"Reden wir drüber!" Wissen über Kopfschmerzen minimiert sie bei Schülern
Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen sind ein lange wenig beachtetes, aber in der Realität zunehmend häufigeres Problem. Studien aus Skandinavien zeigen, dass Kinder heute früher und auch häufig über heftigere Kopfschmerzen klagen als noch vor 20 Jahren.
Internet-Suchmaschinen als Hilfe und Gefahr für Suizidgefährdete
Denkt jemand an Suizid, dient das Internet häufig als Informationsquelle. Das Gefährliche daran: Inhalte mit schädlichen, Suizid potenziell fördernden Infos werden in den Trefferlisten der Suchmaschinen besser gereiht als Hilfsangebote. Das zeigt eine aktuelle Studie von Benedikt Till und Thomas Niederkrotenthaler vom Institut für Sozialmedizin am Zentrum für Public Health der MedUni Wien.
Maßregelvollzug: Ambulante forensische Nachsorge wird Aufgabe der Gemeindepsychiatrie
Nach langem Zögern setzt sich in der forensischen Psychiatrie ein (nicht mehr ganz) neuer Trend durch: Kürzere stationäre Verweildauer, längere ambulante Nachsorge - vorzugsweise im Kontext der Gemeindepsychiatrie. Mit der forensischen Ambulanz erhält der "soziale Empfangsraum" des forensischen Patienten zunehmend mehr Bedeutung. Dr. Herbert Steinböck (München) und Kollegen reflektieren in ihrem aktuellen Reader "Der Maßregelvollzug in der Gemeinde" die Chancen und Risiken.
Depressionen können mit Medikamenten, die den REM-Schlaf unterdrücken, wirksam behandelt werden. In diesen Schlafphasen finden nicht nur die meisten Träume statt, sondern es werden auch Erinnerungen im Gedächtnis verfestigt. Wie Wissenschaftler der Charité - Universitätsmedizin Berlin jetzt festgestellt haben, beeinträchtigt die Unterdrückung des REM-Schlafes gleichzeitig das Lernen und kann Gedächtnisstörungen hervorrufen. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Sleep* veröffentlicht.
Studie an der Hochschule Osnabrück: Lücken im Lebenslauf zweifelhaftes Kriterium der Personalauswahl
Lücken im Lebenslauf besitzen nur eine begrenzte Aussagekraft für die Personalauswahl. Das ist das Ergebnis der Studie "Lücken im Lebenslauf - Ein valides Kriterium der Personalauswahl?" an der Hochschule Osnabrück. Darin heißt es: "Wer - wie es offenbar in vielen Unternehmen der Fall ist - allein aufgrund des Vorhandenseins von Lücken eine strenge Vorauswahl vornimmt, trifft mit hoher Wahrscheinlichkeit Fehlentscheidungen."
Ein heimlicher Kontakt, geschriebene Küsse, ein Seitensprung - wann endet Treue, wann beginnt Untreue? Wie sich Paarbeziehungen durch die neuen Medien verändern, erläuterte Professor Guy Bodenmann an einer Fachtagung für Psychologen und Psychiater an der UZH.
Scientific evidence shows that our society is on a perilous trajectory. Fundamental lifestyle changes are urgently needed, but we consume more, we travel more, we talk more about unavoidable collapse, while we think less about alternatives.
Reise durch Resonanz: Wissenschaftler finden Erklärung, wie Nervenzellen über große Entfernung miteinander kommunizieren
Seit Jahrzehnten rätselt die Wissenschaft, wie Nervenzellen im Gehirn über weite Distanzen miteinander kommunizieren. Denn so, wie Netzwerke von Nervenzellen verschaltet sind und einzelne Zellen auf Impulse reagieren, ist es eigentlich unmöglich. Wissenschaftler aus Deutschland und Frankreich geben nun eine mögliche Antwort, wie das Gehirn trotzdem funktionieren kann: indem es die Kraft der Resonanz ausnutzt. Die Neurowissenschaftler Gerald Hahn, Alejandro F. Bujan und ihre Kollegen beschreiben in der Fachzeitschrift "PLoS Computational Biology", dass Resonanz die Schwingungen in der Aktivität der Nervenzellen so verstärken kann, dass sich die Signale weiter ausbreiten. Die Teams vom Exzellenzcluster BrainLinks-BrainTools und dem Bernstein Center der Universität Freiburg sowie der Abteilung UNIC des französischen Centre national de la recherche scientifique in Gif-sur-Yvette simulierten im Computer mehrere Netzwerke von Nervenzellen und untersuchten, wie sie Signale weiterleiten.
TU Berlin: Gelähmte Personen steuern einen Computer mit Gedankenkraft / neue Studie
Schwer gelähmte Menschen können mit der so genannten BCI-Technologie ("Brain Computer Interface") über Gehirnströme kommunizieren und mit der Umwelt interagieren, und zwar schneller als mit herkömmlichen muskelbasierten Unterstützungssystemen. Dies zeigt erstmals eine Studie mit Patienten, die aufgrund einer neuronalen Erkrankung wie etwa nach einem Schlaganfall nicht eigenständig kommunizieren können. Die Untersuchung haben Informatiker der TU Berlin im Rahmen des EU-geförderten Projekts TOBI (Tools for Brain-Computer Interaction) gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern der Universität Würzburg, der Universität Freiburg und der Beratungs-stelle für unterstützte Kommunikation der Stiftung Kreuznacher Diakonie durchgeführt. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Fachzeitschrift PlosOne veröffentlicht.
Steigende Kriminalität im Heimatort verringert die Lebenszufriedenheit
Wenn die Kriminalität in ihrem Heimatort zunimmt, sinkt die Lebenszufriedenheit der Anwohner signifikant. So lautet das zentrale Ergebnis einer Studie auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), die Forscher des DIW Berlin und der ETH Zürich erstellt haben. "Vor allem Gewaltverbrechen wie Mord, Körperverletzung oder Raub beeinträchtigen die Lebenszufriedenheit der Anwohner - auch dann, wenn sie nicht persönlich von den Straftaten betroffen sind", sagt der DIW-Ökonom Christian Krekel, einer der Autoren. "Eigentumsdelikte wie Einbruch, Autodiebstahl oder Sachbeschädigung haben hingegen kaum Einfluss auf die allgemeine Lebenszufriedenheit."
Studie: Konflikte mit Lehrern sind ein Risikofaktor für Amokläufe an Schulen
Im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Projekts TARGET ist an der Freien Universität Berlin erstmals die gesamte Forschungsliteratur zu schwerer, zielgerichteter Gewalt an Schulen systematisch analysiert worden. Das Ziel der Untersuchung war die Klärung der Frage, welche sozialen Dynamiken im sozialen Beziehungsnetz der Täter sich mit welcher Häufigkeit im Vorfeld von School Shootings beobachten lassen.
Dem Gehirn auf die Sprünge helfen: Kaffee ja, Pillen nein
Eine Pille einwerfen und bei der Prüfung brillieren: Dass man seine geistige Leistungsfähigkeit mit Medikamenten und anderen Substanzen steigern kann, ist den meisten Studierenden bekannt. Praktiziert wird das sogenannte Neuroenhancement allerdings nur von sehr wenigen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Nachwuchswissenschaftler der Universitätsallianz Ruhr im Rahmen der Global Young Faculty II durchgeführt haben.