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Menschen helfen, gesund bleiben

Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten üben einen Beruf aus, der sich in vieler Hinsicht positiv auf ihre psychische Gesundheit auswirkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Wirtschaftspsychologe Hans-Eckart Klose von der Universität Freiburg. Seine Studie ist in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband Emmendingen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Projekt "AGIRE - Alt werden und gesund bleiben im Rettungsdienst" entstanden. Klose hat mit seinem Team Rettungsassistenten bei knapp zehn Schichtdiensten begleitet und die Merkmale ihrer Tätigkeiten erfasst. Außerdem haben die Psychologinnen und Psychologen 176 Fragebögen, ausgefüllt von 41 Rettungsassistenten, ausgewertet.

Robert Koch Institut: Erwerbstätige Mütter sind nicht stärker belastet als Kinderlose

Erwerbstätige Eltern mit Kindern fühlen sich nicht stärker belastet als berufstätige Kinderlose. Die Belastungen - physisch und psychisch - liegen auf etwa gleichem Niveau, ergab eine repräsentative Umfrage des Robert Koch Instituts (Berlin). Elena von der Lippe und Petra Rattay berichten über die Details in der aktuellen Ausgabe von "Praxis - Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation". Tendenziell geht es Müttern im Vergleich zu kinderlosen Frauen gleichen Alters etwas besser.

Having a Sense of Purpose May Add Years to Your Life

Feeling that you have a sense of purpose in life may help you live longer, no matter what your age, according to research published in Psychological Science, a journal of the Association for Psychological Science.

Günther Jauch ignorierte: Die Mehrheit der jugendlichen und heranwachsenden Straftäter ist psychisch krank

Günther Jauch und seine Mitdiskutanten unterschlugen in ihrer Sonntag-Abend-Sendung eine entscheidende Information: Auch wenn die Kriminalität in Deutschland insgesamt zurückgeht, steigt der Anteil jugendlicher Gewalttäter; die meisten von ihnen leiden unter psychiatrischen Erkrankungen - häufig mit massivem Drogenkonsum. Dr. Andreas Schindler belegt die Details in seinem Beitrag zum aktuellen Handbuch "Gesundheit und Haft".

Mehr Krankenhauseinweisungen wegen Essstörungen: Jugendliche unter 15 Jahren häufig betroffen

Magerwahn, Model-Wettbewerbe, verzerrte Schönheitsideale: Essstörungen wie Bulimie und Magersucht sind seit einigen Jahren ein weit verbreitetes Krankheitsbild unserer Gesellschaft. Immer häufiger ist ein stationärer Aufenthalt notwendig, weil eine akute Gesundheitsgefährdung besteht oder eine ambulante Therapie nicht ausreicht. Das hat die KKH Kaufmännische Krankenkasse anhand ihrer Versichertendaten festgestellt. Während die Zahl der ambulant behandelten Essstörungen zwischen 2006 und 2013 leicht rückläufig war, mussten im vergangenen Jahr rund 20 Prozent mehr Versicherte wegen Magersucht und Bulimie (Ess-Brechsucht) in ein Krankenhaus eingewiesen werden. Hochgerechnet auf alle gesetzlich Versicherten waren das mehr als 8.000 Personen.

Anti-Aggressivitätstraining in der Suchthilfe: notwendig, aber oft vernachlässigt

Aggressivität und Sucht sind häufig in Wechselwirkungen miteinander assoziiert. Viele Therapeuten unterliegen dem Irrtum, die Aggressivität lasse sich durch eine erfolgreiche Suchtbehandlung erledigen. Daher "wird sehr häufig versäumt, gewaltfrie Bewältigungsalternativen im Rahmen einer Suchtbehandlung einzuüben," kritisiert PD Dr. Johannes Lindenmeyer (Berlin). Im aktuellen Handbuch über "Gewalt in der Suchthilfe" stellen Lindenmeyer, Barbara Winkler und Torsten Rehwald detailliert ihre unterschiedlichen Anti-Aggressivitätstrainings vor.

Essstörungen: KlientInnen mit wenig Krankheitseinsicht, aber hohem Zuwendungsbedarf

In der Behandlung von Essstörungen geben nicht die leitliniengerecht korrekten Abläufe den entscheidenden Ausschlag, sondern vielmehr "die menschlichen Qualitäten der BehandlerInnen und die Zusammensetzung der Gruppe der MitpatientInnen. Die Stimmung auf der Station, das Gefühl willkommen zu sein, verstanden und ernst genommen zu werden, schaffen die Grundvoraussetzungen, sich zu öffnen. KlientInnen berichten nach Klinikaufenthalten, wie sie sich dort gefühlt haben und weniger, wie sie dort behandelt wurden," resümiert die Berliner Psychologin Sylvia Baeck ihre 25jährigen Erfahrungen.

Liebe macht stark

Psychologen von den Universitäten Jena und Kassel haben herausgefunden, wie neurotische Menschen von einer romantischen Partnerschaft profitieren. Während einer Liebesbeziehung werden sie emotional stabiler und ihre Persönlichkeit festigt sich. Die entscheidende Rolle spiele die kognitive Ebene, das heißt die innere Gedankenwelt eines Menschen, schreiben die Forscher im Journal of Personality (DOI: 10.1111/jopy.12102).

Drogen-Selbsthilfe: Neue Freunde, neue Ehrlichkeit und vielleicht eine neue Wohnung

Die Mitglieder der Drogen-Selbsthilfe sind mit der Teilnahme an ihrer Gruppenarbeit sehr zufrieden. Gruppen, die einen kontrollierten Drogenkonsum akzeptieren, erfreuen sich der höchsten Akzeptanz. Der soziale Rückhalt in der Gruppe Gleichgesinnter steht für die meisten TeilnehmerInnen im Vordergrund. Zu diesen Ergebnissen kam Dr. Frederic Fredersdorf in seiner Studie "Verantwortung leben - Ambulante Drogenselbsthilfe in Deutschland".

Adaption an den Arbeitsalltag: für Suchtkranke oft nur mit Psychotherapie möglich

Gut therapierte Suchtkranke setzen sich häufig das Ziel: "Wenn ich wieder Arbeit habe, bin ich okay." Andere - v.a. jüngere - Abhängige tendieren eher zu einer anderen Perspektive: "Ich bin okay, wozu soll ich dann noch arbeiten?" Wie auch immer, die Integration in das Arbeitsleben ist ein entscheidender Faktor für das Gelingen einer Rehabilitation - und hindernisreicher als häufig angenommen, warnt Dr. Martin Heide in seinem Handbuch "Wenn ich erst wieder Arbeit habe ... - Adaptionsbehandlung als zweite Phase der medizinischen Rehabilitation Suchtkranker."

Frauen versuchen, mit Alkohol Intimbeziehungen zu intensivieren

Alkohol kann die Intimität von Paaren intensivieren. Langfristig kann dieses Erlebnis jedoch zur Sucht und zu Beziehungsproblemen führen, warnt Bea Schild in ihrem Reader "Partnerschaft und Alkohol".

Hormonschub für die Sprachentwicklung

Das weibliche Geschlechtshormon Östradiol stellt bei zwei Monate alten Babys die Weichen für den Spracherwerb. Je höher der Hormonspiegel zu dem Zeitpunkt im Blut ist, desto komplexer sind die für den Spracherwerb essentiellen Melodiemuster im Weinen. Testosteron spielt bei diesen Vorgängen anscheinend keine Rolle.




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