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DGKN-Kongress: Kampf- und Ausdauersport vergrößern Hirnareale

Mediziner der Universität Bochum haben entdeckt, dass Leistungssportler mehr graue Substanz in bestimmten Hirnregionen haben als Nichtsportler. Ob das möglicherweise die Leistung des Arbeitsgedächtnisses steigert, also die Fähigkeit, Informationen schnell zu verarbeiten und Entscheidungen zu treffen, wollen die Wissenschaftler mit weiteren Untersuchungen prüfen. Ihre detaillierten Ergebnisse stellen sie auf der 57. wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung vor, die vom 21. bis zum 23. März in Leipzig stattfindet.

Bauplan für das künstliche Gehirn

Seit Jahrzehnten träumen Wissenschaftler davon, Computer zu bauen, die arbeiten wie ein Gehirn. Denn ein Gehirn ist weitaus energiesparender als ein Computer, es ist von sich aus lernfähig und bedarf keiner Programmierung. Privatdozent Dr. Andy Thomas von der Fakultät für Physik der Universität Bielefeld experimentiert mit Memristoren - elektronische Mikrobauteile, die natürliche Nerven imitieren. Den Beweis dafür lieferten Thomas und seine Kollegen vor einem Jahr: Sie bauten einen lernfähigen Memristor. Jetzt nutzt Andy Thomas seine Memristoren als Schlüsselteile für den Bauplan eines künstlichen Gehirns.

Fast jeder zehnte Kaufentschluss geht auf soziale Netzwerke zurück

Die Deutschen orientieren sich bei ihren Kaufentscheidungen immer stärker auch an Facebook, Twitter & Co - die sozialen Netzwerke haben dabei das Radio in seiner Bedeutung bereits abgehängt. Während der Hörfunk nur einen Einfluss von 5,6 Prozent auf Kaufentscheidungen der Verbraucher hat, sind es bei sozialen Netzwerken durchschnittlich knapp acht Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Marketingexperten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) in Kooperation mit der Strategieberatung Roland Berger. Die Studie "German Social Media Consumer Report 2012/2013" bewertet erstmals die Relevanz sozialer Netzwerke beim Produktkauf. "Wir beobachten eine neue Generation mündiger Medienkonsumenten in Deutschland", sagt Prof. Dr. Thorsten Hennig-Thurau vom "Marketing Center Münster" der WWU.

Psychologie des Lesens: Frauen achten mehr auf Figuren und Männer mehr auf Handlungen

Literaturinteressierte Frauen und Männer lesen Erzähltexte emotional beteiligt - "dicht auf das eigene Leben bezogen". Männer sind dabei oft stärker involviert als Frauen. Mit ihrer Studie zur Psychologie des Lesens widerlegt Özen Odag das gängige Klischee der emotional anteilnehmenden Leserin und des rational distanzierten Lesers.

Warum es schlechte Lerner gibt: EEG-Aktivität sagt Lernerfolg voraus

Warum manche Menschen schlechter lernen als andere, hat ein Forscherteam aus Berlin, Bochum und Leipzig im Rahmen einer Kooperation des deutschlandweiten Netzwerkes "Bernstein Fokus Zustandsabhängigkeiten des Lernens" aufgedeckt. Das Hauptproblem waren nicht etwa ineffiziente Lernprozesse, sondern dass das Gehirn die zu lernende Information unzureichend an den entscheidenden Stellen verarbeitete. Die Wissenschaftler trainierten den Tastsinn der Probanden, der dadurch üblicherweise an Sensibilität gewinnt. Bei guten Lernern veränderte sich die Hirnaktivität im EEG auf charakteristische Art und Weise, genauer gesagt die Alpha-Wellen. Diese zeigen unter anderem an, wie effektiv das Gehirn die sensorische Information, die man zum Lernen braucht, verwertet.

Förderschüler in der Regelschule: Das Risiko der sozialen Ausgrenzung ist hoch

Die UN-Behindertenrechtskonvention führt dazu, dass immer mehr leistungsschwache Förderschüler in Regelschulen unterrichtet werden. Ob diese politisch gewollte Inklusion tatsächlich im Interesse der Förderschüler ist, bleibt bislang fragwürdig. Die Fachzeitschrift Empirische Sonderpädagogik bietet dazu in der Schwerpunkt-Ausgabe "Inklusion in der Praxis" einen Forschungsüberblick.

Report Psychologie: Homogenitätsmythos im Machtspiel

In der Psychotherapie wächst international der Druck in Richtung wissenschaftliche Evaluierung, Homogenisierung und Vereinheitlichung. Professor Dr. Rainer Sachse (Bochum) warnt in der aktuellen Ausgabe von Report Psychologie vor dieser Tendenz: "Schränken wir das Spektrum möglicher Therapien, Denkmodelle, Entwicklungen usw. ein, entwickeln wir ein klerikales und kein wissenschaftliches System" - zulasten des Patienten in der Psychotherapie.

Übersetzungsfehler im Gehirn von Demenzpatienten

Bei manchen Demenzerkrankungen werden stille Bereiche des Erbguts irrtümlich in ungewöhnliche Eiweißstoffe übersetzt. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in München und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) präsentiert diesen Befund in der aktuellen Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Science".

Reinhold Beckmann in der Geschlechterdiskussion: Faszination der tiefgreifenden Differenzen

Der nächtliche TV-Faktencheck mit Reinhold Beckmann zum Thema Mann und Frau enthielt sich strikt aller ideologischen Verstrickungen und bewegte sich auf ernüchternd solidem naturwissenschaftlichem Boden. Der Verhaltensforscher und Biologe Karl Grammer brachte es auf den Punkt: "Alles, was bei der Skorpionsfliege funktioniert, gilt auch für Mann und Frau."

Störungs- und personenspezifische Psychologie: Verhaltenstherapie mit neuen Verfahren ergänzen

Erfolgreiche Psychotherapie bedarf einer stetigen - an das individualisierte Störungsmodell des Patienten angepassten - dialektischen Balance zwischen störungsspezifischen und personenspezifischen Interaktionen. Auf dieser Basis verfassten Alexandra Gall-Peters und Gerhard Zarbock ihren "Praxisleitfaden Verhaltenstherapie - Störungsspezifische Strategien, Therapieindividualisierung, Patienteninformation".

How do we want to work tomorrow? The theme of the EAWOP Congress 2013 in Münster

The European Association of Work and Organizational Psychology (EAWOP) brings together practitioners and researchers interested in the most recent developments in the field of work and organizational psychology. EAWOP’s congresses are fostering the dialogue and understanding between these two groups. This year’s congress (www.eawop2013.org) will be held in Münster (Germany), one of the most beautiful cities in Germany.

Wenn Furchtlose plötzlich in Panik verfallen

Forschern des Bonner Universitätsklinikums und ihren US-Kollegen ist es gelungen, fundamental neue Erkenntnisse zur Entstehung von Ängsten zu gewinnen. Bislang galt die Amygdala als die Gehirnstruktur, die Furcht und Panik generiert. Das Team wies nun aber an Patienten mit defekten Angstzentren nach, dass es weitere Strukturen im Gehirn geben muss, die an Furcht und Panik beteiligt sind. Zudem kann die Amygdala auch Furcht hemmen. Die Ergebnisse sind für die Behandlung von Angststörungen relevant und werden nun im renommierten Journal "Nature Neuroscience" vorgestellt.




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