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Studie weist deutlichen Erfolg von Verhaltenstherapie bei Depressionen nach

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Sie können in jeder Lebensphase auftreten und sowohl Kinder und Jugendliche als auch alte Menschen ereilen. Mit einer Verhaltenstherapie sind depressive Störungen jedoch recht gut zu behandeln. Dass Psychotherapie bei Depressionen tatsächlich erfolgreich ist und in welchem Grad, haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz nun für die Routineversorgung nachgewiesen.

Die Sagrotan-Flasche endlich stehen lassen - Massive Reizkonfrontation bringt Erfolg bei Zwangserkrankungen

Die direkte Konfrontation des Patienten mit der für ihn schwierigsten Situation erweist sich als die beste Methode in der Therapie von Zwangserkrankungen. Dies ist das Fazit des Buches Putzen bis der Arzt kommt, das sich an Therapeuten wie Patienten wendet. Anstatt mit leichten Reizkonfrontationen zu beginnen und diese dann zu steigern, sollte sogleich mit dem größten Reiz begonnen werden, indem z.B. eine Patientin mit Waschzwang aufgefordert wird, in einen Hundekothaufen zu treten.

Mythos Doping: Doping-Aufklärung schlägt in Mythos um

Die aktuelle Doping-Diskussion verlässt zunehmend rationalen wie auch rechtstaatlichen Boden. Der aufklärerische Impetus schlägt in Mythos um. Dies behauptet der Frankfurter Dopingexperte Matthias Heitmann in seinem Buch Mythos Doping.

Die Ganzheit des individuellen Menschen: Gewichtung in der wissenschaftlichen Psychologie korrigieren

Die Neuerscheinung "Konkrete Psychologie" ist für den Psychiater und Psychologen Professor Dr. Andreas Ploeger eine notwendige Anregung, Gewichtungen in der wissenschaftlichen Arbeit neu auszutarieren. Er schreibt in seiner Rezension u.a.: "Mit der Sammlung der Beiträge von 25 Autoren versuchen Gerd Jüttemann und Wolfgang Mack eine Psychologie herauszustellen, die zwar nicht neu ist, jedoch weitgehend vergessen wurde: Es geht um eine "Gestaltungsanalyse" des Menschen, um die Entwicklung seiner individuell spezifischen Subjektivität im Erleben und Verhalten. Jüttemann spricht hier von "Autogenese". Es geht nicht, wie er betont, um eine neue Schulrichtung. Es geht jedoch sehr wohl um die Wiederbelebung einer Gewichtung in der wissenschaftlichen Psychologie, welche auch der Rezensent als Schüler von Philipp Lersch in den Grundkonzepten der Psychologie während der letzten Jahrzehnte immer mehr schrumpfen sah.

Psychose: Versuche, Traumata zu reinszenieren und zu überwinden

Psychosen können als kreatives Agieren verstanden werden; es soll dazu dienen, Traumata zu reinszenieren - u.U. mit ungewollter Involvierung des Therapeuten. Die therapeutische Beziehung kann zur Retraumatisierung oder zur Entlastung genutzt werden. Gefährdungen und Chancen der Therapie reflektiert Dr. Michael Schütz in einem kasuistischen Beitrag zum Sammelwerk "Schizophrenie - Frühintervention und Langzeitbegleitung".

Eine Brücke zwischen Medizin und Philosophie

Brücken zwischen Philosophie, Psychiatrie und Neurowissenschaften zu schlagen - das ist die Aufgabe der neu eingerichteten Karl-Jaspers-Professur für philosophische Grundlagen der Psychiatrie an der Universität Heidelberg. Am 1. Mai 2010 wurde der Psychiater und Philosoph Professor Dr. Dr. Thomas Fuchs auf die Professur berufen.

Die attraktivsten Websites für Kinder: einfach, lustig und interaktiv

Die einfache Bedienung einer Webseite ist für Kinder ein entscheidendes Schlüsselkriterium; eine ansprechende farbliche Gestaltung und Typographie bleiben vergleichsweise unerheblich, stellten Mag. (FH) Teresa Zangerl und Kollegen (Innsbruck) in einer Studie fest.

Was kostet schlechte Führung? Kasseler Arbeitspsychologe erforscht gesundheitliche Auswirkungen

Schlechte Führung macht Mitarbeiter krank. Die Zahl der psychischen Erkrankungen unter Arbeitnehmern hat sich seit 1990 verdreifacht, meldet der Gesundheitsreport des Bundesverbands der Betriebskrankenkassen (BKK) 2009. Zehn Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage sind darauf zurückzuführen. Die Hälfte davon steht in direkter Verbindung mit dem Führungsverhalten. Das hat verheerende Folgen für Personal, Betriebe und die deutsche Volkswirtschaft, weiß Prof. Dr. Oliver Sträter, Leiter des Fachgebiets Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität Kassel. Er erforscht den Zusammenhang von Führungsverhalten und Arbeitsproduktivität.

Psychotherapie: Elektronisches Coaching stabilisiert den Behandlungserfolg

Elektronisches Coaching kann psychotherapeutische Fortschritte stabilisieren. Der Patient wird in seinem normalen Alltag über seinen Taschencomputer (Handheld) angeregt, "seine Aufmerksamkeit auf sein derzeitiges Verhalten und Erleben zu richten, es ggfs. im Sinne seiner Verhaltensziele zu korrigieren und dann zu prüfen, ob die Korrekturen erfolgreich waren", berichten Prof. Dr. Claus Bischoff und Kollegen in "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation". "Die Ergebnisse sind ermutigend."

Qualitative Psychotherapy Research: meaningful, exciting, coherent

"Qualitative therapy research is a diverse set of practices that express - in one way or another - the hermeneutic engagement in the complexity of human experience. It is an engagement that entails risks because it cuts across the grain of academic psychology and, going with it, of conventional psychotherapy research," David Rennie and Jörg Frommer emphasize.

IAREP / SABE / ICABEEP Conference 2010 in Köln

Das Institut für Wirtschafts- und Sozialpsychologie der Universität zu Köln veranstaltet dieses Jahr die gemeinsame internationale Jahrestagung der "International Association for Research in Economic Psychology" (IAREP) sowie der "Society for Advances in Behavioral Economics". Beide Organisationen, IAREP und SABE, haben es sich zum Ziel gesetzt, den Dialog von Wissenschaftlern an der Schnittstelle von Ökonomie und Psychologie zu fördern. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Veränderungen, wie wir sie momentan weltweit erleben, sind innovative interdisziplinäre Forschungsansätze wie dieser entscheidende Informationslieferanten, um die sozioökonomischen Herausforderungen unserer Gesellschaft zu meistern.

Frauen und Männer unterscheiden sich in der sozialen Wahrnehmung

Wissenschaftler am Universitätsklinikum Tübingen haben Geschlechtsunterschiede in der sozialen Wahrnehmung untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Leistung von Frauen dramatisch von negativen Stereotypen (vereinfacht als "klischeehafte Verallgemeinerungen" bezeichnet) beeinflusst wird. Erstmals konnte damit die Wirkung stereotyper Aussagen auf Geschlechtsunterschiede in sozialer Kognition nachgewiesen werden (1). In einer zweiten Studie (2) konnte die Forschergruppe einen weiteren geschlechtsspezifischen Unterschied zeigen. Bei Frauen wird eine Gehirn-Region zur Bewertung von sozialen Wahrnehmungsinhalten deutlich früher als bei Männern aktiviert. Frauen erkennen somit sozial relevante Inhalte früher und benötigen daher weniger entsprechende Informationen als Männer, um soziale Situationen bewerten zu können. Demgegenüber konnten bei den für soziale Wahrnehmung selbst zuständigen Gehirnregionen keine Unterschiede festgestellt werden.




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