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Risiko der Psychotherapie im Strafvollzug: Wieviel freier Wille wird ignoriert?

Die Psycho- und Sozialtherapie von Straftätern ist ein wesentlicher Fortschritt des modernen Strafvollzugs: ein differenziertes Angebot an schuldfähige wie schuldunfähige Männer und Frauen. Doch phasenweise ignoriert Kriminaltherapie den freien Willen Betroffener und mutiert zu wertloser Pflichtübung. Thomas Thalmann bilanziert seine langjährigen Erfahrungen als Psychologe im sozialtherapeutischen Justizvollzug kritisch und skizziert Lösungsansätze.

Rituelle Gewalt und Dissoziative Identitätsstörung: kritische Realitätsprüfung in der Psychotherapie

Kardinäle, Bischöfe, Priester in Nordrhein-Westfalen wurden beschuldigt, in einem Täter-Netzwerk "Rituelle Gewalt" Verbrechen begangen zu haben. Die systematische Recherche einer Rechtsanwaltskanzlei findet weder Belege, noch Plausibilität für die Anschuldigungen www.instagram.com/p/DPl1A7wiBXq/. Die Kriminologin Prof. Dr. Petra Hasselmann beschreibt in einer wissenschaftlichen Studie "Rituelle Gewalt" als Fehlerinnerung von Menschen, die unter "dissoziativer Identitätsstörung" (DIS) leiden. Die Störung führt zu wechselnden Persönlichkeitszuständen bzw. Identitäten ("Vielsein"), wechselnden Verhaltensweisen, Amnesien, inkonsistenten Erinnerungen.

Berufsunfähig durch affektive Störungen

Psychische Erkrankungen werden immer häufiger. Depression und andere affektive Störungen können nicht nur vorübergehende Arbeitsunfähigkeit, sondern auch Berufsunfähigkeit auslösen. Vor allem bei eigenverantwortlichen Aufgaben und/oder häufigen zwischenmenschlichen Arbeits-Kontakten führen affektive Störungen u.U. zur "vollständigen Einschränkung der Berufsfähigkeit". Einzelheiten berichtet Prof. Dr. Norbert Nedopil in der Neuauflage des Standardwerks "Psychiatrische Begutachtung im Zivilrecht".

 

Reichliches Anwendungspotenzial der Positiven Psychologie in Unternehmen

Die Positive Psychologie intendiert die Förderung von Wohlbefinden, Zufriedenheit, Motivation und Leistungsfähigkeit. Die Disziplin der Positiven Psychologie stützt sich auf fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse, um gezielte Interventionen für den Arbeitskontext zu entwickeln. Saskia Pilger, Hannah Möltner und KollegInnen stellen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift ´Wirtschaftspsychologie´ die Evaluation erfolgreicher Interventionen vor.

Verhaltenstherapie plus Hirnstimulation erfolgreich bei Internet-Sucht

Eine Kombination aus repetitiver transkranieller Magnetstimulation (rTMS) und kognitiver Verhaltenstherapie (KVT) ergab in einer Studie "die größten Effekte bei der Behandlung von Internet-Sucht," berichtet das Jahrbuch Sucht 2025. Unmittelbar darauf folgen "Kombinationstherapien mit Psychopharmaka, rTMS allein sowie Elektroakupunktur in Verbindung mit Kognitiver Verhaltenstherapie, die in dieser Reihenfolge die größten Effektstärken aufweisen konnten.

Psychiatrische Begutachtung: Ein einsichtsfähiger Patient darf nicht zwangsbehandelt werden

Jährlich werden in Deutschland fast 150.000 Menschen in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen. Dies ist nach aktueller Rechtsprechung nur dann zulässig, wenn der/die Betroffene "nicht einsichts- und steuerungsfähig ist. Die Behandlung gegen den Willen eines einwilligungsfähigen Patienten ist schlechthin verfassungswidrig," warnt Professor Dr. Norbert Nedopil in seinem Standardwerk ´Psychiatrische Begutachtungen im Zivilrecht´.

Ökologische Transformation in der Rehabilitation: ein neuer Mindset der Therapie

Wer ökologisch Rücksicht nimmt, nutzt gleichzeitig der eigenen individuellen Gesundheit - z.B. durch reduzierten Fleischkonsum oder häufigeres Radfahren. Auf die Doppelwirkung setzt die "ökologische Transformation in der Rehabilitation". Dr. Ulrike Worringen und KollegInnen beschreiben das Thema in elf Beiträgen der aktuellen Fachzeitschrift ´Psychosoziale und Medizinische Rehabilitation´.

Formen der Ironie des Philosophen, der Katze und des Faschisten

Mit Ironie wird zwar das Gegenteil von dem gesagt, was gemeint ist - aber in einer Form, in der das Gegenüber den Widerspruch erkennt. Die Differenz zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten gibt letzterem eine besondere Bedeutung. Daniel Sollberger, Erik Boehlke, Ulrich Kobbe et al. reflektieren in ihrem neuen Reader IRONIE diese Besonderheit - bei Texten wie bei Bildern.

Auch Psychotherapie kann Nebenwirkungen haben

Wie jede Behandlung birgt auch die Psychotherapie Risiken und kann unerwünschte Wirkungen erzielen. Ein Autorenteam des Universitätsklinikums Jena gibt im Fachjournal Nature Reviews Psychology einen Überblick zum Stand der Wissenschaft und Empfehlungen für Forschung und klinische Praxis.

 

Leben ohne Sex: Groß angelegte Studie zeigt Faktoren auf, die Sexlosigkeit bis ins hohe Erwachsenenalter beeinflussen

Wie kommt es, dass manche Menschen selbst im hohen Erwachsenenalter noch nie Sex hatten? Dieser Frage ist ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main nachgegangen. In der bislang größten Studie zu Menschen ohne sexuelle Erfahrung fanden die Forscher:innen heraus, dass Jungfräulichkeit im höheren Alter auf eine komplexe Mischung aus psychologischen, sozialen und genetischen Faktoren zurückzuführen ist. Die Arbeit wurde kürzlich in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlicht.

Glücksmomente während der Arbeit: Flash und Flow

Wer engagiert und konzentriert arbeitet, kann durch ein Flowerleben oder eine Inspiration (Flash) belohnt werden. Professorin Dr. Michaela Brohm-Badry beschreibt und analysiert beide Phänomene in ihrem Fachbuch ´Wie Menschen wachsen - Positiv-Psychologische Entwicklung von Individuum, Organisation und Gesellschaft´.

 

Nachhaltigkeitsverhalten trotz normierender gesellschaftlicher Rahmenbedingungen

Die sozial und ökologisch nachhaltige Gestaltung gesellschaftlichen Zusammenlebens ist eine der großen Herausforderungen der Gegenwart. Nicht zuletzt unter dem Einfluss der Wirtschaftslobbies fokussierte die öffentliche Debatte lange Zeit Konsumentscheidungen privater Haushalte und einzelner Personen. Konsequenterweise nimmt die Frage, wie individuelle Verhaltensänderungen im Sinn umweltverträglicher und nachhaltiger Lebensweisen herbeigeführt werden können und welche Rolle dabei persönliche, soziale und rechtliche Normen spielen, breiten Raum in öffentlichen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen ein.




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