Umgang mit Flucht nach Deutschland - notwendige politische Maßnahmen aus sozialpsychologischer Sicht
Prof. Dr. Ulrich Wagner, Sozialpsychologe an der Universität Marburg und Initiator eines offenen Briefes an die Bundekanzlerin und die parlamentarischen Vertretungen des Bundes und der Länder, im Interview mit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie.
Wer im Berufsleben älter als 55 Jahre ist, hat oft nicht nur mit ersten Alterserscheinungen sondern auch mit Vorurteilen seitens der Kollegen zu kämpfen. Das erschwert den Austausch von neuen Ideen und Erfahrungswissen zwischen Jung und Alt. Wie das Potenzial altersgemischter Arbeitsteams in mittelständischen Unternehmen optimal ausgeschöpft werden kann, haben Forscherinnen und Forscher vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung in Kooperation mit Hochschulpartnern und mittelständischen Unternehmen nun untersucht.
Wikipedia-Artikel über Katastrophen suggerieren Vorhersehbarkeit
Wissenschaftler aus Tübingen und Münster aus dem DFG-Schwerpunktprogramm "Wissenschaft und Öffentlichkeit" haben am Beispiel von Wikipedia untersucht, inwieweit dort der "Rückschau-Effekt" eine Rolle spielt. Dieser führt dazu, dass Menschen Ereignisse im Nachhinein unbewusst als vorhersehbar wahrnehmen. Die Forscher wiesen den Effekt bei Artikeln über Katastrophen nach, nicht aber bei Artikeln über andere Ereignisse.
Das DFG-Schwerpunktprogramm endet mit einer Tagung vom 29. bis 30. September in Münster. Dabei werden schlaglichtartig einige Forschungsergebnisse, darunter die Studie zum "Rückschau-Effekt", vorgestellt.
Pflege kann krank machen: Rund 20 Prozent aller pflegenden Angehörigen in Deutschland leiden unter einer Depression. Auch Angst- oder Schlafstörungen kommen gehäuft vor. Insgesamt leiden etwa die Hälfte aller Pflegepersonen unter psychischen Problemen, deutlich mehr als nicht-pflegende Menschen. Das sind zentrale Ergebnisse des aktuellen Pflegereports 2015 der DAK-Gesundheit.
Cannabis als Rheuma-Mittel: Experten fordern mehr Studien und warnen vor Selbstmedikation
In Deutschland sind 1,5 Millionen Erwachsene von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen betroffen. Viele von ihnen leiden unter anhaltenden Schmerzen. Obwohl über den therapeutischen Nutzen von Cannabisprodukten derzeit intensiv diskutiert wird, fehlen für die Behandlung chronischer Schmerzen bei Rheuma-Erkrankungen mit künstlich hergestellten Cannabisprodukten jedoch bislang aussagekräftige Studien. Welche Potentiale Cannabis als Heilmittel hat und aus welchem Grund vor allen Formen der Selbstmedikation zu warnen ist, diskutieren Schmerzexperten wärend des Deutschen Schmerzkongresses (14. bis 17.10.2015) in Mannheim.
Demenzen, zu denen auch die Alzheimerkrankheit zählt, gehören zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Alter. Sie gehen meist mit dem Verlust des Gedächtnisses einher. Bei den über 65-Jährigen sind in Deutschland mehr als eine Millionen erkrankt, die Neuerkrankungen betragen über 200 000 pro Jahr. Studien legen nahe, dass ein normaler Blutdruck das Demenzrisiko verringern könne. Die Deutsche Hochdruckliga fordert angesichts des Weltalzheimertages am 21. September 2015 dazu auf, diesen Zusammenhang stärker zu erforschen.
Suchtprävention: Abschreckung häufig kontraproduktiv
In der Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen werden immer wieder die gleichen Fehler wiederholt: "Einseitige, vor allem auf Abschreckung setzende Botschaften und Informationen haben - wenn überhaupt - nur kurzfristige Effekte. Wenn ´Furchtappelle´ verwendet werden, müssen dann auch (realistische) Handlungsanweisungen zur Furchtreduktion aufgezeigt werden. Eine übermäßige Furchtinduktion, die nicht aufgelöst wird, kann dazu führen, dass die Prävention einen gegenteiligen Effekt erzielt," warnen Dr. Artur Schroers und Markus Hojni in der Fachzeitschrift "Rausch". Themenschwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist die Prävention der Alkoholsucht.
Wie glaubwürdig präsentieren sich Nutzer in sozialen Netzwerken
Soziale Netzwerke wie XING oder LinkedIn sind wichtige Präsentationsplattformen im harten Wettbewerb um Stellen. Nutzer legen hier individuelle Profile an, in denen sie sich potentiellen Arbeitgebern darstellen. Aber wie zuverlässig sind diese Selbstdarstellungen? Präsentieren sich Personen in beruflichen Netzwerken tatsächlich so, wie sie wirklich sind, oder nicht vielmehr so, wie sie nach außen hin wirken möchten?
Beeinflusst Östrogenspiegel die Bereitschaft zu teilen?
Vor den "Tagen" sind Frauen oft reizbar, aber während und kurz nach ihrer Monatsblutung sind sie kooperativer, wie Psychologen der Goethe-Universität jetzt herausgefunden haben. Sie konnten einen Zusammenhang mit dem Hormonspiegel nachweisen.
Smarter Life: Der Regenbogen wartet nicht, bis du mit deiner Arbeit fertig bist
Genügend Schwierigkeiten drängen sich auf - ohne unser Zutun. Doch wir verwenden täglich Kraft, um den Ballast zu vergrößern - statt ihn zu verkleinern. Wir sind täglich unseres Unglückes Schmied. Josef Maiwald, Diplompsychologe und Coach, analysiert unsere Potenziale und unsere Möglichkeiten, unser Leben angenehmer, erfreulicher, erfolgreicher zu gestalten.
Elf Dressmen sollt ihr sein - Der Einfluss von Attraktivität auf den Marktwert von Fußballern
Dass es attraktive Menschen im Leben leichter haben, ist eine bekannte Tatsache. Sie verdienen mehr, haben bessere Chancen bei der Partnersuche und werden bei Straftaten weniger streng bestraft. Aber zahlt sich Attraktivität auch bei Fußballern aus? Werden attraktive Kicker häufiger aufgestellt, trauen ihnen die Trainer eine bessere Leistung zu, sind sie bei den Fans beliebter?
Gamification: im Flow intrinsisch motiviert lernen
Gamification ist der neue digitale Trend: spielerisch lernen, spielerisch informieren. Es soll leicht wirken, aber die Entwicklung der optimalen Games ist alles andere als leicht - und steht erst am Anfang. Auf dem Markt sind bisher zuviele langweilige Produkte. Alexander Pfeiffer und Thomas Wernbacher bieten eine Einführung in die Thematik - veröffentlicht im aktuellen Reader "Digitale Medien in Arbeits- und Lernumgebungen".