"Die intrapsychischen Ressourcen ´Kreativität´ und ´Entspannung´ können genutzt werden, um ein höheres Maß an Wohlbefinden zu erreichen." Die Untersuchungen "zeigen unterschiedliche Wirkverläufe der beiden Interventionsformen auf die subjektive Befindlichkeit. Das Autogene Training führt in den ersten Sitzungen zu deutlichen Verbesserungen in den Dimensionen Stimmung, Wachheit, Ruhe. Diese anfänglichen Effekte nehmen im weiteren Verlauf leicht ab. Die Kunsttherapie entwickelt ein langsameres, aber zunehmend stabileres Wirkprofil. Nach einem verhaltenen Beginn verstärken sich die positiven Effekte mit jeder weiteren Sitzung."
Das Autogene Training wirkt über die vegetative Entspannung, die Kreative Therapie über Ressourcenaktivierung, soziale Integration und emotionale Selbstklärung. Gerade in Gruppensettings mit älteren Menschen oder psychosozial belasteten Zielgruppen zeigt sich ein stabiles, wachsendes Wirkmuster der Kunsttherapie.
Die erfolgreiche Durchführung derartiger Präventionskurse erfordert allerdings "eine offiziell geregelte Anerkennung durch das Gesundheitssystem. Neben der praktischen Umsetzung ist insbesondere die sozialrechtliche Anerkennung entscheidend, um eine flächendeckende Verfügbarkeit und Finanzierung durch Krankenkassen zu ermöglichen." Der Kurs entspricht den Vorgaben des Leitfadens Prävention des GKV-Spitzenverbandes.
Musik-, Tanz- und Kunsttherapie 2025-2
Print: ISSN 0933-688, PDF ISSN 0933-688
https://www.psychologie-aktuell.com/journale/mtk/bisher-erschienen/inhalt-lesen/2025-20.html














