Homeschooling: Wie Eltern mit ihren Kindern am besten gemeinsam lernen
Homeschooling: Eltern sollten nicht als Ersatzlehrer oder gar Kontrolleure fungieren und müssen auch nicht den Schulstoff beherrschen. Es motiviert viel mehr und bereitet mehr Spaß, wenn sie sich für das Lernen und den Stoff wirklich interessieren. Am besten ist: Sie lernen mit dem Kind gemeinsam. Die Pädagogik-Professoren Albert Ziegler und Heidrun Stöger haben ihre Tipps in dem Buch "Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern von Schulkindern" locker und leicht lesbar zusammengestellt.
Nachwuchs-Leistungssport: Die größten Entwicklungsfortschritte resultieren aus dem Zusammenspiel von mentalem und körperlichem Training
Häufig geben auch hochtalentierte Nachwuchs-LeistungssportlerInnen ihre Karriere vorzeitig auf. Der Trainer, Olympiateilnehmer und Sportpsychologe Dr. Thomas Wörz beschreibt das entscheidende Gegenmittel: Eine dynamische Balance zwischen den Anforderungen und eigenen Fähigkeiten sollte zu einem Flow-Erleben führen - zu einem trance-ähnlichen Zustand im Hier und Jetzt; psycho-physische und motorische Fähigkeiten stimulieren einander.
Kinder und Jugendliche: viel Zufriedenheit und wenig Bewegung
Brandenburger Kinder und Jugendlichen haben eine hohe Lebenszufriedenheit, machen aber zu wenig Sport – diese und weitere Erkenntnisse zu Gesundheit, Sozialverhalten und Homeschooling ermittelt die HBSC-Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Ludwig Bilz.
Junge Migranten: häufig traumatisiert, psychisch vulnerabel und verhaltensauffällig
Krieg, Folter, Menschenhandel und extreme Armut sind nur einige schreckliche Situationen, denen Flüchtlinge vor und während ihrer Flucht ausgesetzt sein können. Solche Erfahrungen machen die Betroffenen auch noch Jahre später anfällig für psychische Erkrankungen. Als wäre das nicht genug, müssen Flüchtlinge häufig auch nach ihrer Ankunft in Deutschland unter psychisch belastenden Bedingungen leben. Eine Gruppe von Forschern um Hannelore Ehrenreich vom Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen hat nun gezeigt, dass die Psyche junger Geflüchteter mit jedem weiteren Risikofaktor mehr belastet wird. Die Folgen sind eine verminderte Leistungsfähigkeit und Verhaltensauffälligkeiten, die sich später auch in aggressivem und kriminellem Verhalten äußern können. Umso wichtiger ist es, Flüchtlinge einfühlsam zu begleiten und ihnen die Möglichkeit zu geben, der Spirale negativer Erlebnisse zu entkommen.
Homeschooling als familiäre Ausnahmesituation mit Potenzial
Erste Ergebnisse der bundesweit größten Elternbefragung von Grundschulkindern
Ob sich Eltern von Grundschulkindern, die wegen der Schulschließungen in den letzten Wochen zu Hause unterrichtet wurden, stark belastet fühlen, hängt von der Unterstützung der Eltern durch die Schulen und ihren eigenen Ressourcen ab. Für stressfreies Homeschooling möchten Eltern durch die Schulen angeleitet und unterstützt werden – digitale Medien sind dazu nicht entscheidend.
Menschliche Höherentwicklung: "Rolltreppe der Vernunft" - oder?
Bewegt sich die Menschheit in Richtung Abgrund? Psychologen setzen der Weltuntergangsstimmung einen faktenbasierten verhaltenen Optimismus entgegen. Ihr Reader "Menschliche Höherentwicklung" trägt im Titel kein Fragezeichen. Herausgeber Professor Gerd Jüttemann intoniert die Aufsatzsammlung: "Der Wunsch nach schöpferischer Gestaltung kennzeichnet den Menschen und bildet wahrscheinlich sein wichtigstes Definitionsmerkmal."
Folgen des Lockdown: Mehr häusliche Gewalt, Stress und Angst
Angst, Schlaflosigkeit, Depression und Konflikte innerhalb der Familien: Seit dem Auftreten der Corona-Pandemie in China gab es bereits erste Hinweise zu den psychosozialen Auswirkungen der Pandemie. Das können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums für Seelische Gesundheit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) jetzt mit einer ersten Auswertung einer am 1. April gestarteten Umfrage belegen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen einen Anstieg von Stress, Angst, depressiven Symptomen, Schlafproblemen, Reizbarkeit und Aggression. Sorge bereitet insbesondere, dass 5 Prozent der Teilnehmenden angaben, häusliche Gewalt in den vergangenen vier Wochen erfahren zu haben. Diese kann verbaler, körperlicher oder sexueller Natur sein.
Neue Gesundheitsinformationen in Leichter Sprache zu psychischen Erkrankungen
Alle Menschen gut und verlässlich informieren – das ist das Ziel vom Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). Es hat daher neue Informationen in Leichter Sprache zu psychischen Erkrankungen veröffentlicht.
70% der COVID-19-Patienten überleben die Beatmungs- und Intensivtherapie
In Deutschland überleben etwa 70 Prozent der COVID-19-Patienten die Behandlung in der Intensivstation, berichtet die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin. Das Manual "Beatmungs- und Intensivtherapie bei COVID-19" beschreibt detailliert erfolgversprechende und möglichst schonende Arbeitsprozesse. Das Buch ist in dieser Woche bei Pabst Science Publishers als Hardcopy und als e-book erschienen.
Unser Herz und unser Gehirn kommunizieren ständig miteinander. Geraten wir etwa in eine gefährliche Situation, sorgen Signale aus dem Gehirn dafür, dass der Puls steigt – und entsprechend wieder sinkt, wenn die Gefahr vorüber ist. Umgekehrt sendet auch das Herz Informationen ans Gehirn und beeinflusst darüber auch unsere Wahrnehmung. Bislang ist jedoch unklar, wie das funktioniert. Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften (MPI CBS) in Leipzig und der Berlin School of Mind and Brain haben nun zwei entscheidende Mechanismen dafür entdeckt – und wie diese zwischen einzelnen Personen variieren.
Seit dieser Woche gilt in Deutschland die Maskenpflicht – je nach Bundesland beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel. Wahrnehmungspsychologe Prof. Dr. Claus-Christian Carbon hat sich damit beschäftigt, unter welchen Bedingungen Menschen Gesichtsmasken akzeptieren. Der Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre an der Universität Bamberg erläutert:
FRANKFURT. Wenn wir kurz hintereinander dieselben Objekte sehen, gibt uns unser zweiter Blick immer ein leicht verfälschtes Bild der Objekte wieder. Unser Kurzzeitgedächtnis macht hier systematische Fehler, wobei es sich an verschiedenen Merkmalen der Objekte wie Bewegungsrichtung, Farbe und räumliche Position orientiert. Offenbar helfen uns diese Fehler, die ständig wechselnden Eindrücke unserer Umgebung zu stabilisieren. Dies haben Wissenschaftler des Instituts für Medizinische Psychologie der Goethe-Universität Frankfurt jetzt herausgefunden.