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Wirtschaftspsychologie: Erfolgreiches Personalmarketing dank attraktiver Interviewer

Trifft ein Bewerber in Einstellungsinterviews auf attraktive Interviewer, schließt er unbewusst auf eine respektable Kompetenz der Personen und des Unternehmens. Männliche Bewerber unterliegen diesem Effekt stärker als Frauen. Dies ergab eine Studie von Maren Vieten und Uwe Peter Kanning (Wirtschaftspsychologie, Hochschule Osnabrück), veröffentlicht in der unabhängigen Fachzeitschrift Wirtschaftspsychologie.

Wirtschaftspsychologie: Vom Mentoring profitieren Mentor, Mentee und Unternehmen

"Beim Mentoring werden definitiv Toleranz und Empathie trainiert." "Mentoring bedeutet Persönlichkeitsentwicklung für beide Beteiligten." Mentoren bewerten ihre Aufgabe ähnlich positiv wie Mentees. Gewinne liegen auf beiden Seiten, berichten Dres. Frank Edelkraut und Nele Graf in ihrer Studie "Der Mentor - Rolle, Erwartungen, Realität".

Drogenabhängigkeit: Beschaffungsprostitution findet meist auf der Straße, selten im Bordell statt

Etwa 400.000 Frauen arbeiten in Deutschland in der Prostitution. Die etwa 250.000 Sexarbeiterinnen in Bordellen sind überwiegend clean. Die etwa 80.000 Frauen auf dem "Straßenstrich" gehören zu einem großen Teil der Drogenszene an; überwiegend dient die Prostitution in dieser Gruppe dazu, den Drogenkonsum zu finanzieren, berichtet Christina Rummel im aktuellen Jahrbuch Sucht.

Psychotherapeuten sollten die Medikamenteneinnahme ihrer Patienten kritisch beobachten

PsychotherapeutInnen erhalten häufig unfreiwillig zusätzliche Aufgaben - z.B. die Beobachtung von Verordnungen des Arztes und entsprechender Patienten-Compliance bzw. Nebenwirkungen. Sehen PsychotherapeutInnen hier eine problematische Entwicklung, sollten sie diese gegenüber dem Patienten bzw. dem Arzt thematisieren, empfiehlt Professor Dr. Dr. Thomas Köhler in seiner Studie "Der Therapeut als Supervisor ärztlicher Tätigkeit und Kontrollorgan über die Medikamenteneinnahme des Patienten."

Achtsamkeit hilft gegen Schmerz und Burnout - Burnout ist eine krankmachende Entwicklung

So genannte Achtsamkeitsübungen können sowohl bei chronischen Schmerzen als auch bei Burnout eine wirksame Hilfe sein. Sie können helfen, sich wieder auf die eigenen Werte zu besinnen, Stress und körperliche Beschwerden zu akzeptieren und so dem Zwang der Kontrolle oder Vermeidung zu entkommen. Über neue Erkenntnisse zu den Parallelen von Burnout und chronischen Schmerzen berichten Spezialisten beim Deutschen Schmerzkongress 2012 ( 17.-20. Oktober, Mannheim, www.schmerzkongress2012.de ).

Online-Unterstützung für depressive Herzpatienten

Herzpatienten mit einem implantierten Cardioverter-Defibrillator (ICD), die einen im Internet angebotenen "Depressionshelfer" nutzen, haben deutlich weniger Ängste und depressive Symptome als ICD-Patienten ohne eine solche Online-Unterstützung. Das zeigt eine Studie des Klinikums Links der Weser, Bremen, die auf der Herbsttagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) und der Jahrestagung der Arbeitsgruppe Rhythmologie in Hamburg (11. - 13. Oktober 2012) präsentiert wird.

Leadership Letters: Employees have the right to be led by the boss

Dr. Felix Frei, Psychologist, Consultant and Coach in Zürich, published leadership letters - English plus German in one book. They do not offer a collection of modern recipes of how to lead people correctly either. Instead, they are meant to activate reflection on the topic.

Testosteron macht ehrlicher

Testosteron gilt als das Männlichkeitshormon schlechthin - es steht für Aggression und Imponiergehabe. Wissenschaftler um den Ökonomen Prof. Dr. Armin Falk von der Universität Bonn konnten nun zusammen mit Kollegen der Maastricht University überraschend zeigen, dass das Geschlechtshormon auch soziales Verhalten fördert. In Spielsituationen erwies sich, dass Probanden nach Gabe von Testosteron deutlich seltener logen als Personen die nur ein Placebo erhielten. Die Ergebnisse sind nun in der internationalen Online-Fachzeitschrift der Public Library of Science "PLoS ONE" erschienen.

Beginn der Gestaltpsychologie: Max Wertheimer entdeckte vor 100 Jahren die "Scheinbewegung"

Die Enteckung ist hundert Jahre alt, fundierte die Gestaltpsychologie und bewegt die Forschung bis heute: Max Wertheimer publizierte seine Studie über "Scheinbewegung"; das Phänomen ist nur auf den ersten Blick trivial: Sehen wir die schnelle Abfolge miteinander verknüpfter statischer Einzelbilder, glauben wir, einer Bewegung zu folgen - nach dem Prinzip des Kinofilms. Aus diesem Phi-Phänomen folgte der Hauptlehrsatz der Gestaltpsychologie: "Das Ganze ist verschieden von der Summe seiner Teile."

Psychologen wünschen mehr Praxisbezug und frühere Spezialisierung im Studium

Rückblickend beurteilen Psychologinnen und Psychologen in der Berufspraxis ihre Studienbedingungen überwiegend positiv; der Mittelwert entsprechend Schulnoten beträgt 2,56. Lediglich einen stärkeren Praxisbezug und eine frühzeitigere Spezialisierung hätten sich viele im Studium gewünscht. Diese Ergebnisse einer online-Studie berichten Prof. Dr. Uwe Peter Kanning und Kollegen in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie.

Report Psychologie: Professionelle und faire Eignungsbeurteilung auf der Basis der DIN 33430

In Deutschland werden jährlich schätzungsweise 20 Millionen berufliche Eignungsbeurteilungen vorgenommen. In fünf bis zehn Prozent der Fälle sind Psychologen beteiligt, berichtet Diplom-Psychologe Dr. Gerd Reimann (Potsdam) in der aktuellen Ausgabe von "Report Psychologie". Etwa 500 Personaler sind nach der DIN 33430 zertifiziert und können damit eine wissenschaftlich fundierte, faire Kompetenz für ihre Eignungsbeurteilung nachweisen.

Schlaganfall: Viele Patienten verlieren Teile ihrer Verhaltenskontrolle

Nach einem Schlaganfall können Schädigungen der vorderen Anteile des Stirnhirns eine exekutive Verhaltenskontrolle behindern. Schweregrad und Symptomatik variieren massiv; doch meist ist nach einem Schlaganfall eine regelrechte und zielführende Verhaltenskontrolle teils oder gänzlich abhanden gekommen. "Die Folge ist, dass soziale Regeln unbeachtet bleiben, vorausschauendes Denken und Handeln verunmöglicht werden und Verhaltensweisen selten intrinsisch motiviert und zielgerichtet sind, sondern häufig von zufälligen Gegebenheiten der momentanen Umweltsituation determiniert werden," fanden Dr. Bruno Kopp und Kollegen (Braunschweig) in einer Studie mit Patienten nach Schlaganfall.




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