Geschlechterstereotype in der Schule: Ballett tanzende Jungs werden weniger akzeptiert als Fußball spielende Mädchen
Tendenziell verhalten sich Mädchen in der Schule konformer als Jungen. Dabei spielt die Zusammensetzung einer Klasse eine wichtige Rolle: Je ausgewogener das Geschlechterverhältnis in einer Gruppe ist, desto geringer fallen auch die geschlechtsspezifischen Unterschiede aus, stellte Kristina Kessel in einer Studie fest. Befinden sich die Jungen in der Minderheit, lässt sich bei Mädchen keine höhere Konformität feststellen.
Traumatisierte Kinder des 2. Weltkrieges für Studie mit Schreibtherapie gesucht
Auch wenn der 2. Weltkrieg vor 66 Jahren endete, leiden noch heute viele Menschen unter dem Erlebten. Die psychischen Langzeitfolgen begleiten sie Zeit ihres Lebens oder nehmen mit dem Alter wieder zu. Nun soll den Betroffenen mit einer speziellen Schreibtherapie über das Internet geholfen werden. Die gewonnenen Ergebnisse werden anschließend in einer Studie untersucht. Für das kostenfreie Therapieangebot des Behandlungszentrums für Folteropfer Berlin (bzfo) und der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald werden noch geeignete Teilnehmer gesucht.
Individuelle Ankerpunkte helfen bei der Navigation in unbekanntem Terrain
Um sich auf unbekanntem Terrain bewegen zu können, nutzt der Mensch individuelle "Ankerpunkte", die ihm nach kurzer Zeit eine Orientierung ermöglichen, ohne dass er das gesamte Gelände erkunden muss. Das gilt auch für abstrakte Umgebungen - selbst in der Gedankenwelt eines Wortspiels, wie eine Gruppe junger Informatiker an der Universität Heidelberg zeigen konnte. Für ihre Theorie zum Orientierungsverhalten des Menschen verwendeten die Wissenschaftler ein computerbasiertes Spiel mit Wörtern und werteten die Spielverläufe von Probanden mit Hilfe einer Software zur Netzwerk-Analyse aus. Dr. Katharina Zweig vom Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Ruperto Carola arbeitete dabei mit Wissenschaftlern aus Bangalore (Indien) zusammen.
Ever wonder why that government clerk was so rude and condescending? Or why the mid-level manager at your company always doles out the most demeaning tasks? Or, on a more profound level, why the guards at Abu Ghraib tortured and humiliated their prisoners?
Humour therapy is as effective as widely used antipsychotic drugs in managing agitation in patients with dementia - and avoids serious drug side effects, a new study to be presented this week at the National Dementia Research Forum shows.
Increased responsibility could lead to decreased sexual activity among women
In Sub-Saharan Africa, women who are empowered to make household decisions tend to have sex less often. This is according to a study conducted by researchers at the Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health. They examined the relationships between married women's autonomy and the time since most recent sexual intercourse and found that women's position in their household may influence sexual activity. The full article will be published in the October issue of the Journal of Sex Research and is currently featured online as an "editor's choice."
Suchtkongress 2011: Kinder alkoholabhängiger Eltern sind größte Risikogruppe für Suchtstörungen
In Deutschland wachsen etwa 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche mit mindestens einem alkoholabhängigen Elternteil auf. Für die meisten dieser Mädchen und Jungen bedeutet diese Lebenssituation eine große psychische und soziale Belastung. Auch deshalb stellen Kinder aus suchtbelasteten Familien die größte Risikogruppe für Suchtstörungen oder psychische Erkrankung dar: Mehr als ein Drittel entwickeln im Laufe ihres Lebens selbst eine Abhängigkeitserkrankung. Wie spezielle Präventionsprojekte Kindern alkoholbelasteter Familien helfen können, selbst nicht süchtig zu werden, ist Thema auf der Pressekonferenz anlässlich des Deutschen Suchtkongresses in Frankfurt am Main.
Biographische Diagnostik: aussagefähig, anspruchsvoll und sträflich vernachlässigt
Biographische Diagnostik eröffnet in allen Bereichen der angewandten Psychologie reichhaltige Einsichtsmöglichkeiten, die in der realen Praxis nur selten genutzt werden. Gerd Jüttemann (Berlin) legt einen Aufsatzband vor, in dem 37 AutorInnen aus ihrer jeweiligen Subdisziplin die Potenziale der Biographischen Diagnostik reflektieren und konkretisieren.
Lebenszufriedenheit in Ost- und Westdeutschland fast gleich hoch: "Uns geht's ja Gold ..."
Die Lebenszufriedenheit der Deutschen ist deutlich gestiegen. Noch nie war dabei der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland so gering wie heute. Im Vergleich ist Hamburg die glücklichste Region Deutschlands, Thüringen die unzufriedenste. Das ist das Ergebnis des Glücksatlas Deutschland 2011, der ersten deutschen Glücksstudie im Auftrag der Deutschen Post.
Hoffnungslosigkeit, Stress und Belastung schädigen das Herz: Depressivität ist wichtiger Risikofaktor für Herzinfarkt
Depressive Stimmung und Hoffnungslosigkeit erhöhen das Risiko für koronare Herzkrankheit (KHK) und verschlimmern ihren Verlauf. Große Studien zeigen, dass allein die Depression das Risiko für einen Herzinfarkt um 64 Prozent erhöht. Depressivität gehört damit zu den fünf wichtigsten Einflussfaktoren für eine KHK. Das liegt zum einen am ungesunden Lebensstil. Forscher haben jetzt auch schädigende immunologische Reaktionen und erhöhte Gerinnungsneigung gemessen.
Soziale Phobien sind bei Heranwachsenden zwischen 14 und 20 Jahren weit verbreitet. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie der Abteilung Klinische Psychologie und Psychotherapie der Goethe-Universität, an der über 600 Jugendliche verschiedener Schulen in Frankfurt und im Landkreis Darmstadt-Dieburg teilnahmen. Sie wurden unter anderem befragt, ob sie Ängste vor Begegnungen mit Menschen und vor Situationen entwickeln, in denen Leistungen von ihnen erwartet werden. Bei 13 Prozent der Befragten fanden die Frankfurter Wissenschaftler Hinweise darauf, dass eine soziale Phobie vorliegt.
Vor allem ältere Frauen mögen Männer mit Brusthaar
Die eine Frau mag sie, die andere dreht sich schaudernd weg: An der männlichen Brustbehaarung scheiden sich die Geister. Eine Psychologin der Saar-Uni hat nun in Zusammenarbeit mit dem ZDF untersucht, welche Frauen besonders auf den Brustpelz stehen und welche ihn überhaupt nicht mögen. Das Ergebnis: Frauen nach den Wechseljahren haben die größte Vorliebe für haarige Herren.