Berufstätigkeit im Alter: Innovationskraft bleibt erhalten und emotionale Stabilität nimmt zu
Eine ältere Belegschaft kann ebenso innovativ arbeiten wie eine jüngere. "Eine längsschnittliche Feldstudie in einem mittelständischen deutschen High-Tech-Unternehmen zeigt keinen Zusammenhang zwischen dem Alter und der Innovationsleistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter," berichten Dr. E. Kanney und Kollegen (Hannover). Für die Innovationsbereitschaft ist allerdings entscheidend, "dass ein unbefristeter Arbeitsvertrag Ängste nimmt, die Identifikation fördert und somit die Bereitschaft erhöht, sich über die Erledigung des Tagesgeschäfts hinaus mit Möglichkeiten der Verbesserung von Prozessen und Produkten zu beschäftigen und damit zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beizutragen."
Psychotherapie unterstützt Suchtkranke beim Entzug
Alkohol-, drogen- und medikamentenabhängige Patienten können zukünftig nicht nur psychotherapeutische Behandlungen beginnen, um abstinent zu bleiben, sondern auch um abstinent zu werden. Möglich macht dies eine Änderung der Psychotherapie-Richtlinie. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) begrüßt die Änderung und sieht darin eine erhebliche Verbesserung der Versorgungssituation von Suchtkranken.
Transparency Deutschland und Germanwatch fordern ambitionierten und dafür korruptionssicheren Klimaschutz
Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland hat heute in Berlin gemeinsam mit Germanwatch den jährlichen Globalen Korruptionsbericht, in diesem Jahr mit dem Schwerpunktthema Klimawandel, vorgestellt. In verschiedenen Themenbereichen wie Emissionshandel, Anpassungsmaßnahmen und Abholzung wird analysiert, wie Vertrauen und Integrität in die Maßnahmen der Klimapolitik gesichert werden können.
Body Integrity Identity Disorder: Die Archive des Selbst
Die Wahrnehmung unseres eigenen Körpers stimmt häufig nicht mit der Realität überein. Das kann zu äußerst bizarren Wünschen führen, zum Beispiel zu dem nach einem Leben ohne bestimmte Gliedmaßen.
Frühprävention: nachhaltig und aussichtsreich - Ergebnisse einer IDeA-Studie
Verwahrlosung, Gewalt und Zunahme von Sucht- und Depressionserkrankungen gehören nicht selten zu den Folgen einer problematischen Kindheit. 70 Prozent der schweren Gewalttäter sind als Kinder selbst misshandelt worden. Deshalb werden Stimmen immer lauter, die eine möglichst frühe Prävention bei Risikokindern fordern. "Psychoanalytische, entwicklungspsychologische und neurowissenschaftliche Forschungsergebnisse weisen übereinstimmend darauf hin, wie vielversprechend und nachhaltig frühe Förderungen und Interventionen sind", erklärt Prof. Marianne Leuzinger-Bohleber, Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts.
Dr. Bettina Lampert, Empfängerin eines Doktoratsstipendiums der Universität Innsbruck und externe Lehrende, wurde Ende März in Berlin mit einem wissenschaftlichen Nachwuchspreis des deutschen Bundesministeriums für Bildung und Forschung ausgezeichnet.
What are the most likely mediators of stereotype threat effects? Dr. Beate Seibt found in her research, how the prevention focus plays a role in many stereotype threat effects.
Normale Humanfaktoren führten zum technischen Versagen in Tschernobyl: "Wir haben doch alles richtig gemacht"
Die Handlungsmuster, die zur Tschernobyl-Katastrophe geführt haben, "folgen den allgemeinen Gesetzmäßigkeiten menschlichen Denkens und Handelns." Vergleichbare Fehler könnten also jedem Menschen jederzeit in Problemsituationen unterlaufen. Dr. Gesine Hofinger und Kollegen analysieren in der Fachzeitschrift "Umweltpsychologie" Schritt für Schritt die psychologische Normalität der Handlungsabläufe, die die Explosion verursacht haben.
Maut: Straßenbenutzungsgebühren nur bei gesellschaftlichen Vorteilen akzeptabel
Die CSU hat die Einführung neuer Straßenbenutzungsgebühren zur Diskussion gestellt. In Deutschland wird die Maut jedoch - wie in allen anderen Industriestaaten - von der Bevölkerungsmehrheit abgelehnt. Die Gebühr gilt - trotz einiger Vorteile - als ungerecht. Dr. Jens Schade, Verkehrspsychologe an der Technischen Universität Dresden, hat die Ursachen und Konsequenzen empirisch untersucht.
Zwangserkrankung: "Nein, Sie haben nicht Ihren Verstand verloren"
Führt die Zwangserkrankung automatisch zum Verlust der Individualität des Betroffenen? PD Dr. Michael Lasar (Dortmund) tritt diesem häufigen Missverständnis entgegen: "Diese Frage kann eindeutig verneint werden. Nur die besondere Tat des Zwangshandelns und Zwangsdenkens ist betroffen. Demgegenüber bleibt die allgemeine Fähigkeit des Willens in toto erhalten.
Psychotherapeuten in der Kardiologie: teils erfolgreich, teils abgelehnt
"Psychosomatische Konsiliar-Liaisonarbeit in der Kardiologie ist eine besonders lohnende, aber auch mit besonderen Problemen beladene Tätigkeit", bilanzieren Dres. Christina Kleiber und Christoph Herrmann-Lingen ihren Einsatz in der psychosomatischen Kardiologie im Universitätsklinikum Göttingen.
Wie Online-Anbieter neue Marktpotentiale erschließen können: Gestaltungsempfehlungen für die virtuelle Kundenberatung
Der Electronic Commerce entwickelt sich erfolgreich. Allerdings registrieren Online-Anbieter häufig eine Vielzahl vorzeitiger Kaufabbrüche und eine geringe Kundenloyalität. "Offenbar gelingt es bisher nur unzureichend, ein anfängliches Informations- oder Kaufinteresse der Kunden in eine positive Kaufentscheidung, geschweige denn eine dauerhaft stabile Kundenbeziehung zu überführen," diagnostiziert Dr. Marcus Koll (Universität Köln).