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Wirtschaftspsychologie: Lebens- und Arbeitsqualität leiden unter steigendem Erfolgsdruck

Dauerhafter Zeit- und Leistungsdruck, regelmäßige Überstunden, geringe Entscheidungsspielräume bei gleichzeitig fehlender Anerkennung und Unterstützung durch Führungskräfte, zunehmend prekäre Berufsbedingungen selbst bei qualifizierten Arbeitskräfte - nicht wenige Arbeitnehmer in Deutschland sind erheblich belastet und nicht selten auch überfordert. Neben steigenden psychischen Problemen ist als Folge eine ernsthafte Gefährdung von Arbeitsqualität und Professionalität zu registrieren. Zu diesem Ergebnis kommen Soziologen der Technischen Universität Chemnitz und des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt/Main nach einer Befragung der Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Supervision e. V. (DGSv). Supervisoren beraten Organisationen und Unternehmen. In der Untersuchung ging es darum, wie die befragten Experten die Arbeitsbedingungen in den von ihnen betreuten Organisationen im Profit- und Non-Profit-Bereich wahrnehmen.

DJI-Studie bescheinigt jungen Frauen frühere Eigenständigkeit

Für Mädchen wie Jungen beginnt die Orientierungsphase Jugend gleichermaßen früher und hält länger an als noch vor 20 Jahren. Zudem entwickeln Jungen und Mädchen ihre Eigenständigkeit mit unterschiedlicher Intensität und Geschwindigkeit. Dies ist das Fazit einer DJI-Studie, in der Verselbstständigungsprozesse junger Menschen im Alter von 13 bis 32 Jahren untersucht wurden. Auswertungsbasis waren vornehmlich Daten des im Jahr 2009 erhobenen DJI-Surveys AID:A "Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten". Die Analysen der Antworten der befragten jungen Frauen und Männer belegen, dass junge Frauen gegenüber ihren männlichen Altersgenossen früher den Weg in die Eigenständigkeit suchen.

Neue Trainingsentwicklung für Feuerwehr-Leute: Sicherheitsdenken und Teamarbeit verbessern

Verantwortliche Feuerwehr-Leute müssen auch in komplex-chaotischen Gefahrensituationen möglichst verlässlich und reibungsarm zusammenarbeiten. Dr. Vera Hagemann (Universität Duisburg-Essen) hat dazu das erste wissenschaftlich fundierte Trainingsprogramm entwickelt und evaluiert. Es basiert teilweise auf dem US-amerikanischen Crew-Resource-Management-System, das ursprünglich auf Luftfahrtcrews abgestellt war.

Hoffnungslose Romantiker - Verfallen Frauen oder Männer schneller der Liebe?

Obwohl beide Geschlechter glauben, dass Frauen sich schneller verlieben und zuerst die Worte "Ich liebe dich" aussprechen, sind es in Wahrheit die Männer, die beides früher tun.

Selig unter Gleichgesinnten

"Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren" steht in der Bibel. Glückseligkeit für alle religiösen Menschen, ganz gleich in welcher Kultur sie leben - ein berechtigtes Versprechen?

Schizophrenie in der Forensik: Trainingsprogramm für soziales Verhalten

Schizophrene sind häufig nicht in der Lage, Affekte ihres Gegenübers richtig einzuschätzen und darauf angemessen zu reagieren. Die Folge können schwere Aggressionen und Straftaten sein. Dr. Nicole Frommann hat ein manualisiertes Programm entwickelt, mit dessen Hilfe Schizophrene lernen und trainieren können, Affekte anderer Menschen zutreffend zu dekodieren.

Wirtschaftspsychologie: Meditation und Gebet stärken die Selbstregulation

Starke Überzeugungen und tief verwurzelte Werte aus einer Religion oder einer säkularen Philosophie können wesentlich zur Selbstregulationsfähigkeit beitragen: optimale Voraussetzungen für eine charismatische Führungspersönlichkeit. "Sie vermittelt Vertrauen sowie Respekt und nimmt gegenüber den Mitarbeitenden eine moralische Vorbildfunktion ein," berichten die Wirtschaftspsychologen Stefan Diestel, Verena Walpert und Prof. Dr. Klaus-Helmut Schmidt (Technische Universität Dortmund) in ihrer Studie "Religion, psychische Prozesse der Selbstregulation und wirtschaftspsychologische Praxis".

Zehn (plus zwei) Tipps, wie Sie Leidenschaft erfolgreich verhindern können

Juliane Vieregge ist verführerisch - optisch, intellektuell, literarisch. Ihr Essay "Die Perle in der Auster" plädiert für Leidenschaft und lässt an Behaglichkeit kein gutes Haar. Dennoch: Wer sich vor eventueller Leidenschaft schützen will, erhält von Juliane Vieregge verlässlichen Expertenrat:

Persönlichkeitsstörung: Klärungsorientierte Psychotherapie erfolgreich

Klärungsorientierte Psychotherapie (KOP) ist eine Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie, bei der es zentral um die Klärung und Bearbeitung problemdeterminierender Schemata geht. Prof. Dr. Rainer Sachse (Bochum) nennt bei den Indikationen an erster Stelle Persönlichkeitsstörungen.

Kinderschutz: Denkfehler und Praxisirrtümer sind häufig

Die Fehlerrisiken im Kinderschutz sind auch für qualifizierte und engagierte Fachkräfte hoch. Daher werden strukturierte, wissenschaftlich fundierte Einschätzungsverfahren immer häufiger eingesetzt. Ob damit das Irrtumspotential im Kinderschutz signifikant reduziert wird, ist noch offen. Dr. Heinz Kindler (Deutsches Jugendinstitut München) hat eine persönlich gefärbte, reichhaltige Fehler-Übersicht zusammengestellt. Sie erschien im Handbuch "Erfassung von Kindeswohlgefährdung in Theorie und Praxis".

Wirtschaftspsychologie: Psychologisches Kapital steigert den Erfolg des Einzelnen und des Unternehmens

Zusätzlich zum Humankapital, zum Sozialkapital und intellektuellen Kapital wird die Bedeutung des Psychologischen Kapitals für den nachhaltigen Unternehmenserfolg immer deutlicher. US-amerikanische Studien belegen, dass das Konstrukt Psychologisches Kapital eine Vielzahl positiver Korrelationen zu individuellen und organisatorischen Leistungsparametern zeigt. In einer neuen Studie gelang es Prof. Dr. Rüdiger Reinhardt (SRH Riedlingen) erstmals im europäischen Raum, diese Beziehungen auf Basis einer Kausalanalyse zu bestätigen.

Michael Kastner bei Günther Jauch: Nicht die Menge, sondern die "Kultur" der Arbeit ist das Hauptproblem

Stress und Gesundheitsgefahren im Beruf: Selten ist die Arbeitsmenge das Problem, meist die "Arbeitskultur". Mit diesem Statement brachte der Arzt und Psychologe Prof. Dr. Michael Kastner in der Sonntag-Abend-Sendung bei Günther Jauch ein aktuelles Kernthema auf den Punkt. Die Diskussionsteilnehmer nannten als Beispiel moderner Arbeits-Unkultur die Erwartung ständiger Erreichbarkeit und Verfügbarkeit.




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