfreie Spiel für Jugendliche und junge Erwachsene ab 12 Jahren wird durch eine Begleitbroschüre ergänzt.
Der Alltag im Strafvollzug wurde den allgemeinen Lebensverhältnissen nicht angeglichen
Ein Gefängnis besteht aus hunderten neben- und übereinander gestapelten Wohnklos, in die Straftäter (und ausnahmsweise auch Unschuldige oder Straftäterinnen) gesperrt werden. Dies gilt als artgerechte Haltung, um Häftlinge für ein späteres angepasst-gesetzeskonformes Leben in Freiheit zu konditionieren und die Gesellschaft vor weiteren Straftaten zu schützen. Bei der "Mehrzahl der Gefangenen besteht eine psychische Störung," konstatiert Professor Dr. Norbert Konrad, Direktor des Instituts für Forensische Psychiatrie an der Charite Berlin.