Demografisch gesehen sind die Konsumenten von online-Kinderpornografie im Vergleich zu Männern, die Kinder sexuell missbraucht haben, "häufiger alleinstehend, häufiger weiß und im Durchschnitt gebildeter. Sie sind seltener vorbestraft - sowohl in Bezug auf Straftaten im Allgemeinen als auch auf Sexualstraftaten im Besonderen. Sie haben im Allgemeinen ein geringeres Selbstwertgefühl und sind emotional zurückgezogener. Sie weisen weniger antisoziale Probleme auf, sind im Durchschnitt weniger impulsiv, haben weniger problematische Gedanken im Zusammenhang mit der Begehung von Straftaten, sind weniger feindselig und weisen eine geringere emotionale Identifikation mit Kindern auf. Im Vergleich zu Männern, die auf Kinder übergriffig geworden waren, haben sie jedoch im Durchschnitt mehr sexuelle Probleme, sie haben mehr sexuell abweichende Interessen, sind häufiger sexuell fixiert und nutzen häufiger Sex als Bewältigungsstrategie. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Anschauen von Kinderpornografie ein deutlicherer Hinweis auf Pädophilie ist als" ein sexueler Kindesmissbrauch, berichten Marc Verheij und Kollegen in ihrer Studie.
Forensische Psychiatrie und Psychotherapie 2026-1
Herausgegeben von K. Hoffmann, R. Eher, M. G. Feil, M. Günter, D. Hesse, L. P. Hiersemenzel, M., U. Kröger, J. Muysers, T. Ross, K. Sevecke
Print: ISSN 0945-2540
PDF: ISSN 0945-2540
– eine sexuelle Abnormität im forensischen Zwangskontext: Interviews mit Betroffenen und Professionist:innen
Gassl, Alexandra | Roth, Roswith (Hrsg.)
Pabst, 2024, 142 Seiten
Print: 978-3-95853-902-0
PDF: 978-3-95853-903-7
Leipziger Studie zur gesellschaftlichen und psychischen Situation pädophiler Männer
Vogt, H.
2006, 152 Seiten















