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Krankenpflege und Sozialarbeit: altersspezifischen Einsatz planen und als Ressource nutzen

In der Krankenpflege und in der Sozialarbeit agieren junge mit älteren Fachkräften - oft nebeneinander oder miteinander, gelegentlich auch gegeneinander. Wie kann eine Zusammenarbeit allen Beteiligten zugute kommen? Wie lassen sich kurze und lange Berufsbiografien als gemeinsame Ressourcen nutzbar machen? Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff, Dr. Barbara Hinding und Kolleginnen haben zwei Workshop-Konzepte entwickelt, in denen Möglichkeiten eines erfreulichen und erfolgreichen Miteinanders von Angehörigen verschiedener Generationen konkret erarbeitet wird. In einem Praxisleitfaden beschreiben die Wissenschaftlerinnen detailliert die konkrete Vorgehensweise der evaluierten Workshops.

TTIP wirtschaftspsychologisch beurteilt: ein unlenkbares Projekt inkompatibler Partner

Wirtschaftspsychologie: "Es ist völlig naiv zu glauben, dass ein so komplexes Wirtschaftssystem aus EU und USA mit TTIP nach Zielkriterien zu steuern sei. Man kann komplexe Systeme überhaupt nicht auf langfristige Ziele hin steuern, weil viele Wechselwirkungen verborgen sind, nicht-lineare Einflussprozesse sich den theoretischen Modellen entziehen und unkalkulierbare Einflüsse von außen auftreten... Mit einer Idee eines umfassenden Partnerschaftsabkommens überfordern Politik und Wirtschaft sich und die betroffenen Bürger," formuliert der Sozialpsychologe Prof. Dr. Erich H. Witte (Hamburg) in seinem aktuellen Beitrag zur unabhängigen Fachzeitschrift "Wirtschaftspsychologie". Die unwägbaren Gefahren eines TTIP-Abkommens sind deutlich größer als die potentiellen Vorteile. Witte plädiert für pragmatische Harmonisierungen in kleinen, jeweils reversiblen und korrigierbaren Einzelschritten.

Kinder- und Jugendhilfe: Immer mehr Personal, immer weniger Kooperation

Kinder- und Jugendhilfesysteme entwickeln sich zunehmend als "Organisations-Ungeheuer". Hilfesuchende und oft auch Helfer selbst können sich im Labyrinth von Zuständigkeiten kaum noch orientieren, kritisiert Professor Dr. Günther Deegener in seiner Bestandsaufnahme "Risiko- und Schutzfaktoren des Kinder- und Jugendhilfesystems". Die aktuelle Monographie bietet neben der Analyse praktikable Vorschläge zur Problemlösung.

Anticipating temptation may reduce unethical behavior, research finds

Why do good people do bad things? It's a question that has been pondered for centuries, and new research published by the Society for Personality and Social Psychology may offer some insights about when people succumb to versus resist ethical temptations.

Neue Studie: Testosteron ist besser als sein Ruf - es fördert auch soziales Verhalten

Dass eine hohe Konzentration von Testosteron im Blut den Menschen aggressiv macht, ist eine bekannte Tatsache. Neu ist, dass das männliche Sexualhormon auch soziales Verhalten fördert. Den Einfluss von Testosteron auf das menschliche Sozialverhalten hat Luise Reimers, Doktorandin im Forschungsteam von Jun.-Prof. Dr. Esther Diekhof (Arbeitsgruppe Neuroendokrinologie in der Abteilung Humanbiologie am Biozentrum Grindel der Universität Hamburg) untersucht. Das Ergebnis der Studie wurde jetzt im Schweizer open access-Journal "Frontiers in Neuroscience" veröffentlicht.

Wer regelmäßig zum Gottesdienst geht, leidet weniger unter einem Jobverlust

Textanalyse in Theorie und Praxis

Menschen, die regelmäßig einen Gottesdienst besuchen, leiden weniger unter einem Jobverlust als andere. Außerdem gewöhnen sie sich schneller an ein Leben ohne Arbeit. Das belegt eine Studie, die kürzlich Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Universität Amsterdam auf der Basis von Daten der Längsschnitterhebung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) erstellt haben. "Wer einmal pro Woche eine Kirche, Moschee oder Synagoge besucht, ist nach drei Jahren Arbeitslosigkeit nahezu genauso zufrieden mit seinem Leben wie zuvor", sagt der Jenaer Psychologe Clemens Lechner, einer der Autoren.

Erinnerungen beeinflussen Entscheidung für oder gegen bestimmtes Essen

Reliance on Accessibility Experiences in Judgment and Decision Making

Je besser wir uns an etwas erinnern, desto eher entscheiden wir uns dafür - auch wenn das Angebot weniger attraktiv ist als Alternativen. Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Universität Basel belegen in einer Studie, in der verschiedene Essensangebote zur Wahl standen, wie das Gedächtnis die Entscheidungen beeinflusst. Mithilfe von Gehirnscans konnten die Forscher zeigen, dass diesem Einfluss eine verstärkte Kommunikation zwischen den beteiligten Hirnarealen zugrunde liegt. Ihre Studienergebnisse sind jetzt in der Wissenschaftszeitschrift Neuron erschienen.

Entwicklungspsychologie - Teilen tut nicht weh

Warum teilen wir mit anderen, wenn wir alles auch für uns selbst haben könnten? An der Bereitschaft, anderen etwas abzugeben, lassen sich beispielhaft die Ursprünge und Entwicklungen des prosozialen Verhaltens bei Kindern untersuchen, also ihre Bereitschaft, freiwillig etwas für andere zu tun. Markus Paulus, Professor für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie der frühen Kindheit an der LMU, und Professor Chris Moore von der Dalhousie University in Halifax zeigen nun in einer Studie, dass die Bereitschaft von Vorschulkindern, anderen etwas zu geben, davon abhängt, wie gut sie die Gefühle ihres Gegenübers antizipieren können. Über ihre Ergebnisse berichten sie aktuell in der Fachzeitschrift Social Development.

Menschen, die in Seelsorge arbeiten, sind zufriedener mit ihrer Arbeit als Allgemeinbevölkerung

Was, wenn Seelsorger selber in eine spirituelle Krise geraten? Fast die Hälfte der Priester in Deutschland durchlebt gelegentlich Phasen "geistlicher Trockenheit", bei zwölf Prozent tritt dieses Phänomen regelmäßig auf. Das tatsächliche Gefühl, dass Gott ihnen fern ist, erleben allerdings nur vier Prozent regelmäßig. Dies sind Ergebnisse einer Studie zur Lage der Seelsorge in Deutschland, an der sich 22 von 27 katholischen Diözesen beteiligt haben.

Demenz: Schützt Bildung das Gehirn?

Die Lebenserwartung von Menschen, die an einer frontotemporalen Demenz erkrankt sind, hängt unter anderem von der beruflichen Tätigkeit der Betroffenen ab: Patienten mit hoch qualifizierten Berufen überleben nach der Diagnose um bis zu drei Jahre länger als Menschen mit weniger qualifizierter Tätigkeit, so das Ergebnis einer US-amerikanischen Studie, die in der Fachzeitschrift Neurology erschienen ist.

Alternativer Drogen- und Suchtbericht: BtMG grundlegend erneuern

Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) ist dringend reformbedürftig. Es verfehlt nicht nur sein Ziel, Drogenkonsum und dessen schädliche Folgen für Individuen und Gesellschaft zu verhindern, sondern es bringt diese Schäden selbst mit hervor. Prävention, Schadensbegrenzung und Therapie behindert das BtMG massiv und kostet damit viele Menschen ihre Gesundheit, manche ihr Leben. Darauf weisen zivilgesellschaftliche Organisationen und Fachleute aus Wissenschaft und Drogenhilfe im 2. Alternativen Drogen- und Suchtbericht hin, der heute in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Wie das Schlafverhalten die tägliche Leistungsfähigkeit von Schulkindern beeinflusst

Es erscheint allgemein plausibel, dass es einem Kind, das schlecht geschlafen hat, schwer fällt, sich im Unterricht zu konzentrieren oder Aufgaben zu bearbeiten. Doch erst jetzt belegen neue Befunde des Forschungsprojekts FLUX wissenschaftlich, dass "die tägliche kognitive Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern mit ihrem Schlafverhalten in der Nacht zuvor zusammenhängt", so Projektleiter Professor Dr. Florian Schmiedek. Entscheidend sind die Qualität und die Dauer des Schlafs: Den Untersuchungen zufolge erbrachten die Schulkinder am nächsten Morgen bessere Leistungen, wenn sie gut geschlafen hatten. Sie zeigen ebenfalls bessere Leistungen, wenn sie so lange wie für sie persönlich üblich geschlafen hatten. Negativ wirkte sich weniger oder deutlich mehr Schlaf als gewöhnlich aus. Die Forschungsarbeiten zeigten zudem, dass das Schlafverhalten von Nacht zu Nacht variiert und somit jeden Tag dazu beitragen kann, dass die kognitive Leistungsfähigkeit der Kinder unterschiedlich ausfällt....




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