Krebs: neue Internetplattform für psychologische und psychosoziale Beratung
Psychoonkologie: In Deutschland leben ca. 3,4 Millionen Menschen mit der Diagnose Krebs. Die Mehrheit der Betroffenen und ihrer Angehörigen erhält keine psychotherapeutische oder psychosoziale Beratung. Um ein lückenloses psychoonkologisches Angebot sicherzustellen, wird gegenwärtig das erste deutschsprachige Psychoonkologie Beratungs- und Pre-Screeningportal für das Internet entwickelt. Volker Beck und Tanja C. Vollmer stellen es im aktuellen Jahrbuch der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (dapo) vor.
Sex nach Crystal-Meth: "Nachher fühlst du dich nur noch genervt ..."
Crystal-Meth: Der STERN verbreitet hemmungslos die angeblich grandiosen Wirkungen der Methamphetamin-Droge - massive Werbung für "das gefährlichste Rauschgift der Welt". "Es scheint, dass ein deutlicherer Verstoß gegen das Werbeverbot des Paragraphen 14, Absatz 5 Betäubungsmittelgesetz kaum zu konstruieren ist," urteilt Dr. Raphael Gassmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in Hamm.
Schüleraustausch macht Jugendliche selbstbewusster / Studie zum Auslandsaufenthalt
Ein Austauschjahr beeinflusst den Selbstwert von Schülern positiv - zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler um Psychologen der Universität Münster in einer aktuellen Studie. Nach einem Jahr im Ausland sahen sich die befragten Austauschschüler in einem positiveren Licht als ihre daheimgebliebenen Mitschüler.
Ungünstige Bedingungen am Arbeitsplatz können Suizidrisiko erhöhen
Finden Arbeitnehmer ein hohes Ausmaß an Arbeitsbedingungen vor, die in den Tag-Wach-Rhythmus ("chrono-biologisch") eingreifen oder körperlich belastend sind, kann sich ihr Selbstmordrisiko deutlich erhöhen. Dieser Anstieg ist unabhängig von bekannten Risikofaktoren für suizidale Handlungen. Psychischer Stress am Arbeitsplatz hingegen weist keinen Zusammenhang mit der Suizidhäufigkeit auf. Diese Befunde konnten Forscher aus der Arbeitsgruppe von Prof. Karl-Heinz Ladwig vom Helmholtz Zentrum München in Kooperation mit der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar ermitteln und in der Fachzeitschrift Journal of Psychiatric Research veröffentlichen.
Positive Einstellungen: Neue Studie zur Akzeptanz von Windparks vor den Ost- und Nordseeküsten
Offshore-Windenergie trifft auf Akzeptanz: Die Anwohner der Küsten von Nord- und Ostsee sowie Touristen, die diese Gegenden bereisen, zeigen überwiegend positive Einstellungen gegenüber großen Windparks, die vor die Küsten ins Meer gebaut werden. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von 2009 bis 2013 durch die Arbeitsgruppe Gesundheits- und Umweltpsychologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) durchgeführt und nun abschließend ausgewertet wurde. Sie beschreibt erstmalig für Deutschland die Entwicklung der Akzeptanz von Offshore-Windparks über einen längeren Zeitraum und ist auch international eine der ersten Untersuchungen dieser Art.
TU Braunschweig: Multitasking verhindert Langzeiterinnerung
Wer sich beim Lernen ablenken lässt, riskiert, seine Erinnerung ans Gelernte zu "überschreiben". Wer den Lernstoff hingegen wiederholt, führt ihn ins Langzeitgedächtnis über. Eine Arbeitsgruppe um den Professor Dr. Martin Korte von der Technischen Universität Braunschweig konnte nun zeigen, wie diese Phänomene auf zellulärer Ebene zusammenhängen: Neue Synapsen stehen im Wettbewerb um verstärkende Proteine - eine Erinnerung gewinnt, die andere verliert. Die Studie wurde gestern Abend in der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) publiziert.
Zwei Drittel aller Personalverantwortlichen in Deutschland interessieren sich für das freiwillige Engagement jüngerer Bewerber. Als besonders wichtig für den Berufseinstieg gelten einer Studie zufolge die im Ehrenamt erworbenen sozialen Kompetenzen, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Diese sollten bei einer Bewerbung unbedingt schriftlich belegt werden.
Positive emotions - even those viewed through a distorted lens - may play an exacerbating role in fueling eating disorders like anorexia nervosa, which has a death rate 12 times higher for females between the ages of 15 and 24 than all other causes of death combined, according to a Rutgers study.
Förderschule für körperlich Behinderte: Pädagogen übernehmen die Pflege und intensivieren die Beziehung
Seit Zivildienstler kaum noch zur Verfügung stehen, übernehmen in Förderschulen für körperlich Behinderte immer mehr Lehrerinnen und Lehrer die Pflege: Hilfe beim Toilettengang, Wickeln, Anreichen von Essen und Trinken, Ankleiden, Körperpflege. Die meisten Pädagogen sehen in der Pflege eine wichtige erzieherische Aufgabe, auch wenn sie u.U. den Unterrichtsablauf stört. Eine Studie der Universität Köln befragte betroffene Lehrerinnen und Lehrer zum Thema. Die Ergebnisse erschienen in der Fachzeitschrift "Empirische Sonderpädagogik".
Spielsucht am Computer ist meist nur eine vorübergehende Erscheinung
Eine repräsentative Längsschnittstudie der Universitäten Hohenheim und Münster legt nahe, dass überraschend wenig Computerspieler dauerhaft ein problematisches Spielverhalten haben. Die negativen Folgen wie Spielsucht seien zudem überschaubar, zumindest für die überwiegende Mehrheit der Spieler, bewertet Projektleiter und Kommunikationswissenschaftler Prof. Dr. Thorsten Quandt von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU).
Concerto Rosso: Wehe, der letzte Takt erklingt ...
Die Einschussstelle und der geronnene Blutfleck auf den Tasten. Die Partitur ist geöffnet auf der ersten Seite des Adagio. Die Augen des Opfers starren auf einen Punkt jenseits des Notenblatts. Aus einer Schusswunde hinter dem Ohr tropft ein Blutfaden auf ein Cis, dehnt sich aus und stockt zwischen einem C und einem D. "Entsetzlich," murmelt Lehmann und fügt resolut hinzu: "Das Konzert findet trotzdem statt." Mit "Concerto Rosso" schrieb Pier Luigi Berbotto einen Kriminal-, Musik- und Mysterienroman, der es in Italien zum Bestseller brachte. Die in´s Deutsche übersetzte Fassung vermittelt deutschen Lesern eine mediterrane, unheimliche Atmosphäre, die dem normalen Touristen verborgen bleibt.
Aggression: Reaktiv aggressive Gewalttäter leiden unter einem Wahrnehmungsmangel
Aggression: Warum reagieren einige Menschen auch ohne plausiblen Grund aggressiv und gewalttätig? PD Dr. Petra Retz-Junginger (Universitätsklinikum Hombrug/Saar) identifizierte in einer Studie ausschlaggebende Gründe: Betroffene verfolgen meist grundsätzlich eine feindselige Tendenz; und: Sie sind nicht oder kaum in der Lage, im Gesicht des Gegenüber Angst, Trauer oder Ekel wirklich zu erkennen. Über diese Wahrnehmungsdefizite berichtet die forensische Psychologin in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Verhaltenstherapie und Verhaltensmedizin".